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Albert-Schweitzer-Oberschule
Zehntklässler in Beeskow mit Zeugnissen und Ratschlägen in die Welt entlassen

Peggy Lohse / 21.06.2020, 07:00 Uhr
Beeskow (MOZ) So unterschiedlich wie die gewählten Outfits für den letzten Schultag, so unterschiedlich sind die angestrebten weiterführenden Ausbildungswege der nun ehemaligen Zehntklässler der Albert-Schweitzer-Oberschule in Beeskow, die am Freitag ihre Abschlusszeugnisse erhielten. Insgesamt 69 Absolventinnen und Absolventen verlassen die Schule in diesem Jahrgang, davon fünf Förderschüler.

Drei Schüler werden den Jahrgang wiederholen. Die drei besten Schülerinnen sind Una Bittner mit einem Durchschnitt von 1,27, Clarissa Schulz (1,47) und Lea-Elisabeth Ernst (1,53). Insgesamt wurden fünf verschiedene Abschlüsse erreicht. Fünf Schüler erreichten den Förderschulabschluss, drei im Bereich Lernen, zwei im Bereich geistige Entwicklung. Drei Schüler erarbeiteten sich die einfache, 19 die erweiterte Berufsbildungsreife. Mit 22 Schülern erkämpften sich 34 Prozent der Absolventen die einfache Fachoberschulreife, 20 weitere (31 Prozent) jene mit Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. Insgesamt erreichten also 65 Prozent dieses Jahrgangs 10 einen höheren Schulabschluss mit Aussicht auf Abitur oder Fachabi. Das sei überdurchschnittlich, betont Schulleiter Frank Boywitt. Sonst liege diese Quote eher um die 30 Prozent.

Auch die Corona-Krise, das Homeschooling per digitalem Klassenbuch und herausgegebenen Aufgaben, haben die Schülerinnen und Schüler gut gemeistert. "Sie haben ihre Leistungen gebracht", so Boywitt anerkennend. Die Ergebnisse jedenfalls haben die Prüfungen unter Abstand- und Hygiene-Regeln nicht beeinflusst. Es habe sich allerdings noch deutlicher gezeigt, welche Schüler aktiv und diszipliniert auch zu Hause lernten. Und welche weniger. Teilweise gab es gar Verbesserungen.

Die eigentlich festlicher vorgesehene Zeugnisausgabe mit Schulleiter, Klassenlehrern und Erinnerungsfotos an Schulfahrten fand in drei Gruppen statt. Einzelne Elternsprecher wohnten der Veranstaltung bei, dennoch saßen die Jugendlichen vorherrschend allein und weit verteilt in der Aula der Schule, während sie ihre Zeugnisse und Blumen bekamen. "Die Umstände sind nicht angemessen, aber zeitgemäß", meint Boywitt. Auch für ihn waren die Corona-Regeln nach mehr als 30 Lehrerjahren überraschend und fremd.

Boywitt betont, wie bedeutend in der Schule und erst recht in der Zukunft die individuellen Leistungen und Entscheidungen sein würden. Und wünschte Glück. Viele Absolventen, nämlich 25, wollen weiter Fachabi oder Abitur am Oberstufenzentrum machen. Zwei wechseln an andere weiterführende Schulen. Für den handwerklichen Bereich haben sich 16 Schüler entschieden, jeweils zwei für Landwirtschaft und Handel, acht wollen soziale oder medizinische Berufe erlernen. Unentschieden sind noch sechs. Für sie könnten auch ein Freiwilliges Soziales Jahr oder ähnliche Programme in Frage kommen.

Gratulation den Absolventen des Jahres 20XXXX

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