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Konzert
"Leif in Concert Vol.2" kommt ins Schukurama nach Beeskow

Neustart im Kino: Luise Heyer (Mitte) spielt die Barfrau Lene in "Leif in Concert Vol.2". Der Film von Regisseur Christian Klandt (links) war einer der ersten Neustarts nach der Corona-Krise in den Kinos. Klandt hat den Film gemeinsam mit seinem Freund und Partner Martin Lischke produziert.
Neustart im Kino: Luise Heyer (Mitte) spielt die Barfrau Lene in "Leif in Concert Vol.2". Der Film von Regisseur Christian Klandt (links) war einer der ersten Neustarts nach der Corona-Krise in den Kinos. Klandt hat den Film gemeinsam mit seinem Freund und Partner Martin Lischke produziert. © Foto: Mike Auerbach
Olaf Gardt / 30.07.2020, 04:00 Uhr
Beeskow (MOZ) Die Kritiken nach der Premiere waren bemerkenswert. "Vielleicht das perfekte Post-CoronaKino" hieß  es bei epd Kino "Eine Art Gegengift zu all dem, was Corona derzeit bedeutet", schrieb die FAZ. Ab Donnerstag kann man nun auch in Bad Saarow sehen, ob das stimmt, einen Tag später läuft der Film im Beeskower Schukurama an.

Neben den guten Kritiken gibt es viele weitere Gründe, sich "Leif in Concert Vol. 2" anzusehen. Da ist die Geschichte. Erzählt wird ein typischer Kneipenabend. Es geht um die Frau an der Bar und ihre Sehnsüchte, den Musiker Leif, der ein Konzert geben wird und um die vielen Stammgäste, ist Freuden, ihre Sorgen, ihre Nöte. Und wenn auch Ostbrandenburg nicht gerade für seine Kneipenkultur bekannt ist, hat auch hier so mancher ein zweites Wohnzimmer, in dem es Bier aus dem Zapfhahn gibt oder erinnert sich zurück an die Jahre in der Stadt, in der man eben eine Lieblingskneipe an der Ecke hatte. Und genau um diese Kneipe geht es in dem Film.

Beeskow half bei Finanzierung

Ein weiterer Grund, ihn anzugucken: Es ist ein Beeskow-Film. Regisseur Christian Klandt stammt aus der Stadt, ebenso Chefkameramann René Gorski. Die Stadt Beeskow, zahlreiche Firmen und auch Privatleute haben über eine Crowdfunding-Aktion an der Finanzierung mitgewirkt. Weil es diese Unterstützung aus der Region gibt und gab, hat Christian Klandt schon vor Monaten versprochen, dass nicht nur der Film in Beeskow zu sehen sein wird, sondern er auf alle Fälle auch mit einem Teil des Teams in seine Heimatstadt kommt. Geplant war das ursprünglich im Rahmen des Festivals Achtung Berlin im April. Dort sollte "Leif in Concert Vol. 2" der Eröffnungsfilm sein.

Dieser Eröffnungsfilm ist seit Jahren auch im Schukurama zu sehen. Beeskow ist Brandenburger Außenstelle des Festivals, das sich vor allem jungen Filmen aus den beiden Bundesländern verschrieben hat. Coronabedingt hat das nicht geklappt. Klandt und Filmproduzent Martin Lischke mussten deshalb wie andere den Kinostart in den Sommer verschieben. Bedingt dadurch gab es den Soundtrack zum Film sozusagen als Vorgeschmack. Und auch der hat einen engen Bezug zur Region. Zu hören ist die Fürstenwalder Rockband Fahrenheit 212.

Den Beeskow-Besuch mit Teilen der Crew gibt es nun wahrscheinlich in der kommenden Woche. Klandt will ihn in die Promotour, für die er seit ein paar Wochen mit der Bahn quer durch die Republik fährt, einbauen. Der genaue Termin ist noch offen, ebenso, wer in seiner Begleitung sein wird. Sicher ist, dass sich Filmkenner auf bekannte Gesichter freuen dürfen. Denn die mitwirkenden Schauspieler sind ein vierter Grund, warum man Leif in Concert sehen sollte. Barfrau Lene wird von Luise Heyer gespielt. Man kennt sie als Mutter Margret aus "Der Junge muss an die frische Luft", aus Tatort, Polizeiruf und anderen Krimis. Bela B. singt und spielt Schlagzeug bei den Ärzten, Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke spielt sich im Film selbst. Er ist mit Vorträgen mehrfach in Frankfurt, Bad Saarow und anderen Orten Ostbrandenburgs zu Gast gewesen.

Bekannt schon aus Defa-Filmen

Klaus Manchen war im Defa-Indianerfilm "Der Scout" Gegenspieler von Weiße Feder Gojko Mitic. Weiter dabei sind David Wendt, Regisseur von "Er ist wieder da" und "Feuchtgebiete", Katharina Matz, Jule Böwe und Maryam Zaree. Martin Gottschild war als Gotti Teil der Band Sofaplanet, die 2001 mit "Liebficken" die deutschen Charts stürmte. Der langjährige Tatort-Kommissar Tilo Prückner  spielte in Leif in Concert als Stammgast Günther eine seiner letzten Filmrollen. Er ist Anfang Juli kurz vor dem Kinostart gestorben.

Wer sich wundert, dass schon Teil 2 von Leif in Concert im Kino ist und Angst hat, den Anfang der Geschichte verpasst zu haben, kann beruhigt sein. Christian Klandt schreibt am Drehbuch für den ersten Teil. In einem der kommenden Jahre wird er im Kino erzählen, wie die Barfrau Lene den Musiker Poorboy, der  als Leif nun in der Bar spielt, kennengelernt hat. Wenn es nach Klandt geht, wieder mit Luise Heyer in der Hauptrolle.

Aufführungstermine

"Leif in Concert Vol.2" ist  zunächst am 30. Juli und am 3. August jeweils ab 19.45 Uhr im Kino in Bad Saarow zu sehen. Am 31. Juli wird der Film dort ab 17.15 Uhr gezeigt.

Das Kino Schukurama in Beeskow hat den Film am 31. Juli und am  1. und 3. August  ab 20 Uhr im Programm. Am 5. August wird er ab 19.45 Uhr gespielt.

Der Film dauert genau 114 Minuten, es gibt dabei keine Altersbeschränkung.

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