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Der "Erlebnisgarten" in Friedland gedeiht und wird rege genutzt.

Naturpädagogik
Schüler legen im "Erlebnisgarten" Blühstreifen an

Tatkräftige Mithilfe: Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Erlebnisgarten am Hort der Friedländer Grundschule legen einen Blühstreifen an.
Tatkräftige Mithilfe: Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Erlebnisgarten am Hort der Friedländer Grundschule legen einen Blühstreifen an. © Foto: Peter Lorenz
Jörg Kühl / 08.11.2019, 19:30 Uhr
Beeskow (MOZ) Mit Hilfe einer Zuwendung für den Erlebnisgarten in Höhe von knapp 2500 Euro durch Lottomittel des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft Brandenburg können in Friedland nun weitere Projekte in Angriff genommen werden. Das berichtet der Förderverein Naturpark Schlaubetal, der das Projekt vor gut einem Jahr gemeinsam mit der Stadt Friedland ins Leben gerufen hatte.

Der Erlebnisgarten ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Stadt und dem Förderverein. Der Förderverein kommt mit der Kooperation einem Vereinszweck nach, nämlich den heimatlichen Naturschutz in die Öffentlichkeit zu tragen, und ihn in der nachwachsenden Generation ans Herz zu legen. Der Förderverein stellt dazu seine naturschutzfachliche Expertise zur Verfügung. Dabei kann er, wie vertraglich vereinbart, auf die tatkräftige Unterstützung der Hort- und Kitakinder der Stadt Friedland bauen. Die Stadt ihrerseits ist ein Sorgenkind los geworden: Für den ehemaligen Schulgarten, der in den Jahren zuvor brach lag, gibt es seit gut einem Jahr eine sinnvolle Nachnutzung, schließlich ist der Erlebnisgarten für die Kinder der Grundschule Friedland und des Hortes Regenbogen sowie der drei Kindertagesstätten der Stadt Friedland ein einzigartiger Erholungs- und Lernort.

Seit diesem Schuljahr besteht am Hort der Grundschule der Stadt Friedland eine AG Erlebnisgarten. Die AG wird vom Horterzieher Peter Lorenz, selbst Mitglied im Förderverein des Naturparks Schlaubetal, geleitet.  Im Rahmen des Projekts können die Schüler einen Garten mal anders erleben und vor allen Dingen selber gestalten und das nicht mit kurzer Rasenlänge, sondern mit wilden Ecken und selbstkreierten Erlebnisbereichen. Dabei lernen die Kinder ganz nebenbei heimische Pflanzen und ihre tierischen Nutznießer kennen.

"Im Vordergrund stehen eine blütenreiche Landschaft, Schmetterlinge und andere Insekten sowie das Naturerlebnis und die Erholung", sagt Peter Lorenz.  Dank der diesjährigen Bewilligung von Lottomitteln konnte der Förderverein Naturpark Schlaubetal  heimische Kräutersamen erwerben, die die Kinder direkt in die Erde gebracht haben, um im nächsten Jahr viele Insekten zu beglücken.

Bänke werden angeschafft

Um das Angebot für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge auch langfristig zu sichern, können die Kinder, nicht zuletzt durch die jüngste finanzielle Unterstützung, auch mehrjährige insektenfreundliche Stauden und Kräuter für die geplante Kräuterburg pflanzen. Auch das Baumaterial für Insektenhotels wurde bereits geliefert. Das Zusammensetzen der Bauten wird eine Arbeit für die kalten und nassen Tage sein, damit im kommenden Jahr ihre geflügelten Bewohner einziehen können. Das "alte" Insektenhotel, das bis vor kurzem im Schulgarten stand, wird neu eingerichtet und anschließend im Erlebnisgarten wieder aufgestellt. Nur der Rahmen bleibt bestehen. Das Innenleben, das aus natürlichen und künstlich hergestellten Waben und Schlupfröhren, gelochten Hölzern und angeschnittenen Halmen besteht, wird ein Projekt der Wintermonate sein, verspricht Peter Lorenz. Das Insektenhotel soll zur Heimstatt unzähliger geflügelter und ungeflügelter Kleinlebewesen werden.

Aber auch für die Kinder selbst können jetzt, dank der Förderung, Plätzen zum Verweilen und zum Arbeiten im Freien zur Verfügung gestellt werden. Dazu werden naturnahe Holzbänke angeschafft, die den Erlebnisgarten bereichern.

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