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Fantadu
Training mit professionellen Artisten

Übung unter professioneller Anleitung: Die Brasilianerin Jessica Savalla (hinten links) trainiert in der Turnhalle der Grundschule Ziltendorf mit den Mädchen des „Circus Fantadu“ den Umgang mit den Hula-Hoop-Reifen. Alle haben sichtbar Spaß dabei.
Übung unter professioneller Anleitung: Die Brasilianerin Jessica Savalla (hinten links) trainiert in der Turnhalle der Grundschule Ziltendorf mit den Mädchen des „Circus Fantadu“ den Umgang mit den Hula-Hoop-Reifen. Alle haben sichtbar Spaß dabei. © Foto: Frank Groneberg
Frank Groneberg / 18.02.2018, 20:00 Uhr - Aktualisiert 19.02.2018, 14:12
Wiesenau/Ziltendorf. Kinder und Jugendliche des „Circus Fantadu“ haben am Wochenende zusammen mit professionellen Artisten trainiert. In Wiesenau und Ziltendorf übten die Profis mit den Kindern und Jugendlichen für deren Jubiläumsshow „Kirmes“.

Die Szenerie sieht nicht nur sehr anspruchsvoll, sondern auch gefährlich aus. Drei junge Damen hängen über dem Boden in der Luft. Gehalten werden sie nur von langen roten Tüchern. Und als wäre das nicht Anstrengung genug, schickt sich ein viertes Mädchen gerade an, auf eine der in der Waagerechte schwebenden jungen Damen heraufzuklettern. Um wenig später auf einem ihrer ausgestreckten Beine zu stehen. Und darauf zu warten, dass ein zweites Mädchen auf das andere Bein klettert. Und alle drei werden nur von einem langen, an der Raumdecke befestigten roten Tuch gehalten.

Wer schon einmal eine Show des „Circus Fantadu“ hat ansehen dürfen, der weiß: Das, was die Kinder und Jugendlichen dort an zirzensischer Kunst bieten, ist höchst anspruchsvoll und zeugt von langem, intensivem Training. Auch die neue Show des Wiesenauer Vereins soll die Zuschauer nicht nur verzaubern, sondern auch zu Begeisterungsstürmen herausfordern. Und damit das gelingt, trainieren die 220 Kinder und Jugendlichen mehrmals im Jahr auch mit professionellen Artisten.

Am Sonnabend und Sonntag waren die Luftartistin Janine Morell, der Diabolojongleuer Benno Jacob und die Jongleurin und Hula-Hoop-Artistin Jessica Savalla beim „Circus Fantadu“ zu Gast. „Wir finden es ganz wichtig, über den Tellerrand zu schauen und neue Techniken und Ideen kennenzulernen“, sagt Jeannette Wegener, zusammen mit ihrem Mann Göran Wegener Gründerin und Leiterin des Wiesenauer Vereins. „Unsere Kinder und Jugendlichen profitieren enorm von solchen Workshops, und unsere Trainer können sich methodisch immer wieder Neues abschauen.“ In drei Gruppen wird trainiert – im Bürgerhaus Alte Schule in Wiesenau, wo der Verein zu Hause ist, und erstmals auch in der Turnhalle der Ziltendorfer Grundschule. Die Profis seien seit Jahren „tolle Partner, die uns immer wieder neu inspirieren“, betont Jeannette Wegener. Und weil ein Wochenende nicht ausreicht, wird auch im Trainingslager kurz vor Ostern in Blossin mit den Artisten geübt.

Diese kommen gern zu den Kindern und Jugendlichen. „Ich bin bestimmt schon sieben Jahre dabei und ich freue mich jedes Jahr darauf“, erzählt Janine Morell. Die Luftartistin verrät, dass sie nicht mehr oft mit Kinderzirkussen arbeitet – „aber dieser ist mir sehr ans Herz gewachsen. Jetzt kann ich auch endlich die Früchte meiner Arbeit ernten, denn diejenigen, die heute im Verein Trainer sind, haben bei mir gelernt. Und wenn sie heute das Training leiten, höre ich von ihnen meine Worte – das ist sehr schön.“ Jessica Savalla ist erst zum zweiten Mal beim „Circus Fantadu“. Die 24-Jährige stammt aus Brasilien, hat in Rio de Janeiro die Zirkusschule absolviert und übt in Ziltendorf mit den Kindern den Gebrauch des Hula-Hoop-Reifens. Das, was im Verein geleistet werde, finde sie wirklich toll, versichert sie auf Englisch (die deutsche Sprache erlernt sie gerade erst), und die Arbeit mit den Kindern „macht mir sehr viel Spaß“.

„Kirmes“ heißt das Programm, das der Verein derzeit einstudiert. Es ist ein Jubiläumsprogramm, denn der „Circus Fantadu“ wird in diesem Jahr 25 Jahre alt.

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