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Advent
Spiele aus der DDR

Spiele so weit das Auge reicht: Besucher Daniel Beck testet im Eisenhüttenstädter Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR den Würfelklassiker „Wirbel“.
Spiele so weit das Auge reicht: Besucher Daniel Beck testet im Eisenhüttenstädter Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR den Würfelklassiker „Wirbel“. © Foto: Larissa Benz
Larissa Benz / 06.12.2018, 06:30 Uhr
Beeskow/Eisenhüttenstadt. (MOZ) Der Advent ist ideal, um mehr Zeit als sonst mit der Familie oder Freunden zu verbringen. Das Oder-Spree Journal stellt in seiner Vorweihnachtsserie Ideen vor, wie man diese besinnlichen Stunden spielerisch gestalten kann.

Wer sich für Spiele aus der DDR interessiert, für den lohnt sich momentan ein Ausflug nach Eisenhüttenstadt in das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR. Regale voller Spiele und die Möglichkeit, sie zu testen, gibt es dort noch bis zum 3. März 2019 in der Sonderausstellung 10 000 Kubikmeter Alltag.

Über mehrere Regalebenen stapeln sich die Spiele, die Bürger dem Museum gespendet haben. An diesem Ort kommen sicher bei vielen Kindheitserinnerungen auf: In einer Ecke sitzt Pittiplatsch, in der anderen lädt der „Original Puppendoktor“ zum Spielen ein.

„Sehr gut kommt bei unseren Besuchern der Steckbaukasten an“, sagt Marcus Noack, der oft die Aufsicht in den Räumen der Sonderausstellung übernimmt. Auch der Kaufmannsladen wecke bei vielen Kindheitserinnerungen. Bei Kindern, die mit ihren Eltern die Ausstellung besuchen, sei besonders der Zauberkasten beliebt.

Das Dokumentationszentrum präsentiert Objekte des DDR-Alltags für nachfolgende Generationen und erschließt diese mit Ausstellungen, Publikationen und Forschungsprojekten für das historische Verständnis. Die Ausstellungsgegenstände sind von Bürgern oder Institutionen gespendet.

Mit dem Zeigen der kompletten Spielzeug-Sammlung in der Sonderausstellung wird  dem Besucher nicht nur ein Stück DDR-Geschichte präsentiert, sondern er kann dadurch auch erkennen, welche Brettspiele in besonders vielen Wohnzimmern Pflicht waren. So stapeln sich im Regal mehrere Varianten des Combina-Spiels „Wähle mit“ zum Üben der Rechtschreibung. Der Clou der Ausstellung ist, dass die Spiele nicht nur stille Regalhüter sind, sondern von den Besuchern unter Aufsicht auch getestet werden dürfen. Das bietet die  Möglichkeit, ein Stück Alltag aus der DDR auch den Generationen zugänglich zu machen, die erst nach der Wende geboren sind.

In vielfacher Ausführung entdeckt der Besucher der Sammlung auch das Rechenlotto, Geduldsspiele und die „Wanderung im Harz“. Es steht für eine Reihe von Reisespielen, die in der DDR herausgebracht wurden. Die Wanderung startet im Pionier-Zeltlager Wernigerode. Gewinner ist, wer als Erster über Orte wie Quedlinburg und die Diabas-Steinbrüche den Anfangsort erreicht.

Die Ausstellung bietet auch die Möglichkeit, zu Gegenständen, mit denen man besondere Erinnerungen verbindet, auf Kärtchen ein paar Sätze aufzuschreiben. „Meine Mutter hat früher erst mit mir und später mit meiner Tochter stundenlang Steckhalma gespielt“, schreibt ein Besucher. Das zeigt, dass die Spiele auch nach dem Ende der DDR weiter ihren festen Platz in so mancher Familie haben.

Die Ausstellung „10 000 Kubikmeter Alltag“ ist noch bis zum 3. März 2019 im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR in Eisenhüttenstadt zu sehen. Sie ist dienstags bis sonntags  und an Feiertagen von 11 bis 17 Uhr  geöffnet.

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Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, schickt seinen Text an die E-Mail-Adresse beeskow-red@moz.de

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