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Benefizaktion
Oberhavel läuft fast 150.000 Kilometer und spendet 8500 Euro ans Hospiz

Tilman Trebs / 31.07.2020, 19:12 Uhr - Aktualisiert 31.07.2020, 19:22
Oberhavel (MOZ) Die Spendenaktion "Oberhavel läuft" ist vorbei. Der Abschluss wurde am Freitagabend in Marwitz gefeiert.

Für das letzte symbolische Ziel hat es am Ende nicht ganz gereicht. Die 150 000-Kilometer-Marke wollten die Initiatoren der Benefizaktion "Oberhavel läuft" beim Finale am Freitagabend in Marwitz noch knacken. Letztlich fehlten nur ein paar Kilometer. Die Gesamtbilanz sollte das allerdings nicht trüben. Als "unglaublich, faszinierend und einfach nur schön" fasste Romano Bergling von der Initiative "Wir für Euch, alle für das Hospiz Oberhavel" die vergangenen drei Monate zusammen. Seit Anfang Mai hatten mehr als 600 Läufer für sich ihre Runden gedreht und dabei um Spenden für das Hospiz Oberhavel geworben.

Die eigentliche Idee dafür hatte Mandy Krenz aus Bötzow. "Wir konnten wegen Corona ja keine Veranstaltungen planen, wollten uns aber weiter für das Hospiz engagieren. Dann fiel uns ,Oberhavel läuft’ ein. Wir hatten gehofft, dass hundert Leute mitmachen."

Dass es deutlich mehr wurden, lag wohl auch an Corona. Die Leute wollten laufen, die Gemeinschaftsläufe wurden aber alle abgesagt. Bei "Oberhavel läuft" wurden die gelaufenen Kilometer von einer App aufgezeichnet und die Ergebnisse aller Läufer angezeigt. In der Isolation des Lockdowns war das zumindest eine virtuelle Gemeinschaftsaktion.

Ganz vorn mit dabei war Susann Losansky aus Groß Schönebeck, die allein fast 1 500 Kilometer beisteuerte. "Um die Kilometer ging es mir gar nicht. Ich bin selbst sozial engagiert und habe durch die Aktion viele Leute kennengelernt, die sich auch engagieren. Das war der größte Gewinn." Freuen darf sich am Ende vor allem das Hospiz. Bis Freitagnachmittag landeten 8 586 Spendeneuro in der Kasse. Bei der Abschlussveranstaltung in Marwitz wurden noch weitere Spenden gesammelt. Auch den ersten gemeinsamen Lauf im Rahmen der Aktion gab es am Freitag. Rund 70 Läufer gingen für eine Fünf-Kilometer-Runde an den Start – allerdings zeitversetzt in kleinen Gruppen. Corona sei Dank. Romano Bergling haderte damit. "Ich würde euch am liebsten alle drücken. Aber leider darf ich das nicht", sagte der dennoch dankbare Initiator.

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