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Beteiligung
3D-Drucker für die Oranienburger Bibliothek

Beteiligung: Junge Menschen aus Oranienburg wurden in diesem Jahr nach Ideen für das geplante Jugendcafé und für das Jugendbudget befragt.
Beteiligung: Junge Menschen aus Oranienburg wurden in diesem Jahr nach Ideen für das geplante Jugendcafé und für das Jugendbudget befragt. © Foto: Klaus D. Grote
Klaus D. Grote / 30.06.2020, 17:19 Uhr
Oranienburg (MOZ) Das erste Jugendbudget der Stadt Oranienburg ist zusammengestellt. 33 000 Euro stehen für die Umsetzung von Ideen zur Verfügung. Insgesamt gingen bis Mitte März 42 Vorschläge ein, zwölf davon sind finanzierbar und sollen auch realisiert werden. Ein Vorschlag darf jedoch nur maximal 15 000 Euro kosten.

Die Ideen kommen nun nicht nur jungen Menschen zugute. So wird in der Nähe des neuen Spielplatzes Am Anger eine Straßenlaterne aufgestellt, um für mehr Licht zu sorgen. Die Stadtbücherei wird zur Bibliothek der Dinge und leiht künftig neben Medien auch Technik aus, zum Beispiel Tablets, E-Book-Reader, VR-Brillen, Maker-Boxen und 3D-Drucker. Aus dem Budget werden für die Anschaffungen knapp 11 000 Euro bereitgestellt.

Die Stadtbücherei soll außerdem mit Sitzmatten und Sitzsäcken zum gemütlichen Lesen ausgestattet werden. Kostenpunkt: 900 Euro. Für 50 Euro soll in der Jugendbibliothek eine bunte Wandmalerei angebracht werden. Außerdem sollen Schränke zum Verschließen und Aufladen elektronischer Geräte bereitgestellt werden. Die Kosten im Budget werden auf 2 487 Euro beziffert.

Und ältere Oranienburger dürften sich darüber freuen, dass sich Jugendliche zur Müllproblematik in der Innenstadt Gedanken gemacht haben. Im einem Projekt sollen 17 Mülleimer, die sich in der Nähe von Schulen und Jugendeinrichtungen befinden, auffällig gestaltet werden. Wie die Abfallbehälter aussehen, damit sie besser wahrgenommen und genutzt werden, darüber soll ein Wettbewerb entscheiden. Das Projekt soll Teil einer Kampagne zur Sauberkeit in Oranienburg werden. Aus dem Jugendbudget werden dafür 1 700 Euro beigesteuert.

Es darf auch gefeiert werden

Der Bolzplatz und der Kinderspielplatz in Germendorf bekommen Hinweisschilder, auf denen auf eine Selbstverständlichkeit hingewiesen wird: Hundebesitzer sollen ihre Lieblinge dort nicht ihr Geschäft verrichten lassen. Auf dem Spielplatz der Lehnitzer Grundschule soll der Sand des Beachvolleyballplatzes für etwa 1500 Euro ausgetauscht werden. Bei aller Ernsthaftigkeit um die politische Mitbestimmung: Jugendliche wollen auch feiern. Deshalb wird aus dem Jugendbudget auch die nächste Generation Youth Party finanziert. Dafür stehen 4 200 Euro zur Verfügung.

Das Jugendbudget ist eine Forderung aus dem seit 2015 bestehenden Jugendforum. Junge Leute zwischen zwölf und 26 Jahren konnten sich daran beteiligen. "Das ist ein wichtiger erster Schritt zur Mitbestimmung", sagt Jugenddezernentin Stefanie Rose. Jugendliche würden sehen, dass sie sich erfolgreich für ihre Interessen einsetzen können.

Auch das Beteiligungsverfahren zum geplanten Jugendcafé soll bald Ergebnisse bringen. Doch aus planerischen Gründen wird fraglich, ob das Café, das in der Bernauer Straße Ecke Stralsunder Straße entsteht, noch in diesem Jahr öffnen kann, so Stefanie Rose. "Ich kann es leider nicht versprechen." Die Nutzungsänderung erfordere einen besseren Brandschutz. Eine Kampfmittelfreiheitsbescheinigung liegt aber vor.

Neue Besetzung im Jugendbeirat

Der Jugendbeirat Oranienburg hat jetzt drei neue Mitglieder: Murris Hadzic, Caius Hemmerling und Misha Inagawa.

Die Stadtverordnetenversammlung hat der Neubesetzung zugestimmt. Die Benennung gilt jeweils für zwei Jahre.

Ausgeschieden aus dem Gremium sind zuvor Benedikt Feit, Luise Strauß und Sebastian Bartosik.

Dem Gremium gehören außerdem an: Fabian Kretzschmar, Tobias Fiedler und Gero Gewald als Sprecher, Bastian Ackermann, Paula Hangleiter, Lion Inhülsen, Sebastian Boehr und Clarissa Strauß.

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