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Gosen-Neu Zittau muss 85 000 Euro nachschießen / Heizung funktioniert noch nicht so, wie sie soll

Neugestaltung
Kostenexplosion beim Dorfplatz abgesegnet

Symbolbild
Symbolbild © Foto: dpa/Jens Wolf
Joachim Eggers / 06.12.2018, 21:08 Uhr
Gosen-Neu Zittau (MOZ) Die allseits bejubelte Neugestaltung des Dorfplatzes mit der rekonstruierten Remise hat unterm Strich 85 000 Euro mehr gekostet als geplant, statt 322 000 Euro jetzt 406 500 Euro. Die Ursachen sind vielschichtig. Die Gemeindevertretung hat die Mehrausgaben am Mittwochabend abgesegnet. Das Geld muss aus dem Gemeindehaushalt finanziert werden.

Thomas Schölzchen, der Vorsitzende des Ortsentwicklungsausschusses, der das Projekt von Anfang an federführend begleitet und den – letztlich erfolgreichen – Antrag auf EU-Fördermittel gestellt hat, legte detailliert dar, woran es gelegen hat. Da waren zum Beispiel Kellergewölbe der einstigen Gaststätte auf dem Dorfplatz, durch die die Bauarbeiter sich bohren mussten. Dann ist da die Sache mit der Heizung. Die angrenzende Heimatstube, die eine alte Heizung hat, sollte mit angeschlossen werden; dafür wurde eine neue Gastherme installiert. Vorgesehen ist, dass mit zwei Regelkreisen Remise und Heimatstube getrennt voneinander beheizt werden können; die Heimatstube wird viel mehr genutzt. Das getrennte Heizen klappt immer noch nicht, sagte Marlies Zibolsky, die Vorsitzende des Heimatvereins. Das Los Heizung-Lüftung-Sanitär ist in seinem Kostenvolumen von 14 607 auf 46 163 Euro regelrecht explodiert, allerdings hat das auch mit Verschiebungen von Positionen zu tun. Frank Nakoinz, der am Ende als einziger mit Nein stimmte, kommentierte kopfschüttelnd: „Für das Geld kriegt man doch drei Heizungen.“ Die getrennten Regelkreise sollen noch kommen, die Firma ist noch nicht bezahlt.

Schölzchen bemängelte, dass auch er von der Bauverwaltung nicht alle Auskünfte bekommen habe, die er wollte. Amtsdirektor Joachim Schröder konnte dazu im Einzelnen nichts sagen. Günter Sierakowski von der Fraktion „Bürgernah“ rügte, dass er erst so spät von der Kostensteigerung erfahre. Schröder habe zweimal auf steigende Kosten hingewiesen, erwiderte Andreas Heibuch.

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