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Fast 50 Händler und Dienstleister akzeptieren das lokale Zahlungsmittel

Gutschein sehr beliebt

Gern genommen: Günter Baumann, Inhaber von EP-Bauman in der Beeskower Ladenstraße, akzeptiert den Beeskow-Gutschein gern als Zahlungsmittel.
Gern genommen: Günter Baumann, Inhaber von EP-Bauman in der Beeskower Ladenstraße, akzeptiert den Beeskow-Gutschein gern als Zahlungsmittel. © Foto: MOZ/Jörn Tornow
Olaf Gardt / 12.01.2018, 19:59 Uhr - Aktualisiert 12.01.2018, 20:36
Beeskow (MOZ) Der Beeskow-Gutschein, der in der Märkischen Tourismuszentrale (MTZ) erhältlich ist, hat sich in der Kreisstadt als beliebtes Zahlungsmittel etabliert. Knapp 133 000 Euro wurden mit dem Gutschein im vergangenen Jahr umgesetzt.

Die Idee haben Altstadtmanagerin Kerstin Müller und die damalige MTZ-Geschäftsführerin Judith Schulz den Beeskower Händlern im Jahr 2012 vorgestellt. Ein einheitlicher Gutschein, der in allen Geschäften akzeptiert wird. Die zentrale Abrechnung übernimmt die Touristinformation. Mit dem Gutschein, so die Hoffnung, schaffe man ein attraktives Geschenkangebot, mit dem man auch dem Internethandel etwas entgegenzusetzen habe.

Das Vorhaben wurde mit den Händlern diskutiert und letztlich im Folgejahr umgesetzt. Im Oktober 2013 gingen die ersten Gutscheine über die Ladentheken. Mittlerweile sind die Gutscheine etabliert. Fast 160 000 Euro wurden im Jahr 2016 damit umgesetzt. Im vorigen Jahr war es etwas weniger. Die MTZ hat Scheine im Wert von rund 133 000 Euro ausgegeben. Mit knapp 40 000 Euro wurden die meisten Gutscheine, die im Wert von fünf, zehn und 20 Euro erhältlich sind, in den letzten drei Monaten des Jahres verkauft. Das war die Zeit des Weihnachtsgeschäfts.

Die Gutscheine sind, wie erhofft, beliebte Geschenke. "Der Beschenkte kann selbst entscheiden, ob er sich Kleidung kauft oder praktische Dinge. Er kann auch eine Dienstleistung in Anspruch nehmen. Und das Geld bleibt in Beeskow", freut sich die heutige MTZ-Geschäftsführerin Kathrin Paul-Weckewitz.

Bei 46 Partnern können die Gutscheine aktuell eingelöst werden. Die Bekleidungs- und Schuhgeschäfte sind dabei, Blumenhändler, einige Optiker und Apotheken, selbst ein Autohaus und zwei Baumärkte. Andere Fachgeschäfte und Freizeiteinrichtungen kommen hinzu. Zu erkennen sind sie an einem orangefarbenen Aufkleber an der Eingangstür. Kathrin Paul-Weckewitz hofft auf weitere Mitstreiter. "Schöne wäre es, wenn sich die Gastronomen beteiligen würden. Das würde das Angebot noch attraktiver machen", ist sie überzeugt.

Und ihr Ruf wird wohl erhört. Am 1. März öffnet direkt am Markt das Restaurant "Altstadtzimmer", das die Beeskow-Gutscheine annehmen wird.

Die meisten Händler akzeptieren den Gutschein mittlerweile eben so gern wie den Euro. "Wir wollen doch gemeinsam ein großes Kaufhaus sein. Da ist dieser Gutschein genau der richtige Weg", sagt Nadja Mocker vom Schuhhaus Woick. Auch Buchhändlerin Hildegard Zweigart nimmt den Gutschein gern. "Dafür ist natürlich das Geschäft mit den eigenen Gutscheinen weniger geworden" sagt sie. Geschäfte, Handwerker oder Dienstleister, die den Beeskow-Gutschein als Zahlungsmittel akzeptieren wollen, können sich in der MTZ anmelden. Die Aufnahmegebühr beträgt 30 Euro. Außerdem bleiben fünf Prozent des Gutscheinumsatzes bei der MTZ. Dafür werden die Gutschscheine gedruckt und verkauft, kommt das Geschäft auf die Liste der teilnehmenden Partner, gibt es Aufkleber für die Eingangstür und den Abrechnungsservice. Die MTZ ist telefonisch unter 03366 42211 zu erreichen.

Kommentar: So gut wie Bargeld

Was schenkt man den Freunden und Verwandten, die eigentlich schon alles haben? Blumen gehen natürlich immer. Und Gutscheine. Die gibt es für Ballonfahrten und Fallschirmsprünge, für Schuhe und Kleider aus dem Internet und für große Handelsketten. Und es gibt den Beeskow-Gutschein.Genau dieser Beeskow-Gutschein bietet viele Vorteile. Verschenkt man ihn, ist er vielseitig einsetzbar. Schicke Sachen, Bücher oder Handwerkszeug kann der Beschenkte kaufen und den Gutschein sogar beim Fleischer einsetzen. Bekommt man ihn geschenkt, ist er Anlass, mal wieder in Beeskow auf Einkaufstour zu gehen. Und wie man ihn auch ausgibt, man stärkt den heimischen Mittelstand.Das fast 50 Partner mitmachen, zeigt, dass der Gutschein funktioniert. Vielleicht ist das ja Ansporn für Unternehmer, die noch zögern, den Akzeptanzaufkleber auch an ihrer Eingangstür anzubringen. Olaf Gardt

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