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Beim Festakt zum 25-Jährigen Bestehen des Gymnasiums begehrte Urkunde verliehen

Bildung
Das Rouanet ist Unesco-Schule

Ruth Buder / 20.11.2017, 20:42 Uhr - Aktualisiert 21.11.2017, 19:13
Beeskow (MOZ) Das Beeskower Rouanet-Gymnasium ist jetzt anerkannte Unesco-Projektschule. Beim Festakt zum 25-jährigen Schuljubiläum überreichte am Montagabend Heinz-Jürgen Rickert die Urkunde an Schulleiter Klaus-Jürgen Teichert.

Seit zehn Jahren haben sich die Rouanet-Gymnasiasten auf diesen Status hingearbeitet, nun haben sie es geschafft. Heinz-Jürgen Rickert, Koordinator der rund 250 Unesco-Schulen Deutschlands, überreichte während des Festaktes im Schützenhaus die begehrte Urkunde.

Zum Hintergrund: Die Unesco ist eine seit 1946 bestehende Sonderorganisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur. 1953 gründete sie das Associated Schools Project, um so Schulen in die Arbeit der Unesco einzubinden. Rickert betonte, dass die Rouanet-Schüler Kontinuität und Innovation in Bezug auf globale Verantwortung und die Gestaltung gesellschaftlicher Verhältnisse vor Ort bewiesen hätten. Um den Status zu erhalten, müsse die Schule jedes Jahr Bericht erstatten und alle fünf Jahre neu verteidigen.

Ein besonderes Lob für ihr Engagement schickte der Schulleiter in diesem Zusammengang an das Lehrerehepaar Katja und Dirk Orth sowie die Steuerungsgruppe, die ein Garant für den Erwerb des begehrten Status' gewesen seien.

"Unesco-Schule zu sein, ist nicht nur eine Zierde, sondern ein klares Bekenntnis", hob Landrat Rolf Lindemann in seiner Festrede hervor. Eine komplex gestaltete Welt und eine freiheitlich demokratische Grundordnung verlangten von einer guten Schule mehr als nur Wissensvermittlung.

Lindemann erinnerte an die Zeit vor 25 Jahren, als Landrat Jürgen Schröter und seine Mitarbeiter es in nur elf Monaten schafften, aus einer leerstehenden Kaserne eine Schule zu errichten und an den damaligen Schulleiter Rolf Proksch zu übergeben. Und er erzählte zur Erheiterung der zahlreichen Festgäste diese Episode: 3,5 Millionen Euro wollten die sowjetischen Streitkräfte für ihre verwaiste, marode Liegenschaft haben. In einer Runde, wo man sehr trinkfest habe sein müssen, sei der Preis auf 500 000 D-Mark heruntergehandelt worden.

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25 Jahre Rouanet-Gymnasium Beeskow

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2100 Absolventen haben seitdem das Gymnasium verlassen, die ersten zwei Schülergenerationen haben ihre Ausbildung beendet und bereits Verantwortung im Beruf. Derzeit lernen rund 600 Schüler am Rouanet und Schulleiter Teichert ist stolz, dass die Schule weit über Beeskow hin aus einen guten Ruf genießt.

Aus Anlass des Geburtstages gibt es in dieser Woche keinen obligatorischen Unterricht, in der Festwoche finden ausschließlich Projektveranstaltungen statt. So wird heute und morgen unter anderem an dem Lichtspektakel gearbeitet, das beim Schulfest am Mittwochabend ab 18 Uhr auf dem Schulhof (Höhenfeuerwerk) und ab 20.30 Uhr im Schützenhaus (Lasershow) zu sehen sein wird. Außerdem finden Workshops statt zum Thema "Keine Geschichten von gestern", bei dem sich die Schüler mit globalen Ungerechtigkeiten auseinandersetzen werden. Am Freitag gibt es eine weitere Auszeichnung, wofür vor allem Eltern den Weg bereitet haben: "Faire Schule".

Selbst das Büfett vor dem Festakt im Schützenhaus war "regional und fair". Dafür hat Cafeteria-Chefin Wenke Edel-Prager mit Freunden und Schülern gesorgt. "Wir haben nur Produkte aus unserer Region serviert", sagte sie, als die Gäste es sich schmecken ließen.

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