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Heimatgeschichte
Personalnot schränkt ein

Altes Schulzimmer: Andé Parade von der Luwig-Leichhardt-Gesellschaft in einem der Museumsräume.
Altes Schulzimmer: Andé Parade von der Luwig-Leichhardt-Gesellschaft in einem der Museumsräume. © Foto: Larissa Benz
Larissa Benz / 09.01.2019, 23:30 Uhr - Aktualisiert 10.01.2019, 09:00
Trebatsch (MOZ) Das Ludwig-Leichhardt-Museum Trebatsch hat immer wieder mit Herausforderungen zu kämpfen. Aktuell wurde eine Stelle gestrichen, sodass das Museum nur noch donnerstags geöffnet hat.

André Parade hat mit dem Leichhardt-Museum schon viel erlebt. Ideen gibt und gab es viele, doch oft scheitern sie aus finanziellen Gründen. Immer noch bedauert der Vorsitzende der Ludwig-Leichhardt-Gesellschaft, dass ein verbindendes Museumsprojekt nicht zu Stande kam. Anlässlich des 200. Geburtstages des Australienforschers im Jahr 2013 entstand damals die Idee, neben dem Museum in Trebatsch eines in Beeskow und in Goyatz aufzubauen. „Wir hätten die Region dann  als Leichhardt-Land auch besser touristisch vermarkten können“, betont Parade. Das damals entworfene Plakat steht noch im Museum, das Projekt konnte sich letztendlich aber nicht durchsetzen.

Momentan hat das 1988 errichtete Museum, das das Leben des Australienforschers vorstellt, mit personellen Problemen zu kämpfen. Eine geförderte Stelle aus dem Bundesprogramm „Soziale Teilhabe“ ist ausgelaufen: „Wir waren mit der Mitarbeiterin sehr zufrieden“, sagt Parade. Umso mehr bedauere er es, dass die Öffnungszeiten nun reduziert werden mussten: Momentan ist das Museum nur noch donnerstags von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Zuvor war es auch an anderen Wochentagen und sonntags für Besucher zugänglich. Parade hat nach eigenen Angaben in dieser Sache schon Gespräche mit dem Landkreis geführt.

Weiterhin hängt draußen ein Schild mit einer Telefonnummer, die gewählt werden kann, wenn das Museum geschlossen ist. Parade gibt aber zu, dass es den Ehrenamtlichen in vielen Fällen nicht möglich ist, spontan zu kommen: „Wir sind ja alle berufstätig.“

Für das Jahr 2019 hat der Verein, der aus fünf Vorstandsmitgliedern und laut Parade aus rund 50 weiteren zahlenden Mitgliedern besteht, wieder ein Vortrags- und Veranstaltungsprogramm auf die Beine gestellt. Es findet an elf Donnerstagen im Jahr jeweils ab 19 Uhr im Museum statt.

Vorbei an einer Büste, Karten von Leichhardts Expeditionen bis hin zu Didgeridoos, die dem Museum gespendet wurden, können Besucher nicht nur auf den Spuren Leichhardts, sondern generell durch den fünften Kontinent wandern. Ergänzt wird die Ausstellung von Beschreibungen der ersten Expedition Leichhardts in Australien bis hin zu Erklärungsversuchen, warum Leichhardt in Australien viel bekannter ist als in Deutschland: „In Preußen galt Leichhardt damals als Deserteur“, erzählt Parade. In Australien hingegen begegnet man Leichhardt vielerorts: am Highway etwa oder im Namen eines Fußballvereins. Nicht zuletzt ist in Sydney ein Stadtteil nach dem Expediteur benannt, der bei einer seiner Forschungsreisen 1848 in Australien verschollen ist.

Veranstaltungen

10. Januar: Abenteuer auf der Halbinsel Kola, 31. Januar: Arktis, 7. März: Gespräche über das schweigende Klassenzimmer, 28. März: Australien, 2. Mai: Senioren ohne Handy mit dem Kanu unterwegs, 6. Juni: Offene Gärten, 4. Juli: Leben und Werk Ludwig Leichhardts, 1. August: Leichhardt und die Wahrung seines Vermächtnisses in Deutschland, 5. September: Ausflug zur Leichhardt-Hütte Mochow, 28. September: Leichhardt-Lauf, 24. Oktober: Unterwegs in Afrika, 7. November: Kuba – eine warme, arme DDR vor der Wende?, 5. Dezember: Jahresausklang mit der Räuberband.

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