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20 Vereine mit mehr als 70 Reitern gastierten über Pfingsten in Beeskow. Vor allem der Nachwuchs schnupperte Wettkampfluft.

Wettkampf
Familientreff mit Pferden

Starker Auftritt: Die 12-jährige Carolin Hohenstein aus Schernsdorf auf Magic, dem Pferd von Vereinschefin Diana Beyer (Mitte). Nele Schmidt (rechts) holte mit 26 Punkten den 1. Platz im Punktespringen.
Starker Auftritt: Die 12-jährige Carolin Hohenstein aus Schernsdorf auf Magic, dem Pferd von Vereinschefin Diana Beyer (Mitte). Nele Schmidt (rechts) holte mit 26 Punkten den 1. Platz im Punktespringen. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 11.06.2019, 07:00 Uhr
Schneeberg Die 14-jährige Nele Schmidt aus Pfaffendorf mit ihrem 14-jährigen Pferd Dumbledore‘s Daughter und die zwölfjährige Carolin Hohenstein aus Scherndorf auf Diana Beyers 15-jährigem Pferd Magic gehören zu den Favoriten beim Reitertag in Schneeberg. "Beide Mädels sind nicht nur reiterlich talentiert, sie stärken auch das Gemeinschaftsgefühl im Verein und sind immer einsatzbereit bei Arbeitseinsätzen", erkennt Diana Beyer lobend an. Sie ist die Vorsitzende des gastgebenden Kurmärkischen Reitervereins.

Auch bei der 17. Auflage des Reitertages am Pfingstsonntag auf den Anlagen des Reiterhofs Richter ging es ruhig und beschaulich zu, ganz wie in Familie. Die 66 aktiven zweibeinigen Teilnehmer aus 22 Vereinen, vor allem aus den Landkreisen Oder-Spree und Dahme-Spreewald, waren gekommen, vor allem junge Reiter gingen an den Start. Besonders die Kinder wurden von Eltern und Geschwistern begleitet, die ihnen kräftig die Daumen hielten und bei Erfolg ebenso kräftig applaudierten.

Ausgerichtet wird der Reitertag von dem 1990 gegründeten Kurmärkischer Reitverein Schneeberg, unter dessen 62 Mitgliedern aus Beeskow und Umgebung sich zwei Drittel Kinder und Jugendliche befinden. Am Sonntag hatten sich allein 33 Teilnehmer aus dem eigenen Verein dem Wettbewerb gestellt. Die Vereinsvorsitzende Diana Beyer betont: "Wir veranstalten hier kein Turnier, sondern einen Reitertag nach Wettbewerbsordnung". Das bedeutet, dass Dressurreiten nach vorgeschriebenen Aufgaben im Schritt, Trab und Galopp durchgeführt wird, Springreiten mit vorgeschriebenen Parcours und für die Jüngsten ein Führzügelwettbewerb. Außerdem gibt es noch eine Wettbewerbskombination aus Reiten und Springen, "Breitensport" genannt. Jeder Teilnehmer kann selbst wählen, an welchen und an wie viel Wettbewerben er teilnimmt. So hat jeder seine Chancen, unter die drei Besten aus den insgesamt sieben Wettbewerben zu kommen. Die Pferde wurden mit einer Schleife ausgezeichnet, und ihre Reiter erhielten einen Ehrenpreis mit Geschenken, die größtenteils auf das Pferd bezogen sind. Über zwanzig Sponsoren haben das möglich gemacht.

Zwei Siege für die Gastgeber

Die Vorsitzende Diana Beyer nimmt selbst nicht an den Wettbewerben teil. Sie trainiert schon seit ihrem vierten Lebensjahr in Schneeberg. "Ich gehöre in eine andere Leistungskategorie", sagt die 25-Jährige.

Auch Nele hat schon als Zweijährige mit dem Reiten angefangen. "Sie hat ihr Herz an Pferde verloren und stellt alles andere zurück", erzählte Mutter Kathrin Schmidt. Neles besondere Stärken liegen im Springen über bis zu 1,10 Meter hohe Hindernisse. Angst habe sie nicht, denn "wenn man sein Pferd gut kennt, weiß man, wie weit man gehen kann", erklärte sie. Und aufgeregt sei das Pferd vielleicht mehr als sie selbst. "Man muss es erst beruhigen, dem Pferd ein gutes Gefühl geben, und wenn man einmal drin ist, dann denkt man nur noch an die Leistung", ist ihr Erfolgsrezept.

Von den Kurmärkischen unter die ersten drei gekommen sind: Nele Schmit (1. Platz Punktspringen), Nicole Grahl auf Saphira (1. Platz Stilspringen), Katja Wilczek auf Lilly ( 3. Platz Breitensport), Zoé-Ann Steller auf Domherrin (3. Platz Führzügel) und Jenny Zimmer auf Mandoline (3. Platz Springreiten).

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