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Tischtennis
Ruhe an Tischen und Netzen

Detlef Bork unterlag mit dem FSV Beeskow IV, Schlusslicht der Kreisklasse Süd, beim BTTV Sztankovics III mit 3:10. Das war Ende Februar. Zwei Wochen später fanden die letzten Partien statt, danach wurde die Saison zunächst ausgesetzt und jetzt abgebrochen.
Detlef Bork unterlag mit dem FSV Beeskow IV, Schlusslicht der Kreisklasse Süd, beim BTTV Sztankovics III mit 3:10. Das war Ende Februar. Zwei Wochen später fanden die letzten Partien statt, danach wurde die Saison zunächst ausgesetzt und jetzt abgebrochen. © Foto: Udo Arendholz
Frank Thomas, Kai Beißer / 24.04.2020, 05:30 Uhr
Beeskow Nun ist es also amtlich: Fünf Wochen nach der Entscheidung des Landesverbandes ist auch in den insgesamt sechs Kreis-Spielklassen der Bereiche LOS-Nord und Süd die Saison vorzeitig beendet. "Angesichts der anhaltenden Sport-Einschränkungen aufgrund der Corona-Krise gab es keine Alternative", sagt Hartmut Gaertner, Vorsitzender des Tischtennis-Kreisverbandes Nord. Für den Süd-Bereich bestätigen die Staffelleiter der Kreisliga und -klasse, Udo Arendholz und Anton Pranke, ebenfalls den Abbruch.

"Ich habe Anfang der Woche mit allen Mannschaftsleitern telefoniert und wir sind übereingekommen, die Saison zu beenden", sagt Pranke. In der Kreisklasse Süd wären noch zwei Runden zu absolvieren gewesen, in der Kreisliga stand lediglich ein halbes Dutzend Nachholspiele aus. Auf- und Absteiger soll es nach Lage der Dinge nicht geben, und da auch keine Abmeldungen avisiert sind, dürften beide Spielklassen nach aktuellem Standunverändert in die neue Saison gehen. Diese soll im September starten, die Wettkampfordnung auf der Sitzung der Mannschaftsleiter beraten werden – ein Termin dafür ist allerdings offen.

Kein Mitglied im TTVB

Hartmut Gaertner hatte in Erwägung gezogen, die offenen fünf Spieltage in der Kreisliga sowie der 1. bis 3. Kreisklasse Nord bei Wiedereröffnung der Sporthallen nachzuholen. An die Beschlüsse des TTVB muss sich der Kreis nicht halten, weil er nicht Mitglied im übergeordneten Landesverband ist.

Der Erkneraner hat sich seine Entscheidung nicht leicht gemacht, telefonierte in den zurückliegenden Wochen mit den Kapitänen aller Spitzenmannschaften, um ein genaues Meinungsbild zu erfragen. "Es standen zwei Abbruch-Szenarien zur Debatte: Wertung der Tabellen zum Zeitpunkt der Einstellung des Spielbetriebes oder zum Abschluss der Hinrunde. Einhellig haben sich alle Befragten für die erste Variante ausgesprochen." Gaertner räumt ein: "Vielleicht war ich Ende März doch etwas blauäugig zu glauben, dass wir es noch schaffen, die Saison zu Ende zu bringen. Es wäre natürlich die fairste aller Lösungen gewesen."

Immerhin: Der Pokalwettbewerb soll zu einem späteren Termin, möglichst noch in diesem Kalenderjahr, beendet werden. Die Viertelfinals hätten am 23. und 24. März, die Halbfinals am 26. Mai sowie Finale und Spiel um Platz 3 am 2. Juni ausgetragen werden sollen.

Überragendes Duo des KSV II

In der Kreisliga Nord eroberte Serienmeister 1. KSV 64/90 Fürstenwalde mit seiner zweiten Mannschaft einmal mehr den Titel. Das Team um die überragenden Mario Berndt (41:0 Siege) und Olaf Plocke (39:0) setzte sich mit 32:0 Punkten vor dem Stadtrivalen Pneumant V (30:2) durch. Das direkte Duell in der ersten Halbserie hatte der KSV II 10:6 für sich entschieden. Mit Ausnahme der Saison 2016/17, als Chemie Erkner dominierte, haben die Spreestädter damit seit 2014 sechs von sieben möglichen Meisterschaften verbuchen können. Einziger Absteiger ist der TTV Geschwister-Scholl-Gymnasium I, der von 15 Spielen nur eines gewinnen konnte.

Als großer Erfolg darf die abgebrochene Saison in Rauen gefeiert werden. Die ersten beiden Mannschaften landeten auf Mittelfeldplätzen in der Kreisliga beziehungsweise der 1. Kreisklasse, die dritte Vertretung steigt als Sieger der zweithöchsten Spielklasse (30:4 Punkte) in die Eliteliga auf, die SG Rauen IV schließlich klettert von der 2. in die 1. Kreisklasse (25:5). Die einzige Niederlage musste der Tabellenführer am 10. März unmittelbar vor dem Aussetzen des Spielbetriebs mit einem 3:10 gegen den SV Woltersdorf III hinnehmen, der sich damit auf Platz 2 schob und völlig überraschend ebenfalls den Gang in die 1. Kreisklasse antreten darf. Zum Abschluss der Hinrunde war die Mannschaft nur Sechster, verlor danach aber keine Partie mehr. Somit haben auch die Randberliner in dieser Chaos-Saison zwei Aufsteiger, gelang doch dem SVW I erstmals in der Vereinsgeschichte der Sprung in die Landesliga.

Tabellenführer und -letzter, Auf- und Absteiger

Die Kreisliga Nord wird nach jetzigem Stand künftig wieder mit zwölf Mannschaften spielen, da auch der Tabellenzweite der1. Kreisklasse, der TTCJacobsdorf (24:10 Punkte), sein Aufstiegsrecht wahrnehmen wird.Absteiger in die 2. Kreisklasse sind der TTVGeschwister-Scholl-Gymnasium III (6:28) und dieSG Gaselan Fürstenwalde III (0:34), diese verlassen muss der SV Spreeufer Fürstenwalde I (2:28).Aufsteiger aus der3. Kreisklasse: Pneumant VII (34:0) und der 1. KSVFürstenwalde III (25:5).

Meister der Kreisliga Süd ist Preußen Beeskow I (26:2), Tabellenachter und damit -letzter der Goyatzer SV V (2:22). In der Kreisklasse Süd rangiert zum Zeitpunkt des Abbruchs der Saison Preußen Beeskow IV (29:5) vor dem BTTV Elektro Sztankovics II (29:7), das Tabellenende bilden auf den Plätzen 10 und 11 Goyatz VI (5:31) und der FSV Beeskow IV (3:31).⇥red

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