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Neben Themen wie Wolf und Wald nahmen die Teilnehmer des MOZ-Wahlforums den ÖPNV und das Löschwesen unter die Lupe.

MOZ-Wahlforum
Wahlforum: Ideen für die Feuerwehr

Löschen und fahren: Die Teilnehmer des MOZ-Wahlforums debattieren in der Burg Beeskow über Nahverkehr, Feuerwehr und andere aktuelle Themen.
Löschen und fahren: Die Teilnehmer des MOZ-Wahlforums debattieren in der Burg Beeskow über Nahverkehr, Feuerwehr und andere aktuelle Themen. © Foto: Jörn Tornow
Jörg Kühl / 23.08.2019, 05:00 Uhr
Beeskow (MOZ) Beim MOZ-Wahlforum am Mittwoch in Beeskow kamen neben Wald und Wolf auch andere Themen zur Sprache. Größere Aufmerksamkeit schenkten die Direktkandidaten der Feuerwehr im Land sowie dem ÖPNV. Ausgehend von den Waldbränden in diesem und im vorigen Jahr wurde die Frage erörtert, ob die ehrenamtlichen Einsatzkräfte personell und materiell gut genug aufgestellt sind, oder ob die Einrichtung von Berufsfeuerwehren nicht sinnvoller wäre.

Marco Genschmar von der mitregierenden SPD sagte, es werde weiterhin ein Miteinander von ehrenamtlichen Feuerwehren und Profifeuerwehren benötigt. Letztere seien in den Mittelzentren unabdingbar. Er schlug vor, das Ehrenamt durch eine Aufstockung der Aufwands-Entschädigung und durch Einführung einer Ehrenamtspauschale zu stärken. Auch Kathleen Muxel von der AfD ist für eine Stärkung der Feuerwehr im Ehrenamt. Dies könne zum Beispiel durch die Vergabe von Gratis-ÖPNV-Abos geschehen.

Andreas Gliese (CDU) ist für einen fairen Lastenausgleich für Kommunen bei überregionalen Einsätzen. Als Beispiel nannte er die Fürstenwalder Feuerwehr, die regelmäßig auf der A12 zum Einsatz kommt. Die Kommunen sollen vom Land zusätzliche Gelder für die Feuerwehr erhalten.  Dafür warb auch Stefan Wende: "Ich bin ein Fan von Regionalbudgets." Die Kommunen vor Ort wüssten das Geld besser einzusetzen, als Entscheidungsträger in Potsdam. Isabell Hiekel von den Grünen brachte, ausgehend von den Waldbränden, einen ganz anderen Aspekt in die Diskussion ein. Sie schlug die Einführung einer Löschflugzeugstaffel vor, die am Welzower See stationiert werden könnte.

Jahresticket für 365 Euro

Zum Thema ÖPNV griff Thoralf Schapke (BVB/Freie Wähler) einen Gedanken auf, den der Direktkandidat der FDP für Wahlkreis 30, Thomas Kirsch, in einem MOZ-Interview geäußert hatte: Die Wiederinbetriebnahme der stillgelegten Bahnstrecke Beeskow-Fürstenwalde. Schapke erweiterte die Idee, in der Weise, dass man mit Hilfe neuester Antriebstechnik ein Referenzobjekt in der Region schaffen sollte. SPD-Mann Genschmar schlug vor, den ÖPNV künftig kostenfrei anzubieten. Die Landesregierung sei dabei, das 365-Euro-Jahresticket (ein Euro pro Tag) einzuführen.

CDU-Mann Gliese regte an, die Busverkehrsgesellschaften wieder aus der Deutschen Bahn herauszulösen und zu rekommunalisieren. Kathleen Muxel schlug die Anschaffung von Kleinbussen vor, die mit einer 60-Minuten-Taktung beinahe jedes Dorf erreichen sollen.

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