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Am Wochenende haben waren St. Marien, der Kirchplatz und der Markt voller Menschen. Überall roch es nach Glühwein.

Markttreiben
Schwungvoll in den Advent

Jörg Kühl / 02.12.2019, 07:00 Uhr
Beeskow (MOZ) Das Konzept ging auf: Erstmals seit langen nutzte die Stadt ihre prominenteste Immobilie als Kulisse für einen stimmungsvollen Adventsmarkt. Rings um St. Marien waren Stände aufgebaut, die meisten davon waren mit kulinarischen Angeboten bestückt. Noch war der "Ring" um die Kirche noch nicht geschlossen: Vor allem an der Nordflanke der Kirche gab es Lücken. Dennoch lohnte sich ein Gang rings um das Backstein-Bauwerk. Angebote gab es besonders für Kinder. So war der Streichelzoo von Schäfer Ronald Rocher  heiß begehrt. Der Möllendorfer ließ es nicht nur zu, dass die die Schafe, Ziegen und knuddelig-weichen Hütehunde-Babys gestreichelt wurden. Die Kinder durften sogar in das Streichelgehege hinein, um einen noch innigeren Kontakt zu den Tieren zu haben. Das kam auch bei der achtjährigen Klara Klawunn, die mit ihren Eltern aus Tauche zum Weihnachtsmarkt gekommen war, sehr gut an.

Ein weiteres Highlight war das Kettenkarussel an der südöstlichen Ecke des Kirchplatzes. Hier erlebten Miley (11) und Katy (5), die mit ihren Eltern Monique und Sebastian Schaar auf dem Adventsmarkt waren, ihre erste Fahrt mit einem Kettenkarussell überhaupt. Anschließend ging es zu den Essensbuden, um Waffeln und Zuckerwatte zu ergattern. "Wir habe schon einen Burger gehabt, war wirklich super!", schwärmten ihre Eltern.

Am Samstagnachmittag war der Kirchplatz vor der Alten Schule plötzlich gerammelt voll. Der Grund war der traditionelle Anschnitt des zwei meter langen Christstollens, den die Bäckerei Schulze aus Tauche angeliefert hatte. Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Sven Wiebicke, legte als erster das Messer an. Er vollzog den Längs-Schnitt, der das Backwerk in zwei lange Hälften teilte. Anschließend half ihm Bürgermeister Frank Steffen, den Stollen von der Mitte aus in fingerdicke Scheiben zu schneiden. Zahllose Hände griffen beherzt zu. Etwa 20 Minuten nach dem Anschnitt waren auf dem Holzbrett nur noch Krumen überig. Vor der Alten Schule gab es eine Klasse, die ihre Klassenkasse aufmöbelte: Schüler der 7d vom Rouanet-Gynasium stachen vor den Augen der Gäste Plätzchen aus. Fertig gebacken konnte man sie, noch handwarm, erwerben.

Großen Andrang gab es an beiden tagen in der Kirche. Dort waren Stände mit Kunsthandwerk, weihnachtlichen Dekoartikeln und selbstgebastelten Schätzen zu erwerben. Diese Chance ließ sich die Klasse 9d der Albert-Schweitzer-Oberschule nicht entgehen, und füllten, wie die Siebener vom Rouanet, die Klassenkasse auf. "Alles selbst hergestellt", verriet Schülerin Anna-Lena Koss, die mit ihren Mitschülern Elisa-Sophie Gosemann und Paul Korczak sowie den Pädagoginnen Angelika Grobowski und Ramona Eichhorn den Stand am Samstag betreuten.

Klassen bessern Kasse auf

Die Eisbahn mit überdachtem Eisstock-Schießen war ein weiterer Höhepunkt des Adventswochenendes. Die Bahn wird noch bis 21. Dezember auf dem Marktplatz Nutzern zur Verfügung stehen. Seit Freitagabend wird hier das vierte Eisstockschießen von Preußen Beeskow ausgerichtet.  Eine von zahlreichen Teilnehmern ist Katrin Waldner vom Team "Steuerberatung Leinert". Die Beeskowerin ist mit Begeisterung bei der Sache. So nutzte sie eine Pause zwischen zwei Wertungsläufen, um ihre Technik zu verbessern. "Von mir aus könnte die Eisstockbahn den ganzen Winter über da sein, ich werde sie jedenfalls nach dem Abbau vermissen."

Während des Weihnachtsmarkts gab es an der Ecke Breite Straße/Berliner Straße einen Trödelmarkt, der trotz eisiger Kälte gut besucht war. Margit Heyn, Händlerin aus Eisenhüttenstadt, hatte Nussknacker, Schwibbogen und andere weihnachtliche Dinge aufgetischt.

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