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Datenautobahn aufgerüstet

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Symbolfoto © Foto: dpa/Ralf Hirschberger
Stefan Lötsch / 10.08.2018, 20:00 Uhr
Eisenhüttenstadt (MOZ) Die Telekom hat ihren Breitbandausbau in Eisenhüttenstadt fast abgeschlossen. Mehr als 6200 Haushalte und Unternehmen verfügen nun über Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde und mehr. Das Förderprogramm des Landkreises, von dem unter anderem das Gewerbegebiet in der Seeplanstraße profitieren soll, lässt noch auf sich warten.

Im Sommer des vergangenen Jahres hatte die Telekom begonnen, in Eisenhüttenstadt das Breitbandnetz weiter auszubauen. Bis Ende des Jahres sollten mehr als 6000 Haushalte und Unternehmen über ein deutlich schnelleres Internet verfügen. Vor allem Schönfließ und Teile der Innenstadt sollten davon profitieren. Es doch länger gedauert. Wie Sven Nitze, Regionalmanager Brandenburg der Telekom, mitteilte, ist der Ausbau Ende Juli abgeschlossen worden. Unter anderem mussten fast 40 Verteilerkästen aufgestellt und Glasfaserkabel verlegt werden. Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 MegaBit pro Sekunde sind möglich. Und es geht noch mehr. Um die Bandbreiten zu erhöhen, sollen in der zweiten Jahreshälfte die Übertragung aufgerüstet werden. Dann sind sogar 250MBit pro Sekunde möglich. Allerdings gibt es da eine Einschränkung, wie Sven Nitze einräumt und wie das Kunden sicherlich selbst schon erfahren haben. Denn es gelte die Faustregel: Je näher der Kunde am Verteiler wohnt – das sind die grauen Kästen am Straßenrand –, desto höher sind die Geschwindigkeiten.

Wobei man auf der Datenautobahn noch schneller unterwegs sein kann, auch in Eisenhüttenstadt. „Zusätzlich zu dem im vergangenen Jahr angekündigten Ausbau in der Stadt  beginnen wir mit dem Ausbau des Wohngebietes im Friedensweg“, erklärt Sven Nitze. Dort, im IV. Wohnkomplex, saniert die Eisenhüttenstädter Wohnungsbaugenossenschaft Wohnblöcke, die sie von der städtischen Gebäudewirtschaft übernommen hat. „Dort bauen wir nun komplett in Glasfaser aus, so dass für 500 Wohnungen Ende 2018 sogar eine Bandbreite bis ein GBit pro Sekunde zur Verfügung steht“, sagt der Telekom-Manager. Nitze geht davon aus, dass mit der nun getätigten Investition der oft bemängelte schlechte TV-Empfang in den Abendstunden der Vergangenheit angehören dürfte. Voraussetzung ist natürlich, dass man das Breitbandangebot bucht.

Die jetzige Ausbaustufe hat die Telekom auf eigene Kosten realisiert. Zuvor war in Fürstenberg und Diehlo mit Hilfe von Fördermitteln das Breitbandnetz aufgerüstet worden, für eine Geschwindigkeit von bis zu 50 MBit/s.

Darüber hinaus gibt es noch ein Förderprogramm des Bundes, das über den Landkreis Oder-Spree umgesetzt wird. Damit sollen „weiße Flecken“ in der Breitbandversorgung beseitigt werden. Ausbaugebiet in Eisenhüttenstadt ist da unter anderem das Gewerbegebiet Seeplanstraße. Der Ausbau soll so erfolgen, dass dann Geschwindigkeiten von bis zu 100 MegaBit, teilweise bis ein Gigabit pro Sekunde möglich werden. Bis das die Unternehmen in Anspruch nehmen können, wird allerdings noch einige Zeit ins Land gehen. Jörg Thoma, Breitbandverantwortlicher des Landkreises Oder-Spree, sagt, dass für das Ausbaupaket noch in diesem Jahr der Zuschlag an ein Telekommunikationsunternehmen erteilt werden soll. Ab 2019 könnte dann mit dem Ausbau begonnen werden. Wann der in Eisenhüttenstadt in der Seeplanstraße und einigen Außenbereichen der Stadt – dort sollen dann 30 MBit anliegen – beginnt, steht aber noch nicht fest.

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