Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Fairtrade
Fairer Kaffee im Vorzimmer

Claudia Ibisch (links) betreut in Eberswalde die Fairtrade-Town-Initiative.
Claudia Ibisch (links) betreut in Eberswalde die Fairtrade-Town-Initiative. © Foto: MOZ/Sven Klamann
Larissa Benz / 15.05.2019, 06:30 Uhr
Beeskow (MOZ) Beeskow möchte Fair-Trade-Town werden. Wie der Weg dahin gelingen kann und was der Titel überhaupt bedeutet, erklärte Claudia Ibisch aus Eberswalde in einem Vortrag in der Stadtbibliothek.

Die Ernährungswissenschaftlerin ist in Eberswalde ehrenamtliche Ansprechpartnerin für das Projekt. Sie selbst habe 2012 die Idee gehabt, Eberswalde als Fairtrade-Town vorzuschlagen.

Das Fairtrade-Siegel begegnet Konsumenten immer wieder beim Einkauf, etwa auf Kaffee- oder Kakaopackungen. Produkte, die das Siegel tragen, kommen von Kleinbauernkooperativen, etwa aus Lateinamerika, und müssen unter umweltschonenden Bedingungen angebaut werden. "Außerdem dürfen die Bauern keine Kinderarbeit auf den Feldern durchführen lassen", betonte die Eberswalderin. Zudem müsse gegeben sein, dass sich die Angestellten auf den Plantagen gewerkschaftlich organisieren dürfen.

Wer sich Fairtrade-Town nennen möchte, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Vergeben wird das Siegel vom Verein TransFair.  Die Kommune muss zunächst einen Ratsbeschluss formulieren, in dem sie sich verpflichtet, an der Kampagne teilzunehmen. "Dazu muss im Büro des Bürgermeisters etwa Fair-trade-Kaffee und ein weiteres Produkt aus fairem Handel angeboten werden", betonte Claudia Ibisch.

Lokale Steuerungsgruppe

Danach muss eine lokale Steuerungsgruppe zusammenkommen, die die Aktivitäten vor Ort koordiniert. Außerdem sollte eine bestimmte Anzahl von Gastronomen, Geschäften, Cafés und Floristen mindestens zwei Fairtrade-Produkte bei sich anbieten.

Die vierte Voraussetzung ist, dass öffentliche Institutionen wie die Kirche, Schulen oder Vereine in das Engagement für den fairen Handel eingebunden werden. Außerdem müssen mindestens vier Artikel pro Jahr in den lokalen Medien über die Fairtrade-Kampagne erscheinen.

Claudia Ibisch berichtete, dass das Zertifikat für Eberswalde positive Marketing-Aspekte mit sich brachte: "Die Wahrnehmung als Fairtrade-Stadt ist groß." Zudem werde dadurch die Bevölkerung motiviert, Produkte aus fairem Handel zu kaufen.

In Deutschland gibt es momentan knapp 600 Fairtrade-Towns, in Brandenburg sind es neben Eberswalde noch Neuruppin und Beelitz. Beeskows Bürgermeister Frank Steffen betonte zum Abschluss, dass es ihm wichtig sei, die Bürger in das Projekt miteinzubeziehen: "Ich denke da an öffentliche Informationsveranstaltungen", sagte er.

Die Kirche und auch das Gymnasium in Beeskow seien schon mit an Bord, schließlich ist die Schule so etwas wie der Fairtrade-Vorreiter für die Stadt: Seit 2017 darf sie sich Fairtrade-School nennen.

Infotitel

Hier beginnt der Infotext fett danach wieder normal⇥Autor XXX

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG