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Irmgard Kühn vermittelt in einer neuen Broschüre die Geschichte des Neuzeller Strohhauses"

"Eins der erhaltenswertesten Häuser"

Einblicke: In der Broschüre über das Neuzeller Strohhaus gibt es auch zahlreiche historische Fotos.
Einblicke: In der Broschüre über das Neuzeller Strohhaus gibt es auch zahlreiche historische Fotos. © Foto: MOZ/Janet Neiser
Janet Neiser / 12.01.2018, 06:45 Uhr
Neuzelle (MOZ) Als echte Fleißarbeit kann man die gerade erschienene Broschüre zum Neuzeller Strohhaus bezeichnen. "Die Geschichte der Eigentümer, Bewohner und Nutzer des Neuzeller Tuchmacherhauses in Daten 1780 - 2001" ist der Titel. Auf 117 Seiten werden in Federführung von Irmgard Kühn geschichtliche Abrisse gegeben. Wer zusätzlich all die Kopien von handschriftlichen und offiziellen Dokumenten sowie die viele Fotos vom Strohhaus und von den Menschen, die damit in Verbindung standen und stehen, gesichtet hat, dürfte danach fast schon ein Experte für das Haus sein. Gefördert wurde das Broschüren-Projekt vom Landkreis Oder-Spree. Die Sparkasse Oder-Spree sowie die Stiftung Stift Neuzelle haben es als Sponsoren unterstützt.

"In der hier vorliegenden Schrift wird die Geschichte eines einzelnen Hauses in Schlaben, später Neuzelle genannt, vorgestellt. Die Eigentümer, Bewohner und Nutzer des Hauses von 1780 bis 2001 konnten lückenlos nachgewiesen werden", heißt es in dem Vorwort von Irmgard Kühn, die im Jahr 2001 vom Land Brandenburg sogar eine Dankesurkunde "für die Erhaltung des Strohhauses und den Ausbau als Museumshof ländlicher Alltagskultur" erhalten hat. Sie selbst schreibt, dass die Anerkennung aus Potsdam dem Verein "Strohhaus Neuzelle e.V" galt - für die jahrelange Bemühung um eine qualitätsvolle Restaurierung des Gehöftes von 1780 und der Errichtung eines kleines Museums im Jahr 2001.

Der Wert dieser dörflichen Haus- und Gartenstelle liegt Irmgard Kühn zufolge in der fast vollständig erhaltenen Baukonstruktion, der noch ursprünglich Raumgliederung und zahlreicher Details, die über das Leben im 18. Jahrhundert Auskunft geben. "Vor allem die noch aus der Erbauungszeit stammende Anordnung der Räume, die Organisation und Funktion um die Schwarze Küche herum, sowie die solide Baukonstruktion aus Holzfachwerk ... machen das Haus zu einem der erhaltenswertesten Häuser in Brandenburg", schreibt sie.

Die Broschüre, die 6 Euro kostet, ist natürlich im Strohhaus selbst, also im Slawengrund 11, zu haben. Geöffnet ist dort mittwochs bis sonntags von 11 bis 16 Uhr. Aber auch das Museum Himmlisches Theater auf dem Klostergelände bietet die Publikation zu den gängigen Öffnungszeiten an, genau wie die Besucherinformation am Stiftsplatz.

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