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Behörde
Verwaltung kämpft gegen „Malta-Masche“

Jörg Kühl / 15.02.2018, 21:45 Uhr
Beeskow Beamte und Angestellte der Kreisverwaltung Oder-Spree sehen sich immer häufiger mit respektlosem Verwalten von Bürgern und Kontaktpersonen konfrontiert. Auch die Zahl und Intensität von Drohungen hat zugenommen. Dies teilte Landrat Rolf Lindemann auf dem jüngsten Kreistag Mittwochabend mit. „Wir erhalten nicht selten Schreiben von Bürgern, die zuvor in einem anderen psychischen Aggregatszustand aufgefallen sind“, so Lindemann.

Die Bewegung der selbst ernannten „Reichsbürger“ sei in diesem Zusammenhang besonders auffällig. Sympathisanten dieser Gruppierung negieren den deutschen Rechtsstaat und dessen Verwaltungsorgane.  In der Folge bestreiten sie zum Beispiel die Rechtmäßigkeit finanzieller Forderungen der Behörden.

Wie Lindemann weiter ausführte, versuchen Teile dieser Klientel, Mitarbeiter der Verwaltung über die sogenannte „Malta-Masche“ unter Druck zu setzen.  Dabei handelt es sich um eine Betrugsmethode, bei der versucht wird, unberechtigte Geldforderungen über ein maltesisches Inkassounternehmen in Deutschland rechtswirksam werden zu lassen, um sie dann einzutreiben.

In Summe betrachtet sei man an einem Zustand angekommen, wo der Rechtsstaat unmissverständlich handeln müsse. „Ich vertrete eine Linie der Null-Toleranz, auch von der ersten Reihe aus“, versprach Lindemann.

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