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Lernort aufgewertet
Gitarrenspiel statt Baulärm

Schüler der Fontane-Grundschule feierten die Fertigstellung ihres umgebauten Schulgebäudes mit einem musikalischen Programm. Festreden hielten Schulleiterin Annette Genzel und Bürgermeister Frank Steffen.
Schüler der Fontane-Grundschule feierten die Fertigstellung ihres umgebauten Schulgebäudes mit einem musikalischen Programm. Festreden hielten Schulleiterin Annette Genzel und Bürgermeister Frank Steffen. © Foto: Jörg Kühl
Jörg Kühl / 07.06.2019, 06:00 Uhr
Beeskow (MOZ) "Alte Schule, altes Haus, du siehst heute anders aus!" Mit diesem Rolf-Zuckowski-Klassiker, vorgetragen vom Schulchor der Fontane-Grundschule Beeskow,  ist eigentlich alles gesagt. Denn nach vier Jahren Planung und Bauzeit ist die Fontane-Grundschule in der Tat aus manchem Blickwinkel kaum wiederzuerkennen.

Auch die zweite Strophe, von den Schülern selbst gedichtet, verrät Wahrheiten: "In den vielen letzten  Wochen wurdest du rekonstruiert. Doch wir haben hier beim Lernen davon wenig gespürt. Unser Schmuckstück ist die Aula, friedlich, hell und mächtig groß und auf viele schöne Feste darin freu’n wir uns."

Selbstgedichtete Strophe

Beeskows Bürgermeister Frank Steffen erinnerte bei der offiziellen Baubeendigung am Donnerstag an die ersten Überlegungen, die Schule aufzuwerten. Aufhänger sei im Jahr 2015 gewesen, die als DDR-Plattenbau konstruierte Schule barrierefrei auszustatten. Bei den Planungen stellte sich  heraus, dass nicht nur die fehlende Barrierefreiheit ein Problem darstellt. Die Treppenhäuser entsprachen nicht mehr den Brandschutzbestimmungen. Die Treppen müssen nämlich per Feuerschutztüren vom Hauptgebäude hermetisch abriegelbar sein. Also mussten beide Treppenhäuser nach außen "gedreht" werden.

Dafür nutzten die Bauleute unter dem Blick des städtischen Bauaufsehers Jochen Nagel die Herbstferien 2017 und die Sommerferien 2018. Außerdem wurde der Mittelteil des Schulgebäudes aufgestockt, wodurch zusätzliche Räume entstanden. Die wohl auffälligste Baumaßnahme ist die Errichtung der Schulaula samt Küche und neuem Sanitärtrakt. Neu sind ferner der Personenaufzug, die Heizanlage und die Elektrik. Als Planer zeichneten Isabell Tillack und Dierk Müller verantwortlich.

3,8 Millionen Euro investierte die Stadt in die Grundschule, davon wurden 2,9 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm "Soziale Stadt" gefördert. Im Rahmen des Programms ist die Stadt gerade dabei, das gesamte Fontane-Vietel aufzuwerten. Zu dem Maßnahmenbündel zählt der Neubau eines Kitagebäudes und die bauliche Gestaltung der Brachlandschaft zwischen Fontaneschule und Bahnhof samt Neubau einer Skateranlage mit Pump­track.

Letzteres war auch Thema eines Ideenwettbewerbs, an dem sich die Schüler der Fontane-Grundschule beteiligt haben. Rund 60 Modelle und Zeichnungen sind entstanden. Sie werden nun als Ideenquelle an die von der Stadt beauftragten Planer weitergereicht, versprach der Bürgermeister. Vier Klassen erhielten für ihre Ideen Auszeichnungen: Die Flex 1 sowie die Klassen 3 und 6. Die Klasse 5 erhielt einen Sonderpreis, weil sie gleich eine ganze Mappe mit Ideen zusammengestellt hatte.

Ferien für Arbeiten genutzt

Für Annette Genzel, die die Schule seit 1992 leitet, war es die größte Baumaßnahme an "ihrer" Schule überhaupt. Sie lobte die Umsicht und Rücksichtnahme der Bauherren, Planer und Baufirmen. Die lautesten und staubigsten Arbeiten seien in den Ferien erfolgt. So viel wie möglich wurde nach Unterrichtsende erledigt. Dass alles so reibungslos über die Bühne ging, dafür seien vor allem auch die Hausmeister Norbert Köppen und Karsten Peter verantwortlich.

Laut Annette Genzel haben sich die Arbeits- und Lernbedingungen an der Schule seit dem Umbau deutlich verbessert. So gebe es einen neuen Raum für naturwissenschaftliche Fächer. Die neue Schulküche ermögliche es, das Thema "Gesunde Ernährung" vorzuleben. Allgemein gebe es mehr Platz und großzügigere Raumverhältnisse. Eine deutliche Verbesserung seien die neuen WC- und Sanitäranlagen.

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