Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Infrastruktur
Brücken und Wege marode

Auch kein schöner Anblick mehr: Ortsvorsteher Manfred Saborowski fordert, dass die Kommune ihre eigenen Beschlüsse achtet und die Brücke saniert. Allerdings gibt es einen Vorbehalt: Fördermittel sind notwendig.
Auch kein schöner Anblick mehr: Ortsvorsteher Manfred Saborowski fordert, dass die Kommune ihre eigenen Beschlüsse achtet und die Brücke saniert. Allerdings gibt es einen Vorbehalt: Fördermittel sind notwendig. © Foto: Thomas Pilz
Thomas Pilz / 21.05.2020, 22:26 Uhr
Altthymen (MOZ) Seit Corona ist die Welt für Viele eine andere. Auch ein bisschen in Altthymen. Die alten Probleme sind aber nicht verschwunden. Etwa die der Straßeninstandsetzungen und Brückenreparaturen im Fürstenberger Seenland.

Darauf hat der Altthymener Ortsvorsteher, Manfred Saborowski (Die Linke), jetzt hingewiesen. Aus gegebenen Anlass, wie er sagt. Die Brücke über den Schwaberowbach beispielsweise, die eine wichtige Verbindung zum Haus Dahmshöhe darstelle, sei sehr marode. 24 Tonnen schwere Fahrzeuge können sie noch befahren, aber wie lange noch? Saborowski weist auf das nächste Sorgenkind hin, die Brücke am Mühlenfließ, die einzige Zufahrt zum ehemaligen ADN-Heim. Deren Tragfähigkeit musste schon vor Jahren auf drei Tonnen beschränkt werden. Obwohl sie baufällig ist, habe die Kommune bislang noch keine Reparatur vorgenommen.

Saborowski liebt es gerne grundsätzlich, etwa was den Dahmshöher Weg betrifft: "Es gibt einen Einigungsvertrag von 2003, als die Dörfer im Seenland ihre Selbstständigkeit aufgaben und der die Dorferneuerungsplanung auch in Altthymen fortschreibt. Und diese Planung besagte schon 1996, dass der Dahmshöher Weg zu sanieren sei."

Der Ortsvorsteher schließt daraus eine rechtliche Bindung für die Kommune. "Passiert ist aber nichts", erklärt der Linken-Politiker.

Auch wenn sich niemand vielleicht daran erinnere im Parlament: Der Haushalt 2020 dürfte allen Stadtverordneten geläufig sein. Dort stehe Schwarz auf Weiß, dass dieses Jahr sowohl die Mühlenfließ-Brücke als auch die Brücke Dahmshöhe zu sanieren sind. Haken bei der Sache: Fördermittel sind zwingend notwendig.

So werden für die Erneuerung der Dahmshöhe-Brücke etwa 208 000 Euro veranschlagt, zwei Drittel davon etwa sollten Fördermittel sein. Und die Überführung am Mühlenfließ ist im Etat 2020 mit 200 000 Euro ausgewiesen. Eine Zwei-Drittel-Förderung solle 150 000 Euro tragen, so dass die Kommune lediglich 50 000 Euro draufpacken müsste.

Alles graue Theorie. Vor allem in Corona-Zeiten, die auch den Kommunen viel abverlangt, wie jeder verstehen dürfte. "Ich gebe aber nur einmal den kleinen Hinweis, dass inzwischen auch an der dritten Brücke schwere Schäden zu verzeichnen sind", merkt Saborowski an. Die Brücke Dahmshöher Weg war vor wenigen Jahren erneuert worden. Jetzt hat sie zehn Zentimeter hohe Absätze und die Isolierung platzt ab.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG