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Alte Obstbäume richtig schneiden

Baumschnitt in der Praxis: Franz Heizendorfer zeigt in Groß Schauen wie man den Obstbaum richtig in Form bringt.
Baumschnitt in der Praxis: Franz Heizendorfer zeigt in Groß Schauen wie man den Obstbaum richtig in Form bringt. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 11.02.2019, 06:30 Uhr - Aktualisiert 11.02.2019, 15:11
Groß Schauen (MOZ) Wer in einem Naturpark lebt, sollte auch auch seinen Garten so anlegen, dass dieser sich einfügt. „In mir spricht der Imker“, sagt Holger Ackermann, der Ortsvorsteher von Groß Schauen, das zu den Naturparkgemeinden gehört.

„Wir wollen die Natur bunt haben und freuen uns über viele Blüten.“ Dem Wunsch kam die Leiterin des Besucherzentrums Naturpark Dahme-Heideseen in Storkow nach, die Biologin Sarah Mamerow. Auf seinen Wunsch organisierte sie am Sonnabend den Schnitt von Obstbäumen an der Gemeindestraße nach Philadelphia.

Das geschah im Rahmen der von Januar bis Juni laufenden Veranstaltungsreihe „Du und Dein Garten im Naturpark“. Bei ihren ersten zwei Februar-Veranstaltungen, die sehr gut besucht waren, ging es jeweils in einem Theorie- und einem Praxisseminar um Obstbaumpflege.

Unter den Teilnehmern findet Sarah Mamerow „immer wieder einige bekannte Gesichter besonders aus Storkow“, aber es kommen auch welche aus Berlin, Friedland und Erkner. „Ich versuche die Praxis-Veranstaltungen im Naturpark zu streuen“, erklärte sie, „denn ich möchte die Anwohner mitnehmen, dass sie ihre Obstbäume hier pflegen.“ Am letzten Wochenende wurden junge Obstbäume in Kossenblatt geschnitten, an diesem Sonnabend ging es in Groß Schauen um alte Obstbäume. Im vorigen Jahr fand ein Praxis-Seminar an Obstbäumen beim Biobauern Jan-Peter Vogel in Busch statt, bei dem im Herbst wieder eine Veranstaltung vorgesehen ist.

„Die Leute lernen etwas für ihren eigenen Garten, und hier in Groß Schauen gibt es als positiven Nebeneffekt den Schnitt von vernachlässigten Obstbäumen an einer öffentlichen Straße“, freut sich die Biologin. Mit Franz Heizendorfer, der sich als Mitarbeiter im Biogarten Prieros speziell der Obstbaumpflege annimmt, hat sie einen ausgewiesenen Fachmann als Referenten an ihrer Seite.

Die Philadelphiaer Straße war vor rund zehn Jahren als Kreisstraße auf eine Gemeindestraße umgewidmet worden. „Hier stehen noch von früher etwa dreißig alte Birnbäume. Ich wollte, dass der Charakter der Obstbaumallee erhalten bleibt und ließ etwa sechzig Obstbäume nachpflanzen, darunter auch alte Apfelsorten“, erzählt der Ortsvorsteher. „Zur Zeit sind viele in einem nicht so guten Zustand. Sie müssten für einen ordentlichen Fruchtertrag in Form gebracht werden.“

Holger Ackermann freut sich über die „tolle Zusammenarbeit mit dem Besucherzentrum“. Allerdings sind in der Zeit nur einige wenige Bäume zu schaffen. „Aber das Beschneiden an dieser Straße hier ist ein Langzeitprojekt“, verspricht Sarah Mamerow. „Im nächsten Jahr gucken wir uns an, ob der Schnitt erfolgreich war, und nehmen die nächsten Bäume dran.“ Nach dem Lernteil ging es in die Kita, wo bei einer Suppe in geselliger Runde gefachsimpelt werden konnte.

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