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Kreistag Oder-Spree
Spreeradweg wird bis 2021 modernisiert

Die Modernisierung zweier weiterer Spreeradweg-Abschnitte beschloss der Kreistag am Dienstag in der Turnhalle des OSZ Fürstenwalde ohne Redebedarf. Zuvor hatte Rolf Lindemann im Geschäftsbericht ein Strategiepapier der Tesla-Steuerungsgruppe vorgestellt.
Die Modernisierung zweier weiterer Spreeradweg-Abschnitte beschloss der Kreistag am Dienstag in der Turnhalle des OSZ Fürstenwalde ohne Redebedarf. Zuvor hatte Rolf Lindemann im Geschäftsbericht ein Strategiepapier der Tesla-Steuerungsgruppe vorgestellt. © Foto: Peggy Lohse
Peggy Lohse / 25.06.2020, 04:00 Uhr - Aktualisiert 25.06.2020, 11:37
Fürstenwalde (MOZ) Völlig diskussionslos und ohne jeglichen Redebedarf beschloss der Kreistag Oder-Spree auf seiner sechsten Sitzung am Dienstagabend in der Turnhalle des Fürstenwalder Oberstufenzentrums in Palmnicken die Modernisierung der zwei verbleibenden Bauabschnitte des Spreeradweges mit einer Gesamtlänge von 36 Kilometern auf dem Kreisgebiet. Damit beauftragt das Gremium nun die Verwaltung mit der planerischen Vorbereitung und der baulichen Ausführung der betreffenden Abschnitte.

Der Fernradweg entlang der Spree führt auf einer Länge von circa 49 km durch den Landkreis Oder-Spree. Die Städte Fürstenwalde, Storkow und Beeskow, die Ämter Odervorland und Spreenhagen sowie die Gemeinden Grünheide, Rietz-Neuendorf und Tauche hatten bereits bis April 2019 bei der Kreisverwaltung einen Modernisierungsbedarf ihrer kommunalen Radwegstrecken des Spreeradweges von etwa 36 Kilometern angemeldet und einen Kooperationsvertrag mit dem Landkreis erwirkt.

Zur praktischen Umsetzung des Projektes wurden drei Bauabschnitte eingeteilt. Der erste Abschnitt mit zehn Teilbauabschnitten über insgesamt 14 Kilometer hatte durch den Kreistagsbeschluss vom Dezember 2019 bereits planerisch vorbereitet werden können. Am 3. Juli wird er offiziell für den Verkehr freigegeben.

Für den zweiten und dritten Bauabschnitt über circa 22 Kilometer soll nun mit dem frischen Beschluss vom Montag die Planung weiter forciert werden, um diese noch in diesem und im nächsten Jahr baulich umzusetzen.

Die Streckenführung soll sich an der vorhandenen orientieren, um Eingriffe in Natur- und Landschaft gering zu halten, so sieht es die Sachdarstellung des Beschlusses vor. Die künftigen Fahrbahnbreiten des Radweges richten sich nach der aktueller Nutzung: Auf selbständig genutzten Radwegstrecken wird die Fahrbahnbreite drei Meter, auf Strecken mit Mehrfachnutzung 3,50 Meter betragen. In Waldbereichen soll ein durchgängiger Wurzelschutz eingebaut werden, um künftig Aufbrüche der Fahrbahn zu vermeiden. Eine besonders glatte Oberfläche des Weges ermöglicht auch das Inlineskaten und Rollerfahren.

Insgesamt sind für die Modernisierung des Spreeradweges auf dem Territorium des Landkreises Oder-Spree knapp 13,3 Millionen Euro veranschlagt. Dieser Finanzbedarf soll gemäß der Richtlinie zur Förderung der wirtschaftsnahen kommunalen Infrastruktur im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW-I) zu 90 Prozent aus Zuwendungen des Landes Brandenburg (11,5 Millionen Euro) sowie aus zehn Prozent Eigenmitteln des Landkreises Oder-Spree (1,3 Millionen Euro) gedeckt werden.

Zwei Touren unter Prioritäten

Zwei weitere bedeutende Fernradwege auf dem Kreisgebiet sind vom Kreistag außerdem mit der veränderten Prioritätenliste für den Investitionsbedarf von Oder-Spree von 2021 bis 2024 abgesegnet: die Tour Brandenburg und die Oder-Spree-Tour.

Erstere ist mit insgesamt 1088 Kilometern der längste Fernradweg Deutschlands. Er führt etwa 50 Kilometer durch Oder-Spree. Es wurde ein Modernisierungsbedarf von 28 Kilometern kommunaler Radwegstrecken angemeldet. Die Oder-Spree-Tour über 250 Kilometer erschließt als Rundkurs den gesamten Kreis. Der angemeldete Modernisierungsbedarf betrifft etwa 67 Streckenkilometer. Schadensursachen sind überall vor allem Aufbrüche in der Fahrbahn durch Wurzeln sowie Kantenabbrüche durch Befahren von land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen. Für diese beiden Projekte werden die Kosten auf insgesamt rund 24 Millionen Euro geschätzt. Wie beim Spreeradweg soll eine 90-prozentige Förderung durch das Land beantragt werden. Die diesbezüglichen Beschlüsse sind für Herbst/Winter dieses Jahres angesetzt.

Der Spreeradweg

Der Spreeradweg führt von der höchsten Spreequelle am Berg Kottmar bei Eibau in der Oberlausitz über 380 Kilometer durch die Lausitz, Heide- udn Teichland sowie das Seenland Oder-Spree bis zur Mündung in die Havel bei Berlin. Knapp 250 Kilometer davon verlaufen auf dem Gebiet des Landes Brandenburg, insgesamt 49 Kilometer durch den Landkreis Oder-Spree.⇥plo

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