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Das Wunderkammerschiff macht in Storkow Station / Nachmittags ist es für die Öffentlichkeit zugänglich

Ausstellung
Narwal-Stoßzahn, Muscheln und ein Krokodil

Bernhard Schwiete / 15.05.2018, 05:30 Uhr
Storkow (MOZ) In Vitrinen sind Seesterne, Schmetterlinge und ein Knochen eines Pottwals zu sehen. Sogar zum Anfassen gibt es ein Krokodil-Jungtier, den Stoßzahn eines Narwals und allerlei Edelsteine: Noch bis Donnerstag hat die MS John Franklin, das sogenannte Wunderkammerschiff, in Storkow angelegt. Besichtigt wird es von Schulklassen, aber auch für die Öffentlichkeit ist es bei freiem Eintritt zugänglich.

Zum ersten Mal macht das knapp 29 Meter lange und knapp fünf Meter breite Schiff in Storkow Station. Auf den Weg gemacht hat es sich aus Paretz im Havelland. „Wir kommen in Städte, die uns einladen“, sagt Kapitän und Schiffsführer Stefan Vens. Bei Storkow klappte das nur haarscharf. „In Philadelphia passt unser Schiff gerade so unter der Brücke hindurch“, sagt Vens. Nun hat die MS Franklin im Storkower Kanal an der „Gelben Welle“ zwischen Zugbrücke und Schleuse festgemacht. Seit Montag kommen jeden Tag drei Schulklassen zu Besuch. Heute und am Mittwoch jeweils von 15 bis 17 Uhr ist auch die Öffentlichkeit willkommen.

„Wir zeigen, was früher in Wunderkammern zu sehen war“, erläutert Vens. Das sind Gegenstände, die Seefahrer aus fernen Ländern mitbrachten. Dazu gehören präparierte Tiere und Knochen, Steine und Muscheln, aber auch ein historisches Fernrohr und ein Kompass. „Das Museum als Raum des Wissens, der Welterkundung und der kulturellen Debatten“ soll für Kinder mit dem Wunderkammerschiff erfahrbar werden, durch historische Objekte aus aller Welt, aus den Bereichen Kunst, Wissenschaft und Natur.

Das Interesse daran ist groß; auch die Fünftklässler aus der Storkower Europaschule, die am Montagmittag die Ausstellung besuchen, bestaunen sofort die Exponate. Dann erhalten sie eine kleine, ganz besondere Führung. Gleichtaltrige erläutern ihnen, was zu sehen ist – Schüler vom Campus Hannah Höch aus Berlin, die während der Tage in Storkow auf der MS John Franklin übernachten. Schiff und Ausstellungsobjekte befinden sich im Besitz der Helga-Breuninger-Stiftung und der Stiftung Olbricht. Gefördert wird das Projekt vom Land Brandenburg.

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