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Mit Bestzeit auf dem Weg nach Rio

Auf dem Weg nach vorn: Hagen Pohle (links) in Podebrady in der Verfolgergruppe mit Julio Cesar Salazar (Nr. 60, am Ende Achter), Ever Jair Palma (Nr. 62, beide Mexiko, Fünfter), und Anton Kucmin (dahinter, Slowakei, Zehnter)
Auf dem Weg nach vorn: Hagen Pohle (links) in Podebrady in der Verfolgergruppe mit Julio Cesar Salazar (Nr. 60, am Ende Achter), Ever Jair Palma (Nr. 62, beide Mexiko, Fünfter), und Anton Kucmin (dahinter, Slowakei, Zehnter) © Foto: RaceWalk Pictures
Roland Hanke / 10.04.2016, 19:15 Uhr
Beeskow/Podebrady (MOZ) Der Beeskower Hagen Pohle hat beim internationalen Geher-Meeting im tschechischen Podebrady zwei Starts bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro perfekt gemacht. In persönlicher Bestzeit von 1:19:58 Stunden wurde er Sechster über 20 Kilometer.

Zum einen unterbot er den für die 50-km-Distanz geforderten Leistungsnachweis (1:24:30Stunden), zum anderen auch die Norm für die 20 km (1:22:00). "Beides hatte ich mir für den Wettkampf in Podebrady vorgenommen. Jetzt bin ich glücklich und freue mich riesig, dass ich das geschafft habe. Sowie auch darüber, dass unsere Trainingsgruppe vom SC Potsdam geschlossen bei Olympia dabei sein wird", sagt der 24-Jährige.

Denn sein Vereinskollege Christopher Linke (1:19:19) wurde in Podebrady hervorragender Zweiter hinter dem schwedischen Überraschungssieger Perseus Karlström (1:19:11). Auf Rang 14 kam Nils Brembach (1:20:58) ins Ziel und erfüllte damit auch die Norm für Rio.

Seine bisherige persönliche Bestleistung konnte Hagen Pohle in Podebrady gleich um 1:31Minuten unterbieten. "Eine Zeit unter einer Stunde und 20 Minuten war das, was ich mir insgeheim vom Wettkampf auch erhofft hatte. Da ich allerdings in den Tagen vorher gesundheitlich etwas angeschlagen war, konnte ich nicht mehr ganz so optimistisch sein", erklärt der Athlet, beim SC Potsdam zusammen mit seinen Geher-Kollegen von Bundestrainer Ronald Weigel betreut wird. Pohle ist übrigens erst der sechste Deutsche, der über die 20km unter der 1:20-Stunden-Marke blieb.

"Am Ende hat es bei besten Bedingungen mit rund zehn Grad Celsius und leichtem Regen dann doch geklappt", sagt Hagen Pohle, der zugleich Mitglied beim SV Preußen Beeskow und SSV Rot-Weiß Friedland ist. "Auf der zweiten Rennhälfte konnte ich sogar deutlich zulegen. Die erste Hälfte passierte ich nach 40:38 Minuten so ungefähr als 15. Danach ließ dann noch 39:20 folgen. Der sechste Rang war für mich in Podebrady die bisher beste Platzierung im Männerbereich", erklärt der Beeskower.

Nun kann sich Hagen Pohle in Ruhe gezielt auf Rio vorbereiten. Und bei den Sommerspielen in der brasilianischen Metropole will er über 20 und 50Kilometer an den Start gehen. "Zwischen beiden Wettkämpfen sind sechs Tage Zeit. Ich denke, wenn alles gut läuft, kann ich mir einen Doppelstart zumuten", sagt er. Jetzt gibt es erst einmal für Hagen Pohle zwei, drei Tage Pause in Beeskow, ehe es wieder zum Training nach Potsdam geht.

Danach folgt schon ein weiteres Trainingslager vom 18.bis 29.April mit seinen Geher-Kollegen vom SC Potsdam im Bundesleistungszentrum Kienbaum. Dem schließen sich ein Weltcup-Wochenende am 7./8.Mai in Rom sowie die Deutsche Meisterschaft in Naumburg an der Saale (22. Mai) an. Nach einem weiteren Trainingslager in Oberhof beginnt für Hagen Pohle Ende Juni die unmittelbare Wettkampfvorbereitung auf die Olympischen Sommerspiele. "Ich hoffe, dass ich gesund bleibe. Ich freue mich auf mein Olympia-Debüt", sagt er.

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