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Den Anfang machen die ältesten Alt-Senioren. Dabei trifft die SG Müncheberg/Buckow auf den FC Eisenhüttenstadt II.

Fußball
Pokal-Final-Sonnabend in Seelow

Kai Beißer / 22.06.2018, 02:15 Uhr
Seelow (Udo Plate) Von ß

und

Pokal total am Sonnabend in der Seelower Sparkassen-Arena: Ab 10 Uhr trägt der Fußballkreis Ostbrandenburg die Endspiele von derÜ 50 bis zu den Männern in der MOL-Kreisstadt aus.

Den Anfang machen die ältesten Alt-Senioren. Dabei trifft die SG Müncheberg/Buckow auf den FC Eisenhüttenstadt II. Eigentlich hatte sich Blau-Weiß Groß Lindow für das Finale qualifiziert, doch laut Staffelleiter Michael Lampelt aus Reichenwalde bekommt der Verein keine Mannschaft zusammen. Aus diesem Grunde waren die Groß Lindower jüngst schon dem Meisterschaftsfinale ferngeblieben.

Im Halbfinale hatten die Blau-Weißen den FCE II mit 6:4 besiegt. Der rückt nun nach.  „Mehr oder weniger zähneknirschend und um mir einen Gefallen zu tun, da auch die ehemalige Mannschaft des EFC Stahl Personalprobleme hat. Gegenwärtig sind es wohl nur sieben Spieler.“ Am Donnerstag sagten die Eisenhüttenstädter aber zur Freude des Staffelleiters zu. „Wir wollten unbedingt den Pokaltag so erhalten. Für die nächste Saison müssen wir uns überlegen, ob der jetzige Zeitpunkt optimal ist, wenn den Besten zum Saisonhöhepunkt die Spieler ausgehen. Es haben übrigens immerhin mehr als 20 Alt-Senioren-Teams gemeldet.“ Gespielt wird in der Ü 50 mit einem Torwart und sechs Feldspielern.

Bei den Ü-40-Kickern trifft am Sonnabend Kreisliga-Meister Blau-Weiß Briesen auf den Tabellenvierten FV Erkner. Anstoß ist um um 11.30 Uhr. Das Punktspiel war beim 10:1 eine überaus klare Angelegenheit für die Odervorländer um Reiko Ballhorn, die die Saison natürlich mit dem Double krönen wollen. „Aber es gibt keinen Grund, die Erkneraner zu unterschätzen“, warnt Blau-Weiß-Geschäftsführer Patrick Sauer.

Die Randberliner werden aller-dings laut Maurice Gaertner wohl ohne Wechselspieler auskommen müssen, etliche Leistungsträger fehlen. „Es sieht nicht gut aus. Aber wir werden das Spiel natürlich nicht abschenken. Wenn wir lange die Null halten und vielleicht ein Konter sitzt ...“ In Viertel- und Halbfinale, jeweils mit Hin- und Rückspiel ausgetragen, hatte sich der FV Erkner übrigens nur aufgrund der Auswärtstor-Regel gegen Eintracht Reichenwalde(1:0, 2:3) und den Storkower SC (3:1, 3:5) durchgesetzt.

Das Pokalfinale der Frauen ist ein echtes Derby. Ab 13 Uhr treffen Vorjahresfinalist Grün-Weiß Letschin und der frisch gebackene Meister Reichenberger SV aufeinander. Letzterer hatte im Halbfinale Titelverteidiger 1. FC Frankfurt ausgeschaltet (4:2) und damit eine Wiederholung des Endspiels vom Vorjahr in Müllrose verhindert. Für die Letschinerinnen ist es derweil die vierte Finalteilnahme in Folge, sie waren also seit Bestehen des Fußballkreises Ostbrandenburg immer dabei, gewonnen haben sie den Pokal aber nur 2015 durch ein 3:1 gegen den FSV Union Fürstenwalde.

Mit einem erneuten Sieg würden sie das Double des RSV verhindern, der sich souverän den Kreismeistertitel geholt hat. Die Grün-Weißen werden, wenn zwei noch ausstehende Spiele zu ihren Gunsten gewertet werden, mit zwölf Punkten Rückstand auf Rang 3 einkommen. Beide Punktspiele endeten 2:1 für den Reichenberger SV.

„Sie haben eine tolle Saison absolviert und sind völlig zu Recht Meister geworden. Aber diesmal wollen wir den Spieß umdrehen“, sagt der Letschiner Trainer Marcel Dunst. Der hatte zuletzt am Mittwoch per WhatsApp Kontakt mit seinem Reichenberger Kollegen Marcel Hoffmann. Der weilt derzeit in Bulgarien im Urlaub und war telefonisch so gut wie nicht zu erreichen. „Da haben wir uns schon einmal auf die Wahl der jeweiligen  Trikots geeinigt“, verriet Dunst. „Schließlich pflegen Marcel und ich bei aller vorhandener Konkurrenz und Rivalität einen freundschaftlichen Kontakt.“

Bei der Ü 35 treffen um 14.30 Uhr mit der SpG Union Frankfurt/Blau-Weiß Briesen und dem FSV Union Fürstenwalde zwei Mannschaften, die in der Kreisliga Mitte nur auf den Plätzen 3 und 4 einkamen. Die Partie scheint völlig offen, in der Meisterschaft gewann jeder sein Heimspiel. „Wir fahren mit voller Kapelle und voll motiviert nach Seelow“, sagt René Carouge, Mannschaftsverantwortlicher der Spreestädter, „und egal wie es ausgeht, feiern wir hinterher unseren Saisonabschluss, fiebern gemeinsam beim WM-Spiel gegen Schweden.“ Für den Gegner wäre der Pokalsieg die Krönung der Premierensaison. „Die Spielgemeinschaft kam zustande, nachdem Union Frankfurt schon zuvor personelle Probleme hatte, und auch bei uns wäre es eng geworden“, erläutert Briesens Patrick Sauer. „Die meisten kennen sich schon lange, es sind viele ehemalige Frankfurter Preußen dabei, da lag es auf der Hand, sich zusammen zu tun. Auf alle Fälle wird das auch nächste Saison so sein, danach muss man sehen.“

Abschluss und Höhepunkt des Pokal-Tages bildet ab 16.30 Uhr das Endspiel der Männer zwischen Kreisoberliga-Champion FC Concordia Buckow/Waldsieversdorf und Grün-Weiß Rehfelde. Diese Partie wird es in der kommenden Saison auch in der Landesklasse Ost geben, wo die Rehfelder als Tabellenvierte ihre beste Platzierung seit dem Aufstieg vor fünf Jahren erreichten.

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