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Die Stadt Friedland will ihre Grundschule mit einem eingeschossigen Bau erweitern. Vorbild ist der Bewegungsraum der Kita im Ort.

Schulbau
Friedlands neue Multimensa

Zwischenraum: Der Erweiterungsbau der Grundschule Friedland erstreckt sich in Richtung Kirschgartenweg.
Zwischenraum: Der Erweiterungsbau der Grundschule Friedland erstreckt sich in Richtung Kirschgartenweg. © Foto: Grafik: Projektierung Reinke
Jörg Kühl / 22.05.2019, 07:00 Uhr
Friedland (MOZ) Die zu Ostzeiten gebauten Normschulen haben sehr häufig den Grundriss eines H. Daraus ergeben sich zwei halb umschlossene Innenhöfe, zu jeder Seite einer. Die Stadt will im kommenden Jahr den Innenhof, der sich zum Kirschgartenweg erstreckt, mit einem Eingeschosser überbauen. Mit dem zusätzlichen Raum, der als Mehrzweckraum fungieren soll, will der Träger von Grundschule und Hort die angespannte Raumsituation entspannen. Denn mit 147 Schülern ist die Bildungseinrichtung derzeit gut ausgelastet, der Hort stößt mit 104 von 110 Plätzen bereits an seine Kapazitätsgrenze.

Der neue, teilbar ausgeführte Mehrzweckraum soll nach den Planungen der Stadt unter anderem als Essensraum genutzt werden. Dafür wird die Essensausgabe von bisherigen, an der Schulhofseite gelegenen Raum, verlegt. Im Zuge der Baumaßnahme werden auch die Toilettenanlagen erneuert. Wichtig auch: Mit dem Umbau wird die Schule, die bisher nur von der Schulhofseite aus über eine Treppe erreichbar ist, im gesamten Erdgeschoss barrierefrei erschlossen. Die darüber liegenden Stockwerke bleiben einstweilen nur über die Treppenhäuser erschlossen. Zur Barrierefreiheit des Erdgeschosses zählt auch der Einau einer barrierefreien Toilette.

Weitere Nutzungen des neuen, 115 Quadratmeter großen Mehrzweckraums sind Aula, Computerkabinett und Multimediaraum. Äußerlich ähnelt der neue Raum dem Bewegungsraum der Friedländer Kita Villa Kunterbunt, der 2015 eröffnet wurde. Das das ist kein Zufall, denn für die Planung beider Bauwerke zeichnet die Architektin Stefanie Reinke verantwortlich. Damit der ziemlich genau 12 Meter weite Zwischenbau ohne Stützsäulen auskommt, wird er von vier mehrschichtigen geschwungenen Holzbindern überspannt. Licht dringt von der Giebelseite sowie durch mehrere Kuppeln im Dach ein.

Barrierefreier Eingang geplant

Mit dem bisherigen Essensraum verfolgt die Schule besondere Pläne. Der Raum, der über eine Akustikdecke verfügt, wird Übungsort der künftigen Gitarrenklasse sein. Die Schule beteiligt sich nämlich ab dem neuen Schuljahr am entsprechenden Förderprojekt des Deutschen Musikschulverbandes. Die Einrichtung erhält einen Klassensatz Gitarren, die Lehrerin Kerstin Ziehe wird das Projekt vom Kollegium aus begleiten. Zusätzlich wird ein Gitarrenlehrer der Musikschule drei Stunden pro Woche die Schule besuchen. "Besser kann man Musik nicht vermitteln", ist sich Kerstin Ziehe sicher. Das Projekt richtet sich vor allem an Schüler der Klassen 4 und 5.

Gitarrenklassen gibt es bereits an der Fontane-Grundschule Beeskow, an der Rolf-Zuckowski-Grundschule Lindenberg sowie an der Grundschule des Friedens in Görzig. Beide Vorhaben – der Mehrzweckraum und die Gitarrenklasse – werden im Rahmen der Schulkonferenz Lehrern und Eltern erstmals vorgestellt. Nach der Kommunalwahl möchte die Stadtverwaltung die neu gewählte Stadtverordnetenversammlung im einen entsprechenden Grundsatzbeschluss bitten, so erläutert Bürgermeister Thomas Hähle die weitere Vorgehensweise. Danach will die Stadt versuchen, Fördermittel für das Bauprojekt zu akquirieren. Als Umsetzungszeitraum nennt Hähle das erste Jahr des neuen Doppelhaushalts 2020/21.

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