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Vandalismus
Bienenkönigin auf der Burg Storkow bleibt unversehrt

Imker Holger Ackermann kontrolliert nach dem Vandalismusakt die Waben mit den aufgeregten Bienen.
Imker Holger Ackermann kontrolliert nach dem Vandalismusakt die Waben mit den aufgeregten Bienen. © Foto: Elke Lang
Elke Lang / 19.05.2020, 21:30 Uhr
Storkow (MOZ) Holger Ackermann fällt ein Stein vom Herzen: Der Bienenkönigin ist nichts passiert. Er sieht sie sofort in dem Gewimmel auf der voll besetzten Wabe. Sie ist größer und zum Zwecke der besseren Erkennbarkeit mit einem großen, weißen Fleck markiert. Am Donnerstagnachmittag hatte er einen Anruf vom Besucherinformationszentrum der Burg Storkow erhalten, dass sich Jugendliche an den Burgbienen zu schaffen gemacht hatten.

"Ich bin gleich hergefahren und war erst einmal froh, dass die Beute noch steht und die Bienen fliegen, wenn auch ziemlich aufgeregt. An ihren gelben Pollenhöschen sieht man, dass sie fleißig sammeln. Zwei üppig blühende Kastanienbäume in ihrem Umfeld geben ihnen reichlich Nahrung. Ein Bienenvolk ist ohne die Königin nicht überlebensfähig. "Arbeitsbienen", so erklärt der erfahrene Imker, "werden lediglich um die 40 Tage alt. Nur die Königin legt Eier, und zwar im Frühjahr und Sommer pro Tag etwa 2000. Dadurch ist eine ständige Verjüngung des Schwarms gewährleistet."

Die Beute mit den Bienen hat der Groß Schauener erst am 2. Mai aufgestellt, nachdem es zwei Jahre lang hier keine Burgbienen gab. Grund war Vandalismus. Der Kasten war umgestoßen worden. "Im Frühjahr flogen noch vereinzelt Bienen des einst 10000 Tiere großen Volkes, aber ohne Königin hatte es keine Chance", schildert Holger Ackermann die damalige Situation.

Wieder Bienen auf der Burgwiese anzusiedeln war eine Entscheidung, um die das Burgteam um die Leiterin des Besucherinformationszentrums des Naturparks Dahme-Heideseen, Franziska Kowalsky, ihn gebeten hatte.

Naturnahes Gärtnern

"Die Bienen passen gut zu der von Sarah Mamerow und Frank Henzensdorf durchgeführten Reihe ‚Du und Dein Garten‘. Wir wollten naturnahes Gärtnern vermitteln, und die Honigbiene ist ein Symbol für den Artenschutz und lässt sich gut vorführen", erklärt sie.

Holger Ackermann hat die Beute so gut wie möglich mit einem Gurt gesichert. Weitere Schutzmaßnahmen wären denkbar, "aber das widerspricht der Natürlichkeit und der Erlebnismöglichkeit". Er appelliert an Übermütige: "Es ist keine Mutprobe, so einen Bienenstock zu öffnen. Diese Bienen sind sehr sanftmütig." Er lädt die zwei "Helden" gern zu sich ein, damit sie diese possierlichen Stachelträger näher kennenlernen können. Für die aufmerksame Frau, die den Vorfall der Polizei gemeldet hat, hat er als Dank ein Glas Honig bereitgestellt. Sie solle sich bitte bei ihm melden.

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