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Bildung
Die Bibliothek ist kulturelle Mitte von Beeskow

Symbolfoto: pixabay
Symbolfoto: pixabay © Foto: pixabay
Olaf Gardt / 26.02.2019, 22:30 Uhr
Beeskow (MOZ) 24 000 Besucher hat die Beeskower Bibliothek im vergangenen Jahr gezählt. Die kamen nicht nur, um Bücher auszuleihen, sie waren auch Gäste der mehr als 200 Veranstaltungen.

Die Karten für die Whisky-Lesungen im Kupferkeller gab es schon wenige Tage nach Ankündigung der Veranstaltungen nicht mehr. „Die Leuten lieben so etwas. Literatur und und etwas Gastronomie“, sagt Bibliothekschefin Ines Pöschke. Deshalb will sie auch in diesem Jahr ähnliche Veranstaltungen anbieten. Am 25. April gibt es Büchertipps aus der Bibliothek mit Fingerfood & Wein im Bibka. Im November, zum Start der Lesejahreszeit, wird die Veranstaltung wiederholt. Außerdem stellen Autoren ihre Bücher in der Bibliothek vor, ein Magier kommt. Schon heute bereitet das Gymnasium eine Ausstellung anlässlich des Fontanejahres vor. „Wir verstehen uns als kultureller Treff für alle Generationen in der Stadt“, sagt die Ines Pöschke. Auch deshalb ist in der Bibliothek die Außenstelle der Volkshochschule zu finden, gibt es hier regelmäßig Energieberatungsstunden der Verbraucherzentrale.

Noch stärker als bisher soll das Bibka, das Bibliothekscafé, Teil des kulturellen Treffs werden. Ein Kaffeestündchen bietet Ines Pöschke deshalb jeden 2. Dienstag im Monat ab 14 Uhr an. Sie hofft, dass sich in der Folge kleinere Gruppen spontan zum Bibka-Treff verabreden. Wer will, kann auch in der Gruppe „Kreative und Buchliebhaber“ mitmachen, die sich jeden 3. Dienstag ab 10 Uhr triff. Gemeinsam hört man Geschichten, nebenbei entstehen thematisch passende Basteleien.

Nicht zu vergessen ist die Bildungsfunktion des Hauses. Für jüngere Kinder gibt es Bibliothekseinführungen, bei denen die Mädchen und Jungen lernen, wie sie die spannendsten Bücher finden. Später erfahren sie dann, wie man für große Hausarbeiten in der Bibliothek richtig recherchiert.

Das ist bei rund 19 000 Medien im Bestand manchmal nicht so einfach. Bücher machen im Bestand und bei den gut 63 000 Entleihungen im Jahr den Schwerpunkt aus, die Bedeutung von CD und DVD geht zurück. Zeitschriften und Gesellschaftsspiele stehen dafür immer mehr im Fokus. Rund 100, der 1600 regelmäßigen Bibliotheksnutzer haben sich Ende vergangenen Jahres an einer Umfrage beteiligt, bei der ermittelt wurde, welche Zeitschriften besonders gefragt sind. Im Ergebnis gibt es jetzt mehr Ratgeber für den Bereich Garten, Haus und Wohnen.  Immer beliebter werden Gesellschaftsspiele. 210 stehen aktuell in den Bibliotheksregalen.

Eine weitere Besonderheit der Kupferschmiede ist, dass die Mitarbeiter gleichzeitig das Beeskower Stadtarchiv betreuen. Der Mittwoch ist deshalb auch nicht Schließ-, sondern Archivtag. Heimathistoriker lesen in alten Zeitungen, andere erforschen ihre Familiengeschichte. Und hinter den Kulissen ordnen und verwahren Ines Pöschke und ihr Team Akten aus dem Beeskower Rathaus.

Ein weiterer Grund, das Haus in der Mauerstraße zu besuchen, sind die Beeskower Heimathefte, die der Verein Kupferschmiede, der auch Träger der Bibliothek ist, herausgibt. In diesem Jahr wird der 28. Band erscheinen. Klaus Piesker hat sich mit der Geschichte des Kietzes in Beeskow beschäftigt.

Die Bibliothek Kupferschmiede in Beeskow ist in der Mauerstraße 28 zu finden. Geöffnet ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 10 bis 18 Uhr, am Sonnabend von 10 bis 12 Uhr. Am Mittwoch von 8 bis 16 Uhr kann man das Stadtarchiv nutzen.

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