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Pläne
Caféteria für die Burg

Im Balkansaal der Burg Beeskow kann seit einiger Zeit wieder geheiratet werden. Jetzt get es an weitere inhaltliche Modernisierungen.
Im Balkansaal der Burg Beeskow kann seit einiger Zeit wieder geheiratet werden. Jetzt get es an weitere inhaltliche Modernisierungen. © Foto: Olaf Gardt
Olaf Gardt / 24.09.2018, 19:06 Uhr - Aktualisiert 25.09.2018, 15:32
Beeskow (MOZ) Burgdirektor Arnold Bischinger hat vor dem Kultur- und Bildungsausschuss der Stadt skizziert, wie sich sein Haus in den kommenden Monaten entwickeln wird. Vor allem das Musikmuseum soll mehr Besucher auf die Burg locken.

Mit 15 000 Besuchern rechnet Arnold Bischinger bis zum Jahresende auf der Burg, 2500 mehr als im Jahr zuvor. Da war das Programm wegen der Bauarbeiten im Alten Amt stark eingeschränkt. Auch  diese Jahr tauge nicht wirklich als Maßstab, weil das Musikmuseum erst Ende Mai geöffnet hat. Auch größere Konzerte und Lesungen finden erst seitdem wieder auf der Burg statt.

In den kommenden Monaten sollen es mehr Gäste werden, die in den historischen Mauern begrüßt werden. Dabei will Bischinger nicht nur Touristen, sondern vor allem die Beeskower selbst als Besucher gewinnen. „Willkommen auf Ihrer Burg Beeskow“ heißt deshalb auch sein Begrüßungssatz, wenn Beeskower in das Haus kommen.

Besuchermagnete der Burg waren in den vergangenen Jahren immer wieder die Mittelalterspektakel. Der Veranstalter wechselte unter anderem wegen der Bauarbeiten nach Storkow. Er sei in Gesprächen, ein mindestens gleichwertiges Angebot wieder nach Beeskow zu holen, so Bischinger. 3000 Besucher hofft er im kommenden Jahr in das Musikmuseum zu locken. Das soll nicht nur mit den schon laufenden Führungen geschehen. Wie zur Eröffnung werden auch künftig wieder Konzerte in den Museumsräumen stattfinden.

Mit einem Kaffeeautomaten, Keksen und kleinen Küchlein, die man in einer Sitzecke neben dem Museumstresen genießen kann, hat die Burg seit der Neueröffnung auch ein kleines gastronomisches Angebot. Zu wenig, findet Bischinger. Um die Aufenthaltsqualität zu steigern, ist die Einrichtung einer Caféteria mit regelmäßigen Öffnungszeiten sein Ziel.

Gleichzeitig wird es weitere Veranstaltungen der Reihe „Burg on Tour“ geben. Der Auftakt erfolgte im April in der katholischen Kirche. Dort war das theater 89 zu erleben, das das Walter-Jens-Stück „Der Fall Judas“ aufführte. Im kommenden Jahr könnte die Kantine im Spanplattenwerk ein Spielort sein, hofft Bischinger. Verantwortung wird das Burgteam zudem für den bei den Beeskowern beliebten „Fernwehbilderbogen“ übernehmen. Der wird künftig nicht mehr im Schukurama, sondern im Schützenhaus gezeigt. Das bietet wesentlich mehr Zuschauern Platz als der Kinosaal.

Auch der Aufbau der Ausstellungen auf der Burg wird sich in den kommenden Monaten verändern. Vor allem der Bergfried steht dabei im Fokus. Dort dauerhaft etwas zu präsentieren ist schwierig. Die Räume sind klein und nicht beheizbar. Das schließt viele Nutzungen aus. In dieser Woche ziehen erst einmal die Beeskower Gymnasiasten ein: Am Freitag heißt es „Mach auf“. Dann wird ab 14 Uhr die Ausstellung mit Arbeiten aus dem Kunstunterricht eröffnet. Gezeigt werden Fotografien und Collagen, Poster und Schriftplakate, Plastiken und natürlich auch gemalte Bilder. Die Schau wird bis zum 25. November zu sehen sein.  Später soll im Bergfried die Geschichte der Burg erzählt werden.

Die Berufungszeit für den Burgschreiber wird von sechs auf fünf Monate reduziert. Dafür soll das Salär auf monatlich 1000 Euro erhöht werden. An der Residenzpflicht während der Amtszeit wird festgehalten. Außerdem kann sich Bischinger weitere Stipendien vorstellen. Beispielsweise ein wissenschaftliches Stipendium für das Kunstarchiv, das noch in diesem Jahr vom alten Speicher in das frühere Kreisarchiv umziehen wird.

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