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Handball
Torschützen-Königin bei Rot-Weiß

Auf dem Team-Thron: Marilyn Mochow wird im Training von ihren Mitspielerinnen auf Händen getragen.
Auf dem Team-Thron: Marilyn Mochow wird im Training von ihren Mitspielerinnen auf Händen getragen. © Foto: Roland Hanke
Roland Hanke / 04.01.2019, 02:15 Uhr
Friedland (MOZ) Die Umfrage nach den populärsten Sportlern des Jahres 2018 in Oder-Spree läuft bis zum 12. Februar. Drei Tage später werden die Sieger im Atrium des Landratsamtes in Beeskow geehrt. Bis dahin stellen wir in loser Folge alle 36 Kandidaten vor. Heute: Handballerin Marilyn Mochow vom SSV Rot-Weiß Friedland.

Mit Turnieren im Grundschulsport in Friedland begann vor 13 Jahren ihre Leidenschaft für den Handball. „Es hat von Anfang an Spaß gemacht – und das ist auch heute noch so“, sagt Marilyn Mochow, die aus dem Ortsteil Pieskow der Stadt Friedland stammt. Dort hat sie bis vor drei Jahren auch bei ihren Eltern Simone und Andreas gewohnt, ehe sie mit ihrem Freund Oliver Blasche eine gemeinsame Wohnung in Beeskow bezog.

Mit den Frauen des SSV Rot-Weiß Friedland spielt die 23-Jährige, die noch eine ältere Schwester Janine hat, derzeit in der dritten Saison in der Verbandsliga Süd. Mit dem momentanen fünften Platz und dem ausgeglichenen Punktekonto (8:8) kann die Rückraumspielerin leben. „Bis auf ein, zwei Teams können wir alle schlagen. Doch der Erfolg hängt auch davon ab, wie wir in dem jeweiligen Spiel besetzt sind“, erklärt Marilyn Mochow.

Und sie selbst hat großen Anteil daran, dass sich die Rot-Weißen um Trainer Bernd Klinkisch in der Verbandsliga etablierten, denn sie ist Torschützen-Königin ihres Teams. In der vorigen Saison erzielte sie für den SSV, der Achter wurde, 118 Treffer in 16 Partien und belegte damit Platz 2 in der Statistik aller Spielerinnen der Verbandsliga Süd. Auch in der aktuellen Saison liegt sie mit 61 Toren aus sieben Spielen an zweiter Stelle, nur sechs Treffer hinter der Führenden, die acht Partien absolvierte.

Im Greifen nach der Spitze der Torschützenliste hat sie mit Vanessa Schreiber – mit 108 Treffern 2017/18 und jetzt mit 52 jeweils Fünfte der Verbandsliga – im eigenen Team eine Konkurrentin. „Wir sind keine Konkurrentinnen. Wir versuchen beide, das Beste zu erreichen. Und es wäre schön, wenn eine von uns am Ende ganz oben stehen würde“, sagt Marilyn Mochow, die im März ihr duales Studium für Gesundheits-Management beenden und danach weiter in der Region arbeiten und weitere Ausbildungen machen will. Seit mehr als vier Jahren ist sie im Multifitnessclub von Ralf Becker in Beeskow tätig und schrieb gerade ihre Bachelor-Arbeit „Kurskonzept für Sport in der Schwangerschaft“.

Fitness im Studio, Spazieren gehen mit den beiden Hunden der Eltern in Pieskow und das Lesen von Thrillern zählen zu den Hobbys von Marilyn Mochow, die neben den Frauen zusätzlich auch einmal in der Woche bei den Männer des Vereins mittrainiert. Handball spielen will sie, „so lange mich meine Knochen tragen“. Im Team herrsche ein gutes Klima. Mit vielen spiele sie schon lange zusammen, so mit den Schreiber-Zwillingen und Sara Misterek seit der Jugend.

Neben ihrer Torgefährlichkeit wird an ihr geschätzt, „dass Marilyn eine Teamplayerin und immer Verlass auf sie ist“, wie ihre jahrelange Mitspielerin und jetzige Co-Trainerin Sabine Schumann sagt. „Sie versucht auch immer, ihre Teamkolleginnen gut in Szene zu setzen.“ Neben dem Torewerfen, „das mir am meisten Spaß macht“, liebt Marilyn Mochow, die anfangs unter Trainer Henrik Schlünz in ihrem Sport nach vorn gebracht wurde, den Körperkontakt im Spiel. „Und mit immer neuen Gegnerinnen wird es nicht langweilig.“

Das Wichtigste sei aber, „dass Handball ein Teamsport ist, in dem man allein nichts erreichen kann. Ohne die Unterstützung meiner Mitspielerinnen und Trainer könnte ich auch nicht erfolgreich sein“, sagt Marilyn Mochow. Und sie findet zugleich großen Rückhalt in der Familie, denn zu den Heimspielen in der Beeskower Halle kommen neben Eltern und Freund auch „Oma Heidi sowie Oma Hertha und Opa Otto. Darüber freue ich mich immer sehr – und natürlich auch über die Unterstützung der anderen Zuschauer.“

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