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Mehr Paare trauen sich

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Larissa Benz / 11.01.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 11.01.2019, 09:53
Beeskow (MOZ) Zehn Paare mehr als noch im Vorjahr gaben sich 2018 in Beeskow das Ja-Wort. Neu ist, dass auf einem Görziger Reiterhof und im Schloss Glowe geheiratet werden kann.

Warum die Zahl mit 98 Hochzeiten so deutlich im Vergleich zu 2017 angestiegen ist, kann sich die Leiterin des Standesamtes, Andrea Goldschmidt, auch nicht erklären: „Die Gründe kenne ich nicht“, sagt sie schmunzelnd. Die Trauungen fanden über das ganze Jahr verteilt statt. Die traditionell stärkste Zeit war demnach zwischen Mai und September. „Die letzte Eheschließung 2018 war am 29. Dezember“, erklärt Andrea Goldschmidt.

Auffällig sei, dass Schnaps-Zahlen als Hochzeitstermin gar nicht mehr so gefragt sind: „Paare richten sich viel mehr nach ihrem Jahrestag oder generell, wann eine Location für die Feier frei ist“, sagt die Standesbeamtin. Unter den 98 Trauungen waren auch drei gleichgeschlechtliche, die seit 2017 möglich sind, nachdem die so genannte „Ehe für alle“ eingeführt wurde.

Eine Reservierung des gewünschten Trautermins ist beim Beeskower Standesamt ein Jahr im Vorhinein möglich. Die Eheschließung kann frühestens sechs Monate vor dem Termin bei der der Behörde angemeldet werden. Trauungen sind grundsätzlich von Montag bis Freitag und an einzelnen, ausgewählten Samstagen möglich. Zwei Standesbeamte kümmern sich in der Behörde momentan um die Trauungen.

Neben dem Trauzimmer im Beeskower Rathaus, wo 45 Menschen Platz finden, sind Eheschließungen weiterhin auf der Burg Friedland, im Schloss Krügersdorf, in der Alten Försterei Briescht, im Observatorium Lindenberg und beim Landhof Septemberwiese in Neuendorf möglich. „Besonders die Alte Försterei ist wegen ihrer urigen Atmosphäre sehr beliebt“, erzählt Andrea Goldschmidt.

Neu hinzugekommen ist außerdem der Rüsterhof, ein Reiterhof in Görzig, der neu als Trauzimmer gewidmet ist. 2019 sollen außerdem erstmals Trauungen im Schloss Glowe möglich sein.

Ein Ort wird automatisch zum Trauraum gewidmet, wenn dort einmal eine standesamtliche Eheschließung stattgefunden hat. „Das ist vielen Leuten gar nicht bewusst, wenn sie sich zum Beispiel in ihrem Garten eine Trauung wünschen“, betont Andrea Goldschmidt. Das bedeute, dass man diesen Ort dann generell für Trauungen zur Verfügung stellen müsse.

Für die wohl kurioseste Geschichte sorgte im Dezember 2018 die Berliner Familie Beeskow, die sich, natürlich wegen ihres Familiennamens, in Beeskow trauen ließ. Die Kreisstadt kannte sie vorher aber gar nicht. Ein Foto vor dem Ortseingangsschild durfte da auch nicht fehlen.

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