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Vernissage
Der Kreislauf des Fahrrads

Gebrauchsgegenstand als Kunstwerk: Peter Leyden erklärt, wie und wo die einzelnen Fahrrad-Fotos entstanden sind.
Gebrauchsgegenstand als Kunstwerk: Peter Leyden erklärt, wie und wo die einzelnen Fahrrad-Fotos entstanden sind. © Foto: Iris Stoff
Iris Stoff / 18.06.2018, 07:30 Uhr
Storkow Das Fahrrad steht im Mittelpunkt  der Schau „Life Cycles“ die am Freitagabend auf der Galerie des Storkower Burgsaals eröffnet worden ist. Diese Sommerausstellung folgt der Exposition über die Toilettengeschichte, welche eineinhalb Jahre lang viele Besucher nach Storkow lockte. „Die Region ist geprägt vom Fahrradtourismus, wir haben ein 300 Kilometer langes Netz von Radwanderwegen, und hier in Storkow lebt auch Didi Senft, der als Maskottchen der Tour de France bekannt ist“, erklärte Tourismusmanager Andreas Gordalla, warum das Thema Fahrrad gut hierher passe.

Bei einer Veranstaltung hatte er die in Fürstenwalde lebende Kanadierin Anne-Michelle Schieben kennengelernt. Die Künstleragentin kuratierte nun die neue Ausstellung auf der Storkower Burg. Zu sehen sind 25 eindrucksvolle Fotos ihres Landsmannes Peter Leyden. Der Grafikdesigner, Schriftsteller und Fotograf hat seine Werke bereits in zahlreichen internationalen Magazinen veröffentlicht. „Ich bin vor 18 Jahren von Kanada nach Europa gezogen und lebe jetzt in Berlin“, erzählte er und verriet: „Seitdem fahre ich kein Auto mehr, benutze nur öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad.“

Die Kamera habe er immer dabei, unterwegs entdecke er die Motive für seine Bilder.  In der Storkower Ausstellung kann der Besucher beim Rundgang auf der Galerie nun den Lebenskreislauf des Drahtesels nachvollziehen. Angefangen vom Dreirad eines Kleinkindes über das Jugendrad, die Wege zur Arbeit sowie das Fahrrad in den verschiedenen Jahreszeiten schließt sich der Reigen mit dem Foto „The Last Ride“. Da ragt dann nur noch der Teil eines Rades aus einem Müllcontainer.

Ergänzt werden die Fotos von Peter Leyden durch mehrere kuriose Radkreationen des Velodesigners Didi Senft. Darunter ist das kleinste Tridem der Welt, das bereits im Jahr 1988 ins Guinness-Buch der Rekorde aufgenommen worden ist.

Ebenfalls vertreten ist die Hönower Firma „Business auf Rädern“, die neben Drahteseln älterer Jahrgänge auch ihre zukunftsweisenden Elektrofahrräder präsentiert. Die Firma ist mit dem Projekt „Sonne auf Rädern“ der größte E-Bike-Verleiher in Brandenburg und berät Unternehmen beim umweltgerechten Umbau ihres Fuhrparkes.

Die Ausstellung kann bis zum 19. August innerhalb der Öffnungszeiten der Burg (täglich von 10 bis 17 Uhr) besichtigt werden. Ab September wird dann anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des Naturparkes Dahme-Heideseen eine Ausstellung folgen, die dem Thema Naturpark gewidmet ist.

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