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Wassersport
Familiäre Atmosphäre kommt an

Enge Kiste: So knapp wie hier beim Zieleinlauf nach 200 Metern zwischen der Biergarde aus Königs Wusterhausen (vorn) und der Renngemeinschaft Klinikumdragons Frankfurt/Spreeteufel Beeskow ging es in den meisten Rennen zu.
Enge Kiste: So knapp wie hier beim Zieleinlauf nach 200 Metern zwischen der Biergarde aus Königs Wusterhausen (vorn) und der Renngemeinschaft Klinikumdragons Frankfurt/Spreeteufel Beeskow ging es in den meisten Rennen zu. © Foto: Roland Hanke
Roland Hanke / 10.07.2019, 14:29 Uhr
Beeskow (MOZ) Egal ober Siegerpokal oder "dabei sein ist alles" – die acht Mannschaften aus der Region und aus Berlin hatten neben reichlich sportlicher Betätigung vor allem viel Spaß bei der 6. Beeskower Drachenboot-Regatta auf der Spree. Besonders die wieder einmal familiäre Atmosphäre wurde von allen als wohltuend empfunden.

Kein Wunder, dass sich Cheforganisatorin Bianca Karras über das Lob freute. "Die Regatta ist bei den Teams super angekommen. Unser fester Kern steht, und auch im nächsten Jahr werden wir bekannte Gesichter und Mannschaften begrüßen können. Und vielleicht kommt ja auch die eine oder andere neu dazu", sagte die Vorsitzende des Beeskower Drachensportvereins.

Rasante und enge Rennen

Sportlich ging es auf der recht wenig Wasser führenden Spree rasant und sehr eng zu, was die äußerst knappen Zieleinläufe mit oft nur Hundertstelsekunden Unterschied zeigten. Auf der 200-Meter-Distanz wurden die Teams nach den Zeiten der Vorläufe in die Klassen Fun und Sport eingeteilt. In Letzterer setzten sich die Karoliner Dragons aus Berlin-Grünau vor Neuling KSK Karras Bau (Grunow), den gastgebenden Spreeteufeln und den Race Tire Pits von der BSG Pneumant Fürstenwalde durch. In der Fun-Klasse behaupteten sich die Hausdrachen Rüdersdorf als Sieger vor der Biergarde Königs Wusterhausen, der Renngemeinschaft Klinikumdragons/Spreeteufel (Frankfurt/Beeskow) und dem Team Optische-Silber-Bullen aus Trebatsch. Über 650 Meter gewannen die Spreeteufel vor den Karoliner Dragons und Vorjahressieger Race Tire Pits.

Frankfurter mit Gastgeber-Hilfe

Letztere sind von Anfang an in Beeskow dabei und meist ganz weit vorn zu finden. "In diesem Jahr waren alle Teams von den Zeiten her sehr dicht beisammen", sagte der Fürstenwalder Teamchef Bernd Dreßler. "Wir sind mit unserem Abschneiden zufrieden. Schade nur, dass nicht mehr Boote am Start waren."

Die Klinikum Dragons aus Frankfurt hatten diesmal eine Renngemeischaft mit den Spreeteufeln bilden müssen. "Die Männer unserer BSG haben am selben Tag in Kassel Fußball gespielt", begründete Teamkapitän Cindy Thomas, Abteilungsleiterin der Physiotherapeuten im Klinikum Markendorf. "Trotzdem hat es wieder großen Spaß gemacht. Wir trainieren von Mai bis September ja eh einmal pro Woche gemeinsam mit den Spreeteufeln in Beeskow. Nun freuen wir uns auf unsere Heimregatta am 31. August auf dem Helene-See."

Aus drei mach eins, hieß die Devise bei den Trebatschern, die zum sechsten Mal dabei waren. "Unsere jüngeren Paddler hatten am Regatta-Tag einen Junggesellenabschied zu feiern. Da haben wir aus der Not eine Tugend gemacht und unsere drei Teams Silberrücken, Wasserbullen und Optische Täuschung zu einem formiert", erklärte Fredy Suckert aus dem Ortsteil Sawall. Spaß hatten sie allemal.

Genauso wie die Hausdrachen Rüdersdorf. "Angesichts der Tatsache, dass wir fast ein Ü-50-Team sind, haben wir uns wacker geschlagen", betonte Paddler Holger Hödel aus Vogelsdorf. "Wir nehmen an fünf bis sechs Regattan im Jahr teil und trainieren auf dem Rüdersdorfer Kalksee." Er lobte die Organisation in Beeskow und "das schöne Ambiente an der Spree, auch wenn durch das Öffnen der Schleuse manchmal unterschiedliche Bedingungen herrschten".

Regen verhindert Tauziehen

Die Wetterbedingungen mit Starkregen am späten Abend sorgten für einen kleinen Wermutstropfen. "Das nächtliche Drachenboot-Tauziehen musste leider  abgesagt werden. Das war aus sicherheitstechnischen Gründen nicht machbar", warb Bianca Karras um Verständnis.

Ansonsten war die Vereins-Chefin mit dem Ablauf der Regatta zufrieden und auch mit dem Abschneiden der eigenen Spreeteufel um Team-Kapitän Jörg Zureck. "Es lief wie in den vergangenen Jahren wieder alles freundschaftlich und sportlich fair ab. Und die Teams haben sich auch gegenseitig ausgeholfen, wenn mal gerade jemand im Boot fehlte. Es herrschte eine prima Stimmung." Der Verein stellte neben den Booten und Paddeln auch die drei Steuermänner beziehungsweise Starter Frank Schumann aus Königs Wusterhausen, Norbert Krause aus Strausberg und Hendrik Gerlach aus Berlin.

Vorlaufsieg im Familien-Duell

Bianca Karras, die selbst bei den Spreeteufeln im Boot saß, half auch in anderen Teams – zum Beispiel als Trommlerin bei den Race Tire Pits und als Paddlerin bei KSK Karras Bau, dem Team ihres Mannes Karsten. Übrigens siegte sie im Vorlauf mit den Spreeteufeln im Familien-Duell gegen KSK – und konnte sich ein verschmitztes Lächeln nicht verkneifen.

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