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Test-Essen
Polnischer Spargel gewinnt

Jan-Henrik Hnida / 16.05.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 16.05.2019, 09:04
Frankfurt (Oder) (MOZ) Schön kalt", sagt Daniel Grabow nach dem ersten Bissen. Der Frankfurter Unternehmer ist einer von vier Kandidaten, die beim MOZ-Spargeltest im Restaurant Fratelli sitzen. Neben Grabow wissen Viktoria Waldvogel, (MOZ-Praktikantin), Sarina Sobanski (Gastronomin) und Gudrun Frey (Vorsitzende des Stadtsportbundes), dass sie Spargel verkosten werden.

Anhand der Kategorien Geschmack, Aussehen, Konsistenz und Frische müssen sie die drei Gänge mit Punkten von 1 bis 5 bewerten – wobei 5 die volle Punktzahl ist. Was die Tester nicht wissen:  Sie verköstigen deutschen (aus Beelitz), Bio- (deutscher Ort unbekannt) und polnischen Spargel (aus Zielona Góra).

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Spargeltest im Restaurant Fratelli

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Während Koch Emrlla Ponik schon die nächsten Stangen des edlen Gemüses auf die weißen Teller drapiert, urteilt Frey über den ersten Durchgang: "Die Stangen waren nicht zu dünn und sehr frisch." Leider sei ein Spargel holzig gewesen – genauso wie bei Waldvogel. Ansonsten: "Sehr lecker", findet die 24-Jährige. Grabow will bei der ersten Bewertung noch nicht alle Punkte "raushauen".

Sehr gut gefällt Sobanski die Konsistenz, der Geschmack sei so "mittel" – weder süß noch bitter. Grüner Spargel sei dagegen "kräftiger" und die Farbe rühre daher, weil er aus dem Boden rausguckt. Der weiße bleibe im Boden stecken. Mit "Schmieröl" und "Roter Pfeffer" kann dagegen Grabow beim Tischgespräch mit Wissen über nie verkaufte Schoko-Sorten unterhalten.

Schön dekorierte Teller

Lob erfährt die Küche beim zweiten Durchgang: "Schöne Deko", sagen die Vier über die kleinen Tomaten. "Also der ist wärmer. Das ist eine Fünf", findet der Unternehmer. "Leicht nussig im Abgang".  Diesmal war bei Frey keine Stange holzig, ihr sagt der zweite mehr als der erste Gang zu. Ebenso schwärmen Sobanski und Waldvogel für den Mittelgang: Ihnen sagt die leicht bittere Note zu.

"Ganz schön hart" beginnt der dritte und letzte Spargel-Gang. So urteilt zumindest die MOZ-Praktikantin. Eine "volle Haltungsnote" vergibt Grabow an die dicken Stangen. Die Prachtexemplare erinnern auch Frey an den "klassischen deutschen Spargel". Frisch finden ihre drei Testobjekte alle Kandidaten. Aber geschmacklich sei es der schlechteste ist das harte Urteil Sobanski’s. "Für einen kurzen Moment hat es mich an Schwarzwurzel erinnert", meint sie. In einer Blind-Verkostung hätte sie das Gemüse nicht als Spargel erkannt.  Besser als die vorherigen findet Waldvogel die letzten drei Stangen – ihr Teller ist leer.

Dann geht’s an die Auswertung. Beim Geschmack liegt klar der polnische Spargel mit insgesamt 17 Punkten vorne – bei Sobanski hat er sogar den Alleinsieg errungen. Gleichauf liegen polnischer und Bio-Spargel bei Waldvogel und Frey. Die Bio-Variante mundete Grabow am besten.

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Annett Walter 16.05.2019 - 10:46:20

Artikel wirft schlechtes Bild auf Gaststätte

Ich bin über die Schreibweise des Artikels entsetzt. Was hat kalter, schlecht geschälter und zu kurz gekochter Spargel mit der Qualität und der Herkunft des Spargels zu tun? Es wirft ein schlechtes Bild auf die Kochkünste der Gaststätte Fratelli. Als erstes steht, dass der Spargel "schön kalt" war. Das ist ein Unding. Bei 4 Testessern mit je 3 Stangen geht das auch heiß. Das nächste, Frau Frey und Frau Waldvogel hatten eine holzige Stange. Auch wenn der Spargel frisch ist, muss er geschält werden. Das sollte doch in einer Gaststätte funktionieren. Der Absatz über grünen Spargel und die Tischgespräche hätte man doch wirklich weglassen können. Das hat nichts mit dem Testessen zu tun. Wenn der Spargel zu hart ist, dann ist er zu kurz gekocht. Gerade wenn es sich um dickere Stangen handelt. Auch das hat nichts mit der Qualität und Herkunft zu tun, sondern mit den Fähigkeiten der Küche. Fazit: Der Artikel ist schlecht geschrieben und wirft ein schlechtes Bild auf die Gastätte.

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