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Kurzfristig gibt es noch gute Urlaubsangebote für Reiselustige / Nicht immer müssen sie dafür weit fahren

Reise
Und jährlich grüßt die Ostsee

Buchhaus Jachning in der Lindenallee -  Doreen Dehne 11. Juni 2018 Buchhaus Jachning in der Lindenallee -  Doreen Dehne zeigt auf die Ostsee auf dem Globus, derzeit beliebtes Urlausbziel bei den Deutschen.
Buchhaus Jachning in der Lindenallee - Doreen Dehne 11. Juni 2018 Buchhaus Jachning in der Lindenallee - Doreen Dehne zeigt auf die Ostsee auf dem Globus, derzeit beliebtes Urlausbziel bei den Deutschen. © Foto: Gerrit Freitag
MOZ / 12.06.2018, 22:00 Uhr
Eisenhüttenstadt (Patrizia Czajor) An der Ostsee flanieren, die bulgarische Hafenstadt Burgas erkunden oder durch die Natur und Landschaft des Isergebirges wandern. Wer zeitlich flexibel ist und noch keine Urlaubspläne geschmiedet hat, der kann trotzdem noch fündig werden.

Ob alleine oder in der Gruppe. Mindestens ein Mal im Jahr zieht es Christa Peick an die Ostsee, in die Hafenstadt Warnemünde zum Beispiel oder nach Kühlungsborn. In einigen Wochen geht es für die 78 Jahre alte Eisenhüttenstädterin wieder einmal auf die Insel Usedom. So konkret wie bei Christa Peick sieht der Plan für den Sommer nicht bei jedem aus.

Einige Reiselustige entscheiden sich noch ganz spontan zum Wegfahren. Etwa die beiden Rentnerinnen, die Lutz Frank an diesem Vormittag im Reisebüro Lange in Eisenhüttenstadt berät. Für sie sucht der Mitarbeiter schließlich ein Hotel in Swinemünde heraus. Laut Lutz Frank genau das richtige Ziel für jemanden, „der flanieren möchte“. Ohnehin sei die Ostsee als Urlaubsziel bei den Kunden des Reisebüros immer sehr beliebt – allerdings auch überfüllt.

Wer es ruhiger und idyllischer mag, der fühlt sich, erläutert der 50-Jährige, etwas weiter östlich von Swinemünde, in dem „unaussprechlichen Miedzywodzie“ wahrscheinlich besser aufgehoben. „Es ist sehr ruhig und nah am Wald gelegen“, meint der Reisebüromitarbeiter. Für Naturliebhaber hat er außerdem noch einen weiteren Tipp: der Kurort Bad Flinsberg. Die Stadt im äußersten Südpolen hat gerade einmal 4000 Einwohner und liegt mitten im Isergebirge. Hier wie bei den Busreisen, dem zweiten Standbein des Reiseunternehmens, lassen sich laut Lutz Frank auch noch kurzfristig Plätze finden. Er schaut in seinem Computer nach und findet zum Beispiel Touren nach Tirol, Rügen oder Norwegen, wo sogar noch eine Schifffahrt inbegriffen ist.

Relativ aussichtslos sieht es laut Dirk Köppen bei etwas ferneren Urlaubszielen aus – zumindest wenn jemand in den ersten Sommerferienwochen verreisen möchte. Der Verkaufsleiter im DER Reisebüro in Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt kann jedoch zeitlich flexiblen Urlaubern noch Hoffnungen machen. Zum Ende der Sommerferien könnten Familien zum Beispiel noch Urlaub auf der Insel Mallorca machen, ebenso auf den griechischen Inseln Kos oder Rhodos sowie in der bulgarischen Stadt Burgas.

Bulgarien sei gerade im vergangenen Jahr unter den Reisekunden sehr beliebt gewesen, so der Eindruck des Verkaufsleiters. In diesem Jahr hielten sich die verschiedenen Urlaubsziele jedoch die Waage. „Selbst die Türkei ist wieder im Kommen“, bemerkt Dirk Köppen. Doch eigentlich stellten er und seine Mitarbeiter sich gerade schon wieder auf die kälteste Jahreszeit ein, meint er. „Gedanklich sind wir schon bei Weihnachten.“

Aber muss es immer weit weg gehen? Argumente dafür, lieber die eigene Umgebung zu erkunden, fallen einem eingefleischten Eisenhüttenstädter wie Carsten Unger schnell ein. „Vielen ist gar nicht bewusst, dass sie in einer besonderen Stadt leben“, sagt der 48-jährige Pädagoge. Als Stadtführer für den Tourismusverein Oder-Region Eisenhüttenstadt macht er Touristen mit den historischen Ecken der einstmaligen Stahlstadt oder dem mittelalterlichen Städtchen Fürstenberg bekannt. „Wie in einem Brennglas können Menschen hier die gesamte Geschichte der DDR entdecken“, betont der Geschichts- und Geografielehrer. Außerdem gäbe es etwa noch den Oder-Neiße-Radweg oder das Schlaubetal. Carsten Unger findet: „Das kann man alles schön miteinander verbinden.“

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