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Erste Hilfe
Ziltendorf hat jetzt 160 junge Ersthelfer mehr

Prüfung für kleine Ersthelfer: Sophie Siegert aus der 1. Klasse der Grundschule „Ziltendorfer Niederung“ legt bei ihrem Klassenkameraden Moritz von Schlegell (beide 6 Jahre alt) einen Druckverband an. Die Medizinstudentin Carmen Schultze-Benell und der Krankenpfleger Lucas Erfurth nehmen die Prüfung ab.
Prüfung für kleine Ersthelfer: Sophie Siegert aus der 1. Klasse der Grundschule „Ziltendorfer Niederung“ legt bei ihrem Klassenkameraden Moritz von Schlegell (beide 6 Jahre alt) einen Druckverband an. Die Medizinstudentin Carmen Schultze-Benell und der Krankenpfleger Lucas Erfurth nehmen die Prüfung ab. © Foto: Frank Groneberg
Frank Groneberg / 10.10.2018, 21:15 Uhr
Ziltendorf (MOZ) Das Land Brandenburg ist seit Mittwoch um 160 potenzielle Helden reicher. Denn 160 Mädchen und Jungen haben am Mittwoch in der Grundschule „Ziltendorfer Niederung“ ihre Prüfung im Rahmen des Projektes „Jeder kann ein Held sein“ erfolgreich abgelegt und damit nachgewiesen, dass sie jetzt über Grundkenntnisse und -fertigkeiten in der Ersten Hilfe verfügen. Sie können verletzte Personen in die stabile Seitenlage bringen, können Menschen reanimieren, können Druckverbände anlegen und wissen genau, was nach einem Unfall zu tun ist und wie sie am schnellsten Hilfe holen können.

Dafür sind sie zwei Tage lang von Medizinstudenten der Berliner Charité und einem jungen Krankenpfleger ausgebildet worden. Die jungen Leute engagieren sich alle im Frankfurter Verein Pépinière, der vor zwei Jahren auf Initiative des Frankfurter Medizinstudenten Philipp Humbsch hin gegründet worden war. Im Rahmen ihres Projektes „Jeder kann ein Held sein“ gehen die angehenden Mediziner in Grundschulen und führen dort ehrenamtlich kindgerechte Erste-Hilfe-Schulungen durch. Mit den Ziltendorfer Erst- bis Sechstklässlern haben sie in diesem Jahr bereits 1000 Kinder ausgebildet.

„Die jungen Leute haben das wirklich ganz toll gemacht“, sagt Schulleiterin Cordelia Becker. Zu Schuljahresbeginn habe sie auf der MOZ-Kinderseite „Kruschel“ von dem Projekt erfahren und sich sofort beworben. Ein Termin war noch frei, den hat sie sich sofort gesichert. Untergebracht wurden die jungen Ausbilder in Bungalows, die der Sportverein Blau-Weiß Ziltendorf kostenlos zur Verfügung stellte. „Normalerweise übernachten sie in den Schulen, aber das geht bei uns derzeit wegen der Bauarbeiten nicht“, erklärt die Schulleiterin. Die Lehrer bereiteten jeden Morgen ein Frühstück für die Jungmediziner zu. Die Dussmann GmbH in Frankfurt spendierte ihnen drei Tage lang das Mittagessen. Und am Mittwoch kamen Daniel Hinz und Axel Borchert von der Freiwilligen Feuerwehr Ziltedorf mit einem Einsatzfahrzeug in die Schule. All diesen Helfern und Unterstützern dankt Cordelia Becker auf diesem Weg. „Die Schüler haben Wichtiges fürs Leben gelernt und hatten Spaß dabei“, freut sie sich.(gro)

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