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Nachhaltigkeit
Unternehmer setzen auf die Biene als Sympathieträgerin

Marco Winkler / 25.05.2020, 13:40 Uhr - Aktualisiert 26.05.2020, 12:01
Kremmen/Oberkrämer (MOZ) Die Bäckerei Plentz und der Spargelhof Kremmen setzen auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Zusammen mit dem Landkreis und den "Beekeepers" haben sie die Initiative "Oberhavel blüht auf" ins Leben gerufen. Unter anderem soll auf die Notwendigkeit von Bienenwiesen hingewiesen werden. Eine der Aktionen: ein Malwettbewerb. Kinder und Jugendliche sollten Holzbienen bunt gestalten. 70 Heranwachsende beteiligten sich. "Die Biene ist ein Sympathieträger", sagte Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz am Montag. Vor seiner Bäckerei in Schwante wurde als Sieger die "Bienenkönigin" gekürt.

Marco Skala von der Berliner Firma "Beekeepers" sponserte den Hauptpreis: einen Imker-Schnupperkurs. "Um einen Einblick in das komplexe Thema zu bekommen", sagte er. Sein Projekt gehe gut voran. Am alten Aldi-Standort in Kremmen soll ein großer Fachhandel für Imkereibedarf samt Freizeitangeboten entstehen. Skala ist Teil der Aktion "Oberhavel blüht auf", unter der der Bienen-Wettbewerb läuft.

Ebenfalls dabei ist Spargelhof-Chef Malte Voigts: "Wir begreifen uns als nachhaltiges Unternehmen." Der Landwirt hat in Kremmen selbst Bienenvölker. Es gibt zudem Nisthilfen, sodass sich auch Wildbienen heimisch fühlen können. "Für Erzeuger von Lebensmitteln ist das notwendig." Entgegen des Trends, sämtliches Land urbar zu machen, habe er ökologische Vorrangflächen angelegt. Beate Gebauer vom Spargelhof sprach auf dem Pressetermin am Montag von einem weiteren Corona-Kind: einem Fotowettbewerb. Dazu wurden seit der Grünen Woche 25 000 Samentütchen für Bienenwiesen verteilt. "Je mehr Aufmerksamkeit wir erzielen, desto mehr können wir erreichen", sagte sie. Bis zum 26. Juni können Fotos vom Einsäen zum Spargelhof geschickt oder auf Instagram mit dem Hashtag #OHVblühtauf versehen werden.

Loretta Würtenberger vom Schlossgut Schwante gehörte zur Bienenkönigin kürenden Jury. "Kunst ist subjektiv", sagte sie. "Ich persönlich finde eine bunt gescheckte Biene künstlerisch interessanter als eine naturgetreue." Kunst komme nicht nur vom Können, sondern vom Müssen. "Ob der Künstler es als Seelennotwendigkeit machen muss, merkt man dem Werk an." Den ersten Platz ermalte sich Angelika Reis von der Torhorst-Gesamtschule Oranienburg. Sie bekam den Titel "Bienenkönigin" und den Imker-Schnupperkurs. Zudem wurde ein kleiner Blühstreifen auf dem Backofenplatz angelegt. Und es geht weiter: Die Goethe-Schule in Kremmen will Blühstreifen an der Schule anlegen. Das Bienen-Thema zieht seine Kreise in Kremmen.

Am Bienenwettbewerb haben sich beteiligt: die "Villa der kleinen Frösche" aus Schwante, die Nashorn-Grundschule Vehlefanz, die Barbara-Zürner-Oberschule Velten, die Torhorst-Gesamtschule und das Louise-Henriette-Gymnasium Oranienburg sowie Plentz-Mitarbeiterin Nadine Schmidt

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