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Mit einem Grundsatzbeschluss gibt Gemeindevertretung Rietz-Neuendorf der geplanten Verbindung neuen Schub

Baupläne
Rad-Skaterweg kommt ins Rollen

Auf der Trasse der ehemaligen Bäderbahn wird laut der Planung ein Radweg entstehen, der auch für Skater geeignet ist.
Auf der Trasse der ehemaligen Bäderbahn wird laut der Planung ein Radweg entstehen, der auch für Skater geeignet ist. © Foto: Jörg Kühl
Jörg Kühl / 20.03.2018, 21:45 Uhr
Rietz-Neuendorf (MOZ) Die Gemeinevertreter von Rietz-Neuendorf haben mit ihrem klaren Bekenntnis zum  Bau des Skater-Radwegs auf der Trasse der Bäderbahn dem Projekt Rückenwind verschafft.

Der Landesbetrieb Straßenwesen hat vor, den Verlauf der B 168 zwischen Beeskow und Groß Rietz zu optimieren. Im Fokus steht eine Entschärfung der S-Kurve am ehemaligen Bahnübergang. Gleichzeitig soll nach den Plänen des Landesbetriebs ein straßenbegleitender Radweg entstehen. Nach den bisherigen Absprachen zwischen dem Landesbetrieb und der Gemeinde Rietz-Neuendorf soll der neue Radweg ab der Doppelkurve auf der ehemaligen Bahntrasse Richtung Groß Rietz verlaufen. Damit diese Festlegungen in das Planfeststellungsverfahren zum Straßen- und Radwegbau mit einfließen können, bedarf es eines verbindlichen Bekenntnisses der Gemeinde zum Bau des Radwegs. Am Montag haben die Gemeindevertreter einem entsprechenden Grundsatzbeschluss einstimmig zugestimmt. Bürgermeister Olaf Klempert, glühender Verfechter des Bahntrassen-Projekts,erläutert: „Dieser eindeutige Beschluss ist wichtig, um dem Landesbetrieb zu signalisieren: Wir bauen den Radweg auf jeden Fall“. Ansonsten wäre zu befürchten, dass der Landesbetrieb auf seine ursprüngliche Planung, nämlich den Radweg direkt neben der Bundesstraße bis zum Ortseingangsschild von Groß Rietz verlaufen zu lassen, zurückfällt. „Dann wäre unser Projekt mit der Bahntrasse tot gewesen“, ist Klempert sicher.

Statt tot nun also quicklebendig. Dabei reichen die Anfänge des Vorhabens schon zehn Jahre zurück. 2008 unterrichtet Klempert den damaligen Bundestagsabgeordneten Jörg Vogelsänger (SPD) über die Absichten der Gemeinde, im Falle einer Entwidmung der Strecke diese zu erwerben. 2010 verkauft die DB Netz AG die Strecke an die Scharmützelbahn GmbH. Die Gemeinde sicherte sich beim neuen Eigentümer das Vorkaufsrecht. 2011 wird die Strecke vom Bahnbetrieb offiziell „freigestellt“ . Im Juni 2013 erwirbt die Gemeinde den auf ihrem Gebiet liegenden Streckenabschnitt für 55 000 Euro. „Ich hatte im Vorfeld die Zusicherung von Beeskow und Bad Saarow, das sie die auf ihren Gebieten liegenden Teilabschnitte ebenfalls erwerben“, so Klempert.

Seit dem Kauf des Rietz-Neuendorfer Abschnitts wurde die Etappe auf Altlasten untersucht. Auch eine Vorplanung wurde erbracht. Mit der Planung wurde Manfred Rese, Chefplaner des Flaming-Skate, beauftragt. Er regte an, mit der Wahl eines feineren Bodenbelags die Strecke auch für Skater nutzbar zu machen.

Geplant ist im ersten Bauabschnitt, die Strecke von der Gemarkungsgrenze zu Beeskow bis zum stillgelegten Bahnhof Groß Rietz zu planen und zu bauen. Der Streckenabschnitt ist 1084 Meter lang, er soll auf eine breite von 2,50 Metern ausgebaut werden. Geplant sei den neuen Weg auf der Bahntrasse bis Bad Saarow durchzuziehen, so Klempert. „Diese Verbindung bringt einen Impuls für die ganze Region.“ Vor allem der Tourismus werde gestärkt. „Das wird  neue Arbeitsplätze schaffen“, ist sich Klempert sicher. Die Stecke sei auch für Einheimischen interessant: „Sie sind mit dem Rad schneller in Bad Saarow, als mit dem Auto!“

Mit dem Bau wird nicht vor dem Jahr 2020 gerechnet. Die Gemeinde wird die Zwischenzeit nutzen, um Fördermittel zu beantragen. „Die Gesamtmaßnahme umfasst nach der vorliegenden Kostenberechnung ein Volumen von 240 000 Euro“, heißt es im dem Beschluss.

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