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Wer eine Ausbildung machen möchte, hat in diesem Jahr noch viele Möglichkeiten. Auch bei der Klosterbrauerei sind noch Bewerbungen möglich.

Ausbildungsberufe
„Hopfen und Malz – Gott erhalt’s“

Symbolische Tradition: Stefan Fritsche, Geschäftsführer der Klosterbrauerei Neuzelle, zeigt die vom Papst gesegnete Bierflasche. Die muss jeder neue Auszubildende zum Start einmal anfassen. Bisher hat das Glück gebracht.
Symbolische Tradition: Stefan Fritsche, Geschäftsführer der Klosterbrauerei Neuzelle, zeigt die vom Papst gesegnete Bierflasche. Die muss jeder neue Auszubildende zum Start einmal anfassen. Bisher hat das Glück gebracht. © Foto: Janet Neiser
Janet Neiser / 13.09.2018, 10:15 Uhr - Aktualisiert 14.09.2018, 09:27
Neuzelle (MOZ) Wer eine Ausbildung machen möchte, hat in diesem Jahr noch viele Möglichkeiten. Etliche leere Plätze sind noch zu besetzen. Die MOZ möchte dabei helfen, Arbeitgeber und Auszubildende zusammenzubringen. Auch bei der Klosterbrauerei sind noch Bewerbungen möglich.

Wer in Neuzelle auf dem Weg zum Kloster ist, der kommt an einem historischen Backsteingebäude vorbei. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wird dort Bier gebraut. Die Neuzeller Mönche haben damit sogar schon im 14. Jahrhundert begonnen. Es heißt ja nicht umsonst „Hopfen und Malz – Gott erhalt’s“. Und in der Neuzeller Klosterbrauerei wird Wert gelegt auf Tradition. 3,5 Millionen Liter Bier werden pro Jahr abgefüllt – und teilweise bis Japan verschickt. Eine Erfolgsgeschichte, die sich vor allem Stefan Fritsche und sein Vater auf die Fahnen schreiben können. Bei ihnen laufen alle Fäden zusammen, sie sorgen mit offensichtlich gutem Bier und schlauen Marketing-Aktionen – wie der Segnung des Schwarzen Abtes durch Papst Franziskus – immer wieder für Schlagzeilen. Aber auch für die Ausbildung ist die Klosterbrauerei bekannt. „Wir gehören zu den fünf besten Ausbildungsstätten in Brandenburg“, betont Stefan Fritsche.

Und weil der Geschäftsführer der Brauerei deren guten Ruf in Zukunft sichern will, braucht er Fachkräfte. Und zwar welche, die möglichst von der Pike auf in Neuzelle gelernt haben. „Wir bilden Brauer und Mälzer aus“, erklärt Fritsche. Drei neue haben gerade mit der Ausbildung begonnen, sechs weitere sind bereits länger dabei. Aber, das betont er ausdrücklich: Wenn jemand richtig Lust darauf habe, dann könne er sich gern noch bewerben. „Brauer und Mälzer sind gerade richtig in“, weiß Fritsche. 70 bis 75 Prozent der 42-köpfigen Belegschaft der Klosterbrauerei gehören diesem klassischen Beruf an. Neue Brauer werden stets gebraucht, denn andere hören altersbedingt auf oder werden abgeworben. „Das ist immer ärgerlich“, gibt der Brauereichef zu. Das Problem sei, dass die Klosterbrauerei zu den ganz wenigen Ausbildungsbetrieben für diesen Beruf in Brandenburg gehört.

„Wir müssen die weichen Standortfaktoren verbessern, damit die Azubis anschließend auch bleiben“, meint Stefan Fritsche – nicht nur mit Blick auf seine Brauerei. Bildungswesen, Infrastruktur, Kulturangebote – all das sei wichtig.

Wer sich noch kurzfristig für eine Lehrstelle in der Klosterbrauerei bewerben möchte – es werden übrigens auch Bürokaufleute und Einzelhandelskaufmänner/frauen ausgebildet –, der braucht Fritsche zufolge kein Abitur. „Wichtig ist, dass unsere Azubis mit Freude, Engagement und Leidenschaft bei der Sache sind.“ Brauer müssen zudem körperlich fit sein. „Schließlich muss hier und da mal ein Bierkasten getragen werden. Es gibt übrigens auch erfolgreiche Braumeisterinnen.“ Dann fügt er noch hinzu: „Ich gebe auch denen, die schwere Jahre hinter sich hatten, eine Chance.“

Bewerbungen an: Klosterbrauerei, Peik Schauermann, Brauhausplatz 1, 15898 Neuzelle

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