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Handballerin Sabine Schumann hilft auch nach Ende ihrer 44-jährigen Spieler-Karriere bei Rot-Weiß Friedland

Handball
Seit vielen Jahren Stütze im Verein

Schöne Erinnerung: Sabine Schumann mit Handball-Pokalen
Schöne Erinnerung: Sabine Schumann mit Handball-Pokalen © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Roland Hanke / 11.01.2018, 19:34 Uhr
Beeskow (MOZ) Bis zum 19.Februar können die Leser der Märkischen Oderzeitung für ihre Favoriten bei der Wahl der populärsten Sportler des Jahres 2017 in Oder-Spree abstimmen. Die MOZ stellt alle 36Kandidaten vor. Heute: Handballerin Sabine Schumann von Rot-Weiß Friedland.

"Erst einmal etwas Abstand vom Handball nehmen." Diese Aussage von Sabine Schumann ist ein gutes halbes Jahr her. Die Spielerin im Verbandsliga-Team des SSV Rot-Weiß Friedland hatte da mit Abschluss der Saison ihre aktive Karriere beendet.

44Jahre hatte sie mit Handball in Beeskow und Friedland zu tun - und hat es jetzt immer noch. "Ja ich helfe bei den Frauen mal auf der Bank aus, bei Heimspielen oder wenn Trainer Bernd Klinkisch mal nicht kann", sagt die 55-jährige Beeskowerin. Aber selbst spielen will ich nicht mehr, auch wenn es noch manchmal in der Händen kribbelt."

Wie viele Spiele sie absolviert oder wie viele Tore geworfen hat seit ihrem Beginn mit diesem Sport 1973, weiß Sabine Schumann selbst nicht so genau. "Das lässt sich nur schätzen. Ich denke, es müssten von der Jugend bis jetzt rund 650Spiele sein, in denen ich insgesamt mehr als 1500 Tore erzielt habe." Und natürlich zahlreiche Pokale gesammelt. Aber das ist für sie nicht vorrangig: "Das Wichtigste ist, ich hatte als Spielerin und auch als Trainerin meist viel Spaß - von Niederlagen oder Abstieg mal abgesehen - mit den Mitstreitern aus meinen Teams. Denn ohne sie hätte ich nicht erfolgreich sein können."

Die Beeskowerin, die Mutter der Söhne Raik (32) und Rico (30) ist, hatte zwischendurch im Jahr 2009 schon mal mit dem Handball aufgehört, war dann aber später wieder zum Weitermachen überredet worden. Die neuerliche Verabschiedung in der Halle des Beeskower Sport- und Freizeitzentrums nach dem letzten Punktspiel Anfang Mai war für Sabine Schumann schon etwas wehmütig gewesen. Dort hatte die Allrounderin, die auf den Positionen Außen, Rückraum und Kreis vielseitig einsetzbar war, vom SSV Rot-Weiß Friedland einen Gutschein für VIP-Karten zu einem Handball-Bundesligaspiel, ein Trikot mit "ihrer" Nummer2 sowie einen Fanschal bekommen. "Beim Bundesliga-Spiel der Berliner Füchse bin ich inzwischen gewesen. Das war ein tolles Erlebnis, auch wenn die Berliner im Dezember das Spitzenspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen verloren haben."

Erfahrung mit Männer-Teams hatte Sabine Schumann nach ihrem ersten Rücktritt als Trainerin der Landesliga-Männer von Rot-Weiß Friedland. In der Saison 2010/11 dort dann zusammen mit Bernd Klinkisch, der jetzt ihr letzter Coach bei den Frauen war. Und der hält große Stücke auf seine Spielerin und Trainerkollegin. "Sabine ist eine große Persönlichkeit. Vor dem, was sie alles in verschiedenen Funktionen für den Handball in Beeskow und Friedland geleistet hat, kann man nur den Hut ziehen."

Sabine Schumann, die auch Trainerin der A-Jugend, Abteilungsleiterin Handball und stellvertretende Vereinsvorsitzende bei Preußen Beeskow war sowie die Trainer- und Schiedsrichter-Lizenz besitzt, fasziniert vor allem am Handball, "das man nur als Team im Zusammenspiel mit anderen etwas erreichen kann".

Angefangen mit dem Handball hatte Sabine Schumann, die Elektronikfacharbeiterin im Halbleiterwerk Frankfurt lernte, 1973. Stationen waren dabei unter anderem Dynamo, Vorwärts und ESV Beeskow sowie der SV Preußen, mit dem sie auch in der Oberliga spielte.

Es folgten 2003 der Rückzug in die Verbandsliga und 2008 die Spielgemeinschaft mit der BSG Pneumant Fürstenwalde als "HSG Pneumant-Preußen".

Im Frauen-Team von Rot-Weiß Friedland, bei dem sie auch jetzt noch viel bewirkt und unterstützend wirkt, trainiert sie jetzt einmal in der Woche mit, "um weiter etwas zu bewegen und fit zu bleiben", sagt Sabine Schumann, deren Lebensgefährte Frank Lehmann bei ihren Spielen in den vergangenen drei Jahren immer dabei war. Am langen Handball-Tag am Sonnabend in der Beeskower Halle ist die Verkäuferin bei der Firma Dorn & Sohn GmbH in Friedland, von mittags beim Nachwuchs über die Frauen und abends bei den Männern wieder helfend mit von der Partie.

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