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Stadt will dazu beitragen, gerechte Produktions- und Handelsbeziehungen zu stärken / Rouanet-Gymnasium Vorreiter

Initiative
Beeskow hält an Fairtrade-Zielen fest

Arbeiten am Faitrade-Projekt mit: Johannes Markus Noack, Martin Löffler und Johanna Schladebach vom Unesco-Team am Rouanet-Gymnasium Beeskow
Arbeiten am Faitrade-Projekt mit: Johannes Markus Noack, Martin Löffler und Johanna Schladebach vom Unesco-Team am Rouanet-Gymnasium Beeskow © Foto: Jörg Kühl
Jörg Kühl / 27.11.2018, 07:00 Uhr
Beeskow (MOZ) Die Stadt Beeskow strebt weiterhin die Auszeichnung „Fairtrade-Town“ an. Das bekräftigte Bürgermeister Frank Steffen am Eröffnungstag der Rouanet-Projektwoche. Im Rahmen  der Veranstaltung wurde unter anderem das Fairtrade-Projekt, an dem sich die Schule seit zehn Jahren beteiligt, vorgestellt. Das Gymnasium hatte im Januar dieses Jahres die Auszeichnung „Fairtrade-Schule“ erhalten, sie ist die östlichste Schule mit diesem Label in Deutschland.

Nun soll der Fairtrade-Gedanke auf die ganze Stadt übergreifen. Im Frühjahr hat eine Delegation des Gymnasiums den Bürgermeister aufgesucht und ihm die Idee der städtischen Auszeichnung vorgestellt. „Herr Steffen war spontan angetan“, erinnert sich Rouanet-Lehrer Dirk Orth, der die Unesco-AG, unter der auch die Fairtrade-Aktivitäten durchgeführt werden, leitet.

Auch die Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung zeigten sich interessiert. Noch vor der Sommerpause erfolgte ein Grundsatzbeschluss in der Stadtverordnetenversammlung, das Label „Fairtrade-Town“ anzustreben. Es wäre neben „Stadt mit historischem Stadtkern“ und dem „European Energy Award“ eine weitere Auszeichnung der Stadt. Wie Steffen mitteilt, soll im Januar eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden, die sich mit der inhaltlichen Umsetzung des Fairtrade-Gedankens auf städtischer Ebene beschäftigt.

Laut dem Grundsatzbeschluss umfasst die Gruppe den Bürgermeister, einen weiteren Vertreter der Stadtverordnetenversammlung, einen Vertreter des Gymnasiums, einen Einzelhändler sowie die Altstadtmanagerin Kerstin Müller. Eine der Aufgabe der Arbeitsgruppe wird sein, die Fairtrade-Potentiale der Stadtverwaltung auszuloten. „Wir haben erst sporadisch damit angefangen, beispielsweise durch den Kauf von fairem Kaffee“, so Steffen. Die Stadt wolle  ihren Beitrag dazu leisten, geregelte Lebensverhältnisse in den Herkunftsländern der Produkte zu schaffen. Zu den Voraussetzungen zählt unter anderem, dass der Einzelhandel Fairtrade-Produkte an­bietet.

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