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Vereinsleben
Schwieriger Start beim Storkower SC in schwieriger Zeit

Roland Hanke / 24.03.2020, 17:30 Uhr
Storkow (MOZ) Ihrem Hobby nachzugehen ist für die rund 440 Mitglieder des Storkower SC momentan so wie für alle Sportlerinnen und Sportler angesichts der aktuellen Lage nicht möglich. Und das wird wohl noch eine längere Zeit so bleiben.

"Wir halten uns alle strikt an die bezüglich der Pandemie geltenden Regeln und zeigen damit den nötigen Respekt für die Gesellschaft", sagt Lucas Habermann. Und der neue Vorsitzende des SSC fügt an: "Wir wollen aber auch helfen. Deshalb haben wir eine Aktion gestartet, um Corona-Risikogruppen in Storkow und Umgebung bei der Bewältigung ihres Alltags zu unterstützen – zum Beispiel beim Einkaufen oder bei medizinisch notwendigen Besorgungen aus der Apotheke. Ansprechpartner und Koordinator dafür ist in unserem Verein Jugendobmann Elmar Darimont."

Ansonsten sind alle Aktivitäten in den vier Abteilungen des SSC – Fußball, Kegeln, Schach und Tischtennis – vorerst bis zum 19. April eingestellt. "Es gibt auch keine Trainer- oder Vorstandssitzungen", sagt Habermann, der am 28. Februar als Nachfolger von Alexander Franzmann zum Vereinsvorsitzenden gewählt worden war. "Notwendige Absprachen laufen per Telefon, SMS oder E-Mail", erklärt der 34-Jährige. "Für mich ist das natürlich ein schwieriger Start in einer schwierigen Zeit. Doch meine Mitstreiter unterstützen mich nach besten Kräften."

Sehr gut bestelltes Feld

Auch sein Vorgänger, der das Amt nach vier Jahren aus beruflichen Gründen abgegeben hatte, "steht mir mit Rat und Tat zur Seite, wenn ich Fragen habe. Überhaupt hat Alex eine prima Arbeit geleistet, die Zusammenarbeit mit der Stadt Storkow intensiviert und mir ein sehr gut bestelltes Feld übergeben", sagt Habermann, der dem Verein seit 2000 angehört. Der gebürtige Bad Saarower war 1989 mit seinen Eltern von Fürstenwalde nach Storkow gezogen, spielte von 1994 bis 2000 Fußball bei Eintracht Reichenwalde.

Habermann, der momentan bei seiner Arbeit als Steuerfachangestellter in Königs Wusterhausen sehr viel zu tun hat, ist im gesamten Fußballkreis Ostbrandenburg bekannt, in dem er  auch als Schiedsrichter unterwegs ist. Und in diesem Metier feiert er am 27. Januar 2021 sein 20-jähriges Jubiläum. "Das macht mir großen Spaß. Ich habe fast 1000 Einsätze als Unparteiischer zu Buche stehen, werde das auch weitermachen, allerdings durch mein neues Vereinsamt in reduziertem Umfang", erklärt der SSC-Chef, der zudem noch aktiv in der zweiten Storkower Mannschaft in der Kreisliga Mitte spielt.

Fußball ist für den 34-Jährigen, der gerne kocht und in die Sauna geht sowie kulturell und politisch interessiert ist, das große Hobby. "Ich hoffe, dass unsere erste Mannschaft mittelfristig wieder den Sprung in die Landesebene schafft, auf der sie 15 Jahre lang, von 2004 bis 2019 gespielt hat", sagt Habermann. Der Storkower SC hat in dieser Saison fast

20 Fußball-Teams – angefangen vom Nachwuchs mit Mädchen und Jungen über Frauen und Männer bis hin zu den Oldies – im Spielbetrieb. Hinzukommen in den anderen Abteilungen je eine Männermannschaft im Kegeln, die gerade Kreismeister geworden ist, und im Schach sowie eine Freizeittruppe im Tischtennis.

Insgesamt sei die Tendenz der Mitgliederzahlen positiv. Zudem kann der Verein auf eine gute Infrastruktur an zwei Standorten zurückgreifen. Im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportplatz im Storkower Stadtteil Karlslust sowie im Sportzentrum Alt Stahnsdorf gibt es je zwei Großfeld- und einen Kleinfeld-Fußballplatz. Dazu kommt eine Minispielfeld in Storkow. "Der momentane Stillstand hat auch den einen positiven Effekt: Die Rasenflächen können ruhen und sich erholen. Unsere Platzwarte Ronald Melzer in Storkow und Matthias Sommerkorn in Alt Stahnsdorf pflegen sie und bringen auch das Drumherum in Schuss", erklärt Lucas Habermann, der seit 2008 Vorstandsmitglied im Verein ist und bis 2018 die Abteilung Fußball leitete.

Weiterer Ausbau der Anlagen

In Alt Stahnsdorf will der SSC die jetzt viel Strom verbrauchende Flutlichtanlage auf LED-Lampen umstellen, um Kosten zu sparen. "Und auf dem Storkower Gelände wollen wir mittel- bis langfristig in enger Zusammenarbeit mit der Stadt ein neues Mehrzweckgebäude errichten, das allen Storkowern zu Gute kommen soll", erklärt Habermann. Er und seine Mitstreiter hoffen, dass alle gut durch die Corona-Pandemie kommen. Zugleich sehnen sie den Tag herbei, ab dem sie wieder ihrem Hobby auf Sportplatz, Kegelbahn oder in der Halle nachgehen können.

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