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10 Wehren traten am Wochenende in Weichensdorf gegeneinander an. Dabei wurden auch zwei Jubiläen gefeiert.

Wettkampf
Doppelter Zusammenhalt

Wasser Marsch: Auch der Nachwuchs trat am Wochenende beim Frühjahrspokal der Stadt Friedland in Weichensdorf an. Zu diesem Anlass wurde das 100-jährige Bestehen der Weichensdorfer Feuerwehr gefeiert.
Wasser Marsch: Auch der Nachwuchs trat am Wochenende beim Frühjahrspokal der Stadt Friedland in Weichensdorf an. Zu diesem Anlass wurde das 100-jährige Bestehen der Weichensdorfer Feuerwehr gefeiert. © Foto: Jörg Kotterba
Jörg Kotterba / 12.05.2019, 20:25 Uhr
Weichensdorf (Freier Autor) Doppeljubiläum im Friedländer Ortsteil Weichensdorf: Die Freiwillige Feuerwehr wird in diesem Jahr hundert Jahre alt, die Jugendwehr existiert seit 25 Jahren. Dieser Zweifach-Geburtstag wurde am Sonnabend ordentlich gefeiert– mit einem Wettstreit um den Frühjahrspokal der Stadt Friedland.

Neben dem Gastgeber dabei waren die Freiwilligen Wehren aus Groß Muckrow, Reudnitz, Oelsen, Friedland, Niewisch, Klein Briesen, Groß Briesen, Kossenblatt und Philadelphia. Bürgermeister Thomas Hähle kam persönlich, um den Teilnehmern in der Disziplin Löschangriff nass alles Gute zu wünschen. In seiner Begrüßungsrede bekräftigte er, dass er im Herbst das noch zu wählende neue Stadtparlament überzeugen will, in Weichensdorf eine neue Feuerwache für die Wehren der östlichen Ortsteile bauen zu lassen.

Seit Wochen auf diesen Wettstreit gefreut haben sich Simone Bänsch und Jörg Schicke, "Sie" 44, "Er" 54 Jahre alt. Die beiden gehören der Wehr in Kosseblatt an, in der 16 Erwachsene und 13 Kinder und Jugendliche so etwas wie ein Stück zweite Familie gefunden haben. "Unsere Wehr feierte in diesem Jahr schon 110. Geburtstag, der Sportverein Blau-Weiß den 50.", informierte Simone Bänsch, in ihrem Dorf auch engagierte Gemeindevertreterin.

Wehr und die Blau-Weißen aus Kossenblatt laden am 25. Mai zu einem Mitmach-Tag mit jeder Menge Kurzweil ein. Auch in Weichensdorf rührte sie mit Flyern die Werbetrommel. Die Stichworte darauf: Feuerwehr zum Mitmachen, Kegeln, Bogenschießen, Hüpfburg. Löschangriff der Jugendfeuerwehren und mehr.

"Macher" in Weichensdorf waren am Sonnabend Chef-Organisatorin Babett Schmidtchen und Wehrführer Marco Schmidt. Der 40-Jährige ist schon seit zwei Jahrzehnten Chef "einer Truppe, bei der der Zusammenhalt sehr groß geschrieben wird." Seine Wehr zählt derzeit 37 erwachsene Mitglieder und 23 Kinder und Jugendliche.

Einer von Schmidts Vorgängern ist Joachim Härchen, jetzt 84 Jahre alt und das älteste Mitglied. "Ich wohne seit 1944 in Weichensdorf, trat 1951 in die wiederbelebte Wehr ein, die es im Dorf ja schon seit 1919 gibt. In den 1970er-Jahren war ich Wehrführer", erzählte der Hauptlöschmeister. Mit seiner Margrit feiert er Ende des Monats Diamantene Hochzeit. 60 Jahre Ehe! "Ein Drittel davon können sie streichen", meinte Margrit Härchen lachend, "da war er bei der Feuerwehr..."

1919 wurde Wehr gegründet

Da in Weichensdorf vor mehr als hundert Jahren ein Sägewerk und ein Gut den Menschen Brot und Arbeit gab, verlangte die Brandenburgische Versicherung eine Wehr. "Sie wurde 1919 ins Leben gerufen. Die erste Spritze auf Pferdefuhrwerk kam drei Jahre später ins Dorf", erfuhr Joachim Härchen aus alten Schriften. Eine Chronik der Wehr gibt es jedoch nicht. Wehrführer Marco Schmidt: "Schade. Aber einen Chronisten haben wir nie gefunden."

Für die Wettkampffläche, dem Discozelt und eine handvoll wunderbarer Stände voller Leckereien hatte übrigens die Agrargenossenschaft Günthersdorf ein Feld hinter dem einstigen Bahnübergang zur Verfügung gestellt.

Die Ergebnisse des Stadtausscheids

Folgende Mannschaften erreichten die vorderen Plätze:

Frauen: 1. Weichensdorf 47,0 Punkte – 2. Klein Briesen 69,27 – 3. Groß Muckrow 107,58;

Männer: 1. Reudnitz I 35,17 – 2. Reudnitz II 35,89 – 3. Groß Briesen 40,78; .

Jugend Frühjahrspokal: 1.  Weichensdorf I 35,93 – 2.  Weichensdorf IV 39,15 – 3. Philadelphia 50,29 ⇥jk

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