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Erster Verkaufstag von Eigentumswohnungen in Hohen Neuendorf

In der Mittagshitze kamen die Besucher spärlich. Doch so war Zeit für ausführliche Gespräche.
In der Mittagshitze kamen die Besucher spärlich. Doch so war Zeit für ausführliche Gespräche. © Foto: Heike Weißapfel
Heike Weißapfel / 28.06.2020, 19:30 Uhr - Aktualisiert 29.06.2020, 11:01
Hohen Neuendorf (MOZ) Eine Zweizimmerwohnung ist schon in der Preisliste als "reserviert" bezeichnet, noch bevor die erste Werbung vor Ort überhaupt begonnen hat. Am Sonnabend stellte die Firma "Bonava" ihr Vier-Häuser-Projekt mit 25 Eigentumswohnungen in Hohen Neuendorf erstmals für ein paar Stunden vor, und es kamen auch stetig Interessenten vorbei.

"Vielleicht ist das was für unsere Kinder", sagt eine Nieder Neuendorferin, die die Ankündigung in der Zeitung gelesen hat. "Die sind fast erwachsen. Oder erst mal als Kapitalanlage. Zinsen werfen die Ersparnisse ja sowieso nicht ab. Vielleicht wird uns auch unser Haus irgendwann zu groß."  Die 360-Grad-Ansicht auf der Firmen-Homepage habe sie jedenfalls positiv beeindruckt.

"Wir gehen davon aus, dass viele Kunden aus der näheren Umgebung kommen", sagt Verkaufsleiter Fisnik Troni. "Junge Leute, aber auch die Generation ,65 plus’, die kein Einfamilienhaus mehr unterhalten wollen."

Drei Mehrfamilienhäuser sollen am Kreisel in der Kurt-Tucholsky-Straße 71 bis 73 an der Ecke Karl-Marx-Straße entstehen. Für ein weiteres  auf der gegenüberliegenden Seite der Karl-Marx-Straße liegt die Baugenehmigung vom Bauordnungsamt des Kreises bereits vor. "Wir hoffen, dass wir im Herbst mit dem Bau beginnen können", sagt Projektleiter Christopher Knappe.

Es sind kleinere Wohnungen vorgesehen, aber auch einige größere Varianten mit vier bis fünf Zimmern. Die Wohnfläche variiert dabei von knapp 50 bis zu 130 Quadratmetern. Alle Wohnungen erhalten Fußbodenheizung und Parkett, Balkon oder Terrasse, im Erdgeschoss ist Platz für kleine Gärten von 24 bis zu 123 Quadratmetern. Alle Ebenen werden barrierearm per Aufzug erreichbar sein. Pkw-Stellflächen entstehen auf dem Grundstück. In hauseigenen Fahrradräumen können E-Bikes aufgeladen werden.

Stadt- und Hauptstadtnähe, Lage und Komfort haben ihren Preis. Der variiert zwar nach Größe und Vorhandensein von Garten und Terrasse, liegt aber um 5 000 Euro pro Quadratmeter. So kostet eine  barrierefreie 77 Quadratmeter große Drei-Raum-Wohnung im ersten Stock in der Tucholsky-Straße beispielsweise 354 000 Euro, eine 101 Quadratmeter große Vierzimmer-Wohnung im Dachgeschoss an der Karl-Marx-Straße liegt bei einer halben Million Euro. Ein Stellplatz kostet 15 000 Euro extra.

"Wir sind erst einmal nur neugierig", sagt ein älteres Paar vorsichtig, das in Berlin auf den Wohnungsbau aufmerksam geworden ist. "Wir überlegen, vielleicht mehr ins Grüne zu ziehen." Das Preis-Leistungs-Verhältnis finden sie realistisch und ganz in Ordnung, aber die Lage an der belebten Straße weniger attraktiv und die Gegend nicht wirklich so ländlich, wie erwartet.

Auch der Kreistagsabgeordnete Uwe Münchow (FDP) nimmt eine Info-Mappe mit und will erst mal hören, was die Familie dazu sagt. "Es ist wirklich sehr viel Geld", sagt der Hohen Neuendorfer. Doch von der Lage her könne er sich im Prinzip vorstellen, eine der kleineren Wohnungen für ein Familienmitglied zu kaufen. "Ich bin überrascht und erfreut, dass es am Kreisel kein kompakter Block wird, sondern einzelne Häuser." Damit Hohen Neuendorf dauerhaft eine Stadt im Grünen bleibe, sei es grundsätzlich besser, Baulücken an zentral gelegenen Stellen wie dieser Ecke zu schließen, so Münchow.

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