Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Burgschreiber
Theatermann in der Beeskower Burg gezogen

Unter Bäumen: Der neue Burgschreiber  Stefan Hornbach an seinem Wohn- und Arbeitsort der nächsten fünf Monate.
Unter Bäumen: Der neue Burgschreiber  Stefan Hornbach an seinem Wohn- und Arbeitsort der nächsten fünf Monate. © Foto: Jörn Tornow
Jörg Kühl / 09.10.2019, 22:00 Uhr
Beeskow Beeskows neuer Burgschreiber Stefan Hornbach freut sich schon auf seine Antrittslesung: Am Freitag wird der 33-Jährige in der Burg erstmals aus eigenen Texten vorlesen. Es wird eine szenische Lesung mit Unterstützung einer Schauspieler-Kollegin sein, denn Stefan Hornbach schreibt vorwiegend Theatertexte.

Der Stadt hat er sich bei seinem ersten Spaziergang quasi von außen nach innen  genähert: Zuerst hat er die Stadtmauer erkundet, anschließend "durch die vielen engen Gässchen" das Herz Beeskows erobert. Kleine Städte sind dem neuen Burgschreiber vertraut, schließlich stammt er aus Böhl-Iggelheim, einem kleinen Ort nahe Speyer (Rheinland-Pfalz).

Beeskow kannte Stefan Hornbach bisher nicht, hatte aber seit Jahren eine persönliche Verbindung: Während seines Studiums der Theaterwissenschaften lernte Stefan Hornbach in München Anton Hallmann kennen und ist seitdem mit ihm befreundet. Hallmann ist deutschlandweit bekannter Illustrator, er lebt in Hamburg.

Briefe aus Beeskow

Seit Stefan Hornbach in Beeskow lebt, schreibt er jeden Tag einen Brief. Dazu hat sich Stefan Hornbach in Beeskow eigens einen Kugelschreiber gekauft. "Für neun Euro". Die Briefe verfasst der Schriftsteller ganz klassisch per Hand. Dann fotografiert er sie mit dem Smartphone und versendet sie online unter dem Titel "Briefe aus Beeskow". Jeweils einen  dieser Briefe möchte der Autor künftig jede Woche in der MOZ veröffentlichen. "Etwas Passendes wird dabei sein, es gibt ja schon eine kleine Auswahl."

Stück über die Rettung der Welt

Am Freitag wird Stefan Hornbach offiziell in sein Amt als Burgschreiber eingeführt. Wie es üblich ist, hält die Laudatio sein Vorgänger Sascha Macht. Dann wird Stefan Hornbach das Mikro ergreifen. Er verspricht, ganz Theatermann, eine szenische Lesung, die er gemeinsam mit seiner Schauspielkollegin Jana Julia Roth absolvieren wird. Zur Werkauswahl gehört "Über meine Leiche" aus dem Jahr 2016, "Plane(t) B", ein brandaktuelles Stück über die Rettung der Welt sowie Passagen aus einem Roman-Manuskript.

Vom Team der Burg wurde Stefan Hornbach sofort herzlich aufgenommen. Am Bahnhof war er von Burgchef Arnold Bischinger am Samstag persönlich  abgeholt worden. Stefan Hornbach ist der 27. Burgschreiber. Im Rahmen des vom Landkreis Oder-Spree und der Stadt Beeskow gemeinsam ausgelobten Stipendiums wird der Autor fünf Monate auf der Burg Beeskow leben und arbeiten.

Antrittslesung des neuen Burgschreibers Stefan Hornbach, Freitag 19 Uhr in der Burg Beeskow, 5 Euro Eintritt.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
(Ihr Name wird auch in der Zeitung veröffentlicht. Die Adresse wird nicht veröffentlicht.)
© 2019 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG