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Sanierung
Arbeiten an der Nassenheider Kirche sind abgeschlossen

Freuen sich über den Abschluss der Sanierung: Susanne Koczessa, Heinz Lahs und Peter Krause (von links).
Freuen sich über den Abschluss der Sanierung: Susanne Koczessa, Heinz Lahs und Peter Krause (von links). © Foto: Volkmar Ernst
Volkmar Ernst / 10.05.2020, 07:00 Uhr
Nassenheide (MOZ) Eigentlich sollte die Nassenheider Kirche am Sonntag mit einem Festgottesdienst inklusive Gemeinde- und Dorffest nach gut vier Jahren, die die Sanierung in Anspruch genommen hat, wieder geweiht werden. Doch daraus wird nun wegen der Corona-Pandemie nichts.

"Natürlich werden wir die Kirche jetzt wieder für Gottesdienste nutzen. Doch die Feier werden wir ins nächste Jahr verschieben. Denn das soll ein Fest sein, an dem möglichst das gesamte Dorf teilnehmen kann", so die klare Ansage von Pfarrer Peter Krause, der sich dabei der Rückendeckung des Gemeindekirchenrates sicher sein kann. Deshalb sei auch für Sonntag bewusst darauf verzichtet worden, den Gottesdienst in der Kirche abzuhalten. "Wir werden mit einem Glockengeläut um 11.50 Uhr die Wiedereröffnung der Kirche ankündigen und laden dann alle zu einer Zusammenkunft vor der Kirche ein. Da ist genug Platz, um sich sozusagen aus dem Wege zu gehen und Abstand zu halten", so der Pfarrer weiter. Er verzichtet auch bewusst auf eine Andacht. Die wird in Schriftform vorliegen. Jeder kann sie mitnehmen. Stattdessen wird um 12 Uhr Musik für die Gäste erklingen. Wer will, kann sich dann auch die Kirche ansehen, einzeln oder maximal in Zweiergruppen. "Davon haben die Gäste mehr, als wenn wir in der Kirche einen Gottesdienst feiern würden und nur wenige Gäste einlassen dürften", ist sich Krause sicher.

Ein Blick ins Innere der Kirche ist übrigens empfehlenswert. Die größte Veränderung ist der Umbau der Winterkirche, die nur noch durch eine Glaskonstruktion vom Kirchenschiff abgetrennt ist. Damit sind nun auch wieder die Proportionen des Kirchenschiffes erlebbar. "Ein ganz neues Raumgefühl", wie Krause selbst beeindruckt feststellt. In hellen Farben erstrahlt das Kirchenschiff – und es lohnt sich, in Ruhe den Raum auf sich wirken zu lassen. Denn es gibt so manches Details zu entdecken, beispielsweise den Sockel, der Kirchendecke und Wände voneinander trennt. Eine beeindruckende Stuckarbeit, die sich auf den zweiten Blick allerdings nur als aufgemalt entpuppt. Auch der separate Raum neben dem Aufgang zur Kanzel fällt auf. Nein, es handelt sich nicht um einen Beichtstuhl, sondern tatsächlich um einen Abstellraum, weil die Nassenheider Kirche im Gegensatz zu anderen Gotteshäusern über keine Sakristei verfügt.

Apropos: Ein Dank geht an Susanne Koczessa und Heinz Lahs sowie an viele weitere freiwillige Helfer, die die Baureinigung in Zweiergruppen übernommen haben. Denn wegen Corona durften nicht mehr als zwei Helfer gleichzeitig kommen, wegen des Arbeitsschutzes mussten es aber eben zwei sein.

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