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Weihnachtsmärkte
Mit Bratenduft in der Nase

Elke Lang, Ruth Buder, Jörg Kotterba / 02.12.2018, 21:05 Uhr
Beeskow Am Wochenende wurde die Adventszeit stimmungsvoll eingeläutet. Zahlreiche Besucher strömten auf die Weihnachtsmärkte, darunter in Beeskow, Klein Briesen und Speichrow.

Stollen-Anschnitt mit dem Bürgermeister, jede Menge Anlaufpunkte in und vor St. Marien, Kaffeetafel in der Alten Schule: Stimmungsvoller konnte Beeskow am Wochenende nicht in die Adventszeit starten. Altstadtmanagerin Kerstin Müller hatte allein 26 Stände im festlich geschmückten Gotteshaus aufbauen lassen.  Dort priesen Künstler wie der Frankfurter Holzbildhauer Olaf Götze und Vereine und Interessengruppen wie Helga Helm aus Brieskow-Finkenheerd mit den Freundinnen Doris und Ines ihre Produkte zum Kauf an. „Wir kommen regelmäßig in unserer Töpferwerkstatt zusammen, basteln Keramik. Von unseren Einnahmen fließt ein Großteil immer in einen Spendentopf“, erzählte  Helga Helm. „Im vorigen Jahr kamen 400 Euro für die Frankfurter Löwenkindern zusammen – ein Kompetenznetzwerk für Kinder, die an schweren Erkrankungen leiden.“ Und 2018? „Das soll eine Überraschung für Heiligabend werden...“ Weihnachtsmarkt-Premiere auf dem Kirchplatz feierten die Kummersdorfer Griller um Ortsvorsteher Enrico Graß. Ihre beste Leckerei: der Lamm-Burger. „Köstlich!, schwärmte Festbesucherin Karin Lange. „Der Weihnachtsmarkt hier ist wirklich Spitze.“

„Wir haben bei uns in Speichrow soviel tolle Leute im Dorf, die etwas können, diese Ressourcen muss man nutzen, um zu zeigen, dass man auch in kleinen Dörfern Atmosphäre zaubern kann“, erklärte Franca Neubert die Idee im vorigen Jahr, das erste Mal einen Weihnachtsmarkt zu veranstalten. Am Sonnabend luden Ortsvorsteher Klaus-Rainer Donner, sie mit Jana Hofmann und als Hauptorganisator Tobias Nopper zum zweiten Weihnachtsmarkt in Speichrow ein. Von den 90 Einwohnern beteiligt sich „ein harter Kern von 15 Leuten, aber letztendlich das ganze Dorf irgendwie“, erzählte Franca Neubert, die selbst mit Jana Hofmann einen Stand unterhält, der mit ihrem und Inka Lumers Büchlein „Jurij, der Schweinehirte vom Schwielochsee“ von eigener Kreativität zeugt. Überall ist für einen kleinen Obolus Selbstgemachtes zu finden, ob zum Essen, zum Basteln, zum Dekorieren. „Der Erlös fließt in die Dorfgemeinschaftskasse für Märkte und kleine Feste“, freut sich Carolin Welzel, die Kinderschminken durchführte, während zum Beispiel Waltraud Lehmann Schneemänner aus Mineralwasserflaschen anbot und Annegret Kermas selbst hergestellte Schneesterne aus Papier. Dieses alles und ein abwechslungsreiches Programm machen den besonderen Charme dieses kleinen Weihnachtsmarktes aus.

„In der Weihnachtsbäckerei gibt’s so manche Leckerei“ – mit diesem stimmungsvollen Lied begrüßten die kleinen Weihnachtsmänner des Akkordeonorchesters Oder-Spree die Gäste in Klein-Briesen. Schon zum zehnten Mal fand der gemütliche Weihnachtsmarkt statt, der sich am Sonntag ab 14 Uhr trotz des Nieselregens zusehends füllte. Unter den zahlreichen Besuchern waren auch Gabriele und Siegfried Gliese aus Beeskow, die es hier immer besonders gemütlich finden. Als Erinnerung nahmen auch sie sich zwei der blau-weißen Glühweinbecher mit, die aus Anlass des Jubiläums verkauft wurden. Rund 30 Kuchen hatten die Dorffrauen gebacken, es gab Herzhaftes von Galloway-Rind, Fisch, Kartoffelpuffer und Waffeln. Das selbstgebackene Brot der Familie Kussatz war schnell ausverkauft. Unter der großen Tanne brannte ein Feuer, daneben hüpften im Streichelzoo die Kaninchen. An dem liebevoll eingeübten Programm der „Waldflöhe“ aus Grunow erfreuten sich die Großen und Kleinen, und der Posaunenchor Müllrose war ebenfalls wieder mit von der Partie. Die Gäste schlemmten, schlenderten an den Ständen vorbei und begrüßten schulterklopfend immer wieder alte Bekannte.

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