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Punktverlust
Ein tragischer Held

Der tragische Held: Linnard Galinski machte ein tolles Spiel in Schenkenhorst, erzielte zwei Traumtore, doch beim Strafstoß in der letzten Minute der Nachspielzeit versagten ihm die Nerven.
Der tragische Held: Linnard Galinski machte ein tolles Spiel in Schenkenhorst, erzielte zwei Traumtore, doch beim Strafstoß in der letzten Minute der Nachspielzeit versagten ihm die Nerven. © Foto: Dirk Fröhlich
Martin Terstegge\MOZ / 20.05.2019, 15:36 Uhr
Schenkenhorst Aufgrund zahlreicher Verletzter, Erkrankter aber auch die Arbeit Unabkömmliche waren die Voraussetzungen für das Trainergespann Marko Kaplick/Andreas Bastian vor der Partie bei der SG Schenkenhorst nicht die Besten. Umso erfreulicher der Empfang bei den Schenkenhorstern, die für ein angenehmes Umfeld sorgten. Auch der Platz wurde nach der Wildschweinattacke wieder gut herstellt. "Wir fühlten uns dort gut aufgehoben, das würde man sich viel häufiger wünschen", lobte hinterher Kaplick.

Die Gastgeber standen recht tief, überließen den Brückern zunächst das Heft des Handelns. In der 10. Minute sorgte dann Linnard Galinski für den ersten Höhepunkt des Tages. Er verwandelte einen Eckball direkt zur Führung.

Anschließend spielten die Gäste weiter munter nach vorn, verpassten es aber, die Führung auszubauen. Umso unglücklicher dann der Ausgleich in der 20. Minute. Einen individuellen Fehler in der FSV-Abwehr nutzte SG-Torjäger Matthias Wuntke, der entschlossen dazwischen sprintete, zum 1:1.

So ärgerlich das Gegentor, umso besser die Antwort des Tabellenführers. Kurz darauf chippte Maximilian Leetz den Ball in den Lauf von Björn Riese, der bis zur Grundlinie durchlief, seinen scharfen Pass auf den kurzen Pfosten verwandelte Linnard Galinski mit der Hacke zur erneuten Führung (24.).

Die Brücker blieben bis zur Halbzeit spielbestimmend, doch der finale Pass fand nicht seinen Adressaten. Pech hatten die Gäste aber auch im Abschluss. Der Schuss Glenn Helmchens wurde gerade noch geblockt und bei den Versuchen von Leetz und Jan-Erik Fehlow fehlte nicht viel.

Die Pause ist den Gästen nicht gut bekommen, sie hatten Probleme ihren Rhythmus wieder zu finden. Die Platzherren hatten sich dagegen für die zweite Hälfte einiges  vorgenommen, kamen voller Elan aus der Kabine. Zwei dicke Möglichkeiten konnten sie sich erarbeiten. Einmal fehlte die Präzision, dann bot Schlussmann Erik Blauesein ganzes Können auf, lenkte den Ball gerade noch um den Pfosten.

Der Ausgleich bahnte sich an und er fiel in der 58. Minute. Nach einer Flanke blieb FSV-Abwehrspieler Felix Paul im eigenen Strafraum stehen, Wuntke stieg zum Kopfball hoch und fiel anschließend über Paul. In dieser unübersichtlichen Situation entschied der Unparteiische auf Strafstoß, den Wuntke sicher verwandelte.

Kurz darauf hatte Riese die große Möglichkeit zur erneuten Führung, als er  frei auf das generische Tor zulief, aber am SG-Torsteher Manuel Müller scheiterte.

Da mit zunehmender Spielzeit von den Gastgebern ebenfalls nichts aufregendes mehr geschah, dümpelte die Partie ihrem Ende entgegen. In der fünften Minute der Nachspielzeit ergab sich dann der Hochkaräter für den Spitzenreiter. Bei einem Zweikampf im SG-Sechzehner  kam Tim Wasserhess nach einem Kopfball zu Fall und wieder zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Es roch geradezu nach Konzessionsentscheidung. Linnard Galinski schnappte sich den Ball, scheiterte aber an Torwart Müller. So avancierte Linnard Galinski zum "tragischen Helden" an diesem Tag.

Unmittelbar nach dem Abpfiff fühlte sich das Unentschieden für die Brücker noch wie eine Niederlage an, doch im Prinzip hat sich an der guten Ausgangslage nichts geändert. Gegenüber den momentan Zweitplatzierten aus Damsdorf, der ein Spiel mehr ausgetragen hat, reicht schon ein Sieg, um nicht mehr eingeholt werden zu können. Gefährlich werden könnte nach der Dritte, die Reserve des Werderaner FC. Das Nachholspiel steht am 29. Mai an. Ein Remis dürfte den Gastgebern nicht reichen, sollten die Brücker gewinnen, steht der Rückkehr in die Kreisoberliga nichts mehr im Weg.

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