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Fußball
FCF empfängt den FCE zum Derby

Schlechte Erinnerungen: Routinier Artur Aniol (links) hatte vor vier Jahren mit Frankfurt gegen die Eisenhüttenstädter um Robert Richter bei der 4:7-Heimklatsche das Nachsehen.
Schlechte Erinnerungen: Routinier Artur Aniol (links) hatte vor vier Jahren mit Frankfurt gegen die Eisenhüttenstädter um Robert Richter bei der 4:7-Heimklatsche das Nachsehen. © Foto: MICHAEL BENK
Hans Eberhard / 28.09.2018, 02:15 Uhr
Frankfurt Nach dem Nachbarschaftsderby ist vor dem Derby: Eine Woche nach dem 0:3 bei Victoria Seelow müssen die Fußballer des 1. FC Frankfurt wieder gegen einen alten Bekannten in der Brandenburgliga ran: Am Sonntag ab 15 Uhr geht es gegen den FC Eisenhüttenstadt (ehemals EFC Stahl).

Die Frankfurter (12./4 Punkte) können mit dem Start als Oberliga-Absteiger nicht zufrieden sein, sehen sich mit den punktgleichen Gästen (13./4) zumindest in der Tabelle auf Augenhöhe. „Wir haben jedoch mehr Potenzial,“ schätzt Jan Mutschler ein. „Das müssen wir endlich auch mal in den Ergebnissen abrufen“ ,verlangt der Trainer nach der dritten Niederlage in Folge (inklusive Pokal). Voraussetzung für den Erfolg sei, „hinten die Fehler abzustellen, kompromissloser und rigoroser in die Zweikämpfe zu gehen und mehr Mut beim schnellen Umkehrspiel an den Tag zu legen“.

Das junge Team müsse mehr Cleverness im ständigen Lernprozess beweisen. „Dazu gehört auch mal ein taktisches Foul in brenzligen Situationen zwischen den Strafräumen“, stellt Mutschler klar. Er erwartet ein Geduldsspiel gegen tief stehende, kampfkräftige Eisenhüttenstädter. Mit großen personellen Änderungen ist nicht zu rechnen. Der für zwei Partien rotgesperrte Ruven Bertel darf am kommenden Mittwoch beim Gastspiel in Falkensee-Finkenkrug wieder dabei sein. „Wir müssen und wir werden die Kurve kriegen“, gibt sich der Coach überzeugt.

Der FCE, erprobt in zahlreichen Serien gegen den Abstieg, ist für seine Verhältnisse ordentlich gestartet, punktete in Petershagen (2:1) und gegen Brieselang (1:1), verlor nach dem 1:5 in Sachsenhausen zuletzt nur knapp gegen den FSV Bernau (1:2). „Vorige Saison und auch jetzt haben wir uns gesteigert, wollen möglichst früh in ruhiges Fahrwasser kommen“, urteilt Andreas Schmidt. Der „Hütte“-Trainer kommt nach dem Abschied einiger Routiniers und dem Zugang von sechs A-Junioren mit verjüngter Mannschaft ins Stadion der Freundschaft (Durchschnitt 25,6 Jahre). „Wir haben uns gegen den FCF, der sich nach dem Abstieg mit neuem Trainergespann offensichtlich erst noch finden muss, etwas vorgenommen, wollen nicht verlieren“, liebäugelt  Schmidt mit einer eventuellen Überraschung. Der clevere Carsten Hilgers (32) könnte eine Option sein.

In der Landesklasse muss Blau-Weiss Markendorf (6./7) nach dem respektablen 1:1 in Rehfeldebereits am Freitag ab 20 Uhr beim FSV Luckenwalde II (4./9) wieder auswärts Farbe bekennen. „Da haben wir noch nie gewinnen können“, erinnert sich Denny Danowski auch nur ungern an die letzte 1:6-Klatsche. Markendorfs Coach ist „gespannt, was uns diesmal bei der Oberliga-Reserve erwartet“. Die Tagesform unmittelbar nach dem Tagesjob der meisten Akteure werde entscheiden. Die Blau-Weißen hatten die Ansetzung mit Luckenwalde getauscht, weil sie am Wochenende das Frankfurter Oktoberfest besuchen wollen. Schon am Mittwoch beschließen sie ihr strammes Auswärtsprogramm in Woltersdorf.

Von den drei Frankfurter Kreisoberligisten hat nur der 1. FCF II (4./9) Heimvorteil. Nach dem wieder überzeugenden 6:0-Derbysieg beim FC Union nach der 0:8-Blamage gegen Müncheberg wollen die Herpel-Schützlinge am Sonnabend ab 15 Uhr gegen den VfB Fünfeichen (14./3) nachlegen. Viermal gewannen sie gegen die Gäste, machte es nie unter einem 4:0. Nur zwei Spieler (Nils Dochow, Christian Schneider) absolvierten alle vier Partien. Alexander Bernwald und Leon Herzberg wollen sich für die „Erste“ wieder in Form bringen, Fred Garling hat sich zurückgemeldet. Am Mittwoch müssen die Oderstädter zum unbequemen FV Erkner II (Anstoß 12.30).

Vor schier unlösbaren Aufgaben sehen sich die anderen beiden Frankfurt-Vertreter zur gleichen Sonnabend-Stunde. Union Booßen (9./4) muss bei Pneumant Fürstenwalde (3./9) ran. Die Domstädter stürzten zuletzt den Spitzenreiter vom Thron: 3:1 in Müncheberg. „Aber Bange machen gilt nicht, als Aufsteiger haben wir nichts zu verlieren beim Favoriten, können mit den meisten mithalten“, urteilt Trainer Frank Gohl. Am Mittwoch geht‘s daheim gegen Seelow II.

Der FC Union Frankfurt (16./0) wird seinen bislang punktlosen Start nun nicht unbedingt bei der SG Müncheberg (2./9) beenden können. „Aber dreimal waren wir in der noch jungen Saison nahe dran, unterlagen jeweils nur mit einem Tor Unterschied“, bemüht Coach Hartmut Voigt das Prinzip Hoffnung vor der Hürde beim vorjährigen Tabellenzweiten, gegen den man 1:2 (A) und 2:3 (H) knapp verloren hatte. Die Mittwoch-Heimaufgabe gegen Pneumant Fürstenwalde wird sicher nicht leichter.

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